Digitales Liedblatt zum Evangelischen Fernseh-Gottesdienst am Karfreitag

Herzlich Willkommen zum Fernseh-Gottesdienst aus St. Mang in Kempten. Sie können diesen Gottesdienst am Karfreitag um 10 Uhr in der ARD sehen und auf Bayern 1 hören.

Mit diesem digitalen Liedblatt können Sie den Gottesdienst zu Hause mitfeiern. Laden Sie diese Seite am besten auf ein Tablet oder Handy und feiern und singen Sie mit.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Gottesdienst!

Begrüßung

Lied: „O Welt, sieh hier dein Leben“
(EG 84, 1+5

1. O Welt, sieh hier dein Leben
am Stamm des Kreuzes schweben,
dein Heil sinkt in den Tod.
Der große Fürst der Ehren
lässt willig sich beschweren
mit Schlägen, Hohn und großem Spott.

5. Du nimmst auf deinen Rücken
die Lasten, die mich drücken
viel schwerer als ein Stein;
du wirst ein Fluch, dagegen
verehrst du mir den Segen;
dein Schmerzen muss mein Labsal sein.

Passionsgeschichten

Dazwischen:
Kyrie eleison,
sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten,
lass uns auferstehn.

Gebet

mit Worten aus Psalm 22

Mein Gott,
warum nur hast du mich verlassen?
Ich schreie laut zu dir, aber meine Hilfe scheint so weit weg.
Mein Gott, ich rufe zu dir am Tag.
Doch, deine Antwort bleibt aus.
Und ich klage dir in der Nacht mein Leid.
Wo nur soll ich Ruhe finden?
Du aber bist heilig. Du bist ganz anders als wir.
Du bist dort, wo Menschen dir Lieder singen. Unsere Eltern und Großeltern haben dir vertraut. Sie hofften auf dich. Du hast ihnen geholfen.
Auf dich, Gott, bin ich angewiesen seit Beginn meines Lebens.
Du bist mein Gott seit meiner Geburt. Sei mir nahe, denn ich habe Angst.
Wer könnte mir helfen außer dir?
Ich fühle mich wie Wasser, das man achtlos ausschüttet. Ich fühle mich wie das heiße Wachs einer Kerze, das schmilzt und zerläuft. Ich fühle mich wie ein Mensch, der innerlich vertrocknet.
Hilf mir in meiner Not! Du, Gott, sei mir nahe! Komm schnell zu mir. Denn du bist meine Kraft und meine Stärke. Komm und hilf mir! Amen.

Musik: Melchior Franck „Fürwahr, er trug unsere Krankheit“

Evangelium (Johannes 19, 16-22)

Sie nahmen Jesus aber,
und er trug selber das Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha. Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte.
Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König.
Diese Aufschrift lasen viele Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache.
Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der Juden König, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der Juden König.
Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben.

Lied: „O Haupt voll Blut und Wunden“
(EG 85,1)

1. O Haupt voll Blut und Wunden,
voll Schmerz und voller Hohn,
o Haupt, zum Spott gebunden
mit einer Dornenkron,
o Haupt, sonst schön gezieret
mit höchster Ehr und Zier,
jetzt aber hoch schimpfieret:
gegrüßet seist du mir!

Evangelium (Johannes 19, 23+ 24)

Die Soldaten aber, da sie Jesus gekreuzigt hatten, nahmen seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Soldaten einen Teil, dazu auch den Rock. Der aber war ungenäht, von oben an gewebt in einem Stück.
Da sprachen sie untereinander: Lasst uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wem er gehören soll. So sollte die Schrift erfüllt werden, die sagt (Psalm 22,19): „Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben über mein Gewand das Los geworfen.“ Das taten die Soldaten.

Lied: „Wer hat dich so geschlagen?“
(EG 84,2)

2. Wer hat dich so geschlagen,
mein Heil, und dich mit Plagen
so übel zugericht’?
Du bist ja nicht ein Sünder
wie wir und unsre Kinder,
von Übeltaten weißt du nicht.

Evangelium (Johannes 19, 25-30)

Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet. Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und hielten ihm den an den Mund.

Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied.

Totengedenken

Musik: J.S.Bach: „Es ist vollbracht“, Arie aus BWV 159

Predigt

Mit Lesung aus Jesaia 52 und 53

Siehe, meinem Knecht wird´s gelingen, er wird erhöht und sehr hoch erhaben sein. Wie sich viele über ihn entsetzten – so entstellt sah er aus,
nicht mehr wie ein Mensch, und seine Gestalt nicht wie die der Menschenkinder -, so wird er viele Völker in Staunen versetzen, dass auch Könige ihren Mund vor ihm zuhalten. Denn was ihnen nie erzählt wurde, das werden sie nun sehen,
und was sie nie gehört haben, nun erfahren. […]
Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte.
Er war […] voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg. […] Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen.
Wir aber hielten ihn für den, der von Gott geschlagen und gemartert wäre. […]
Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. […]
Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird;
und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf. […]
Aber wen kümmert sein Geschick? […] Des Herrn Plan wird durch ihn gelingen.
Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben.

Lied: „O Haupt voll Blut und Wunden“
(EG 85, 9+10)

9. Wenn ich einmal soll scheiden,
so scheide nicht von mir,
wenn ich den Tod soll leiden,
so tritt du dann herfür;
wenn mir am allerbängsten
wird um das Herze sein,
so reiß mich aus den Ängsten
kraft deiner Angst und Pein.

10. Erscheine mir zum Schilde,
zum Trost in meinem Tod,
und lass mich sehn dein Bilde
in deiner Kreuzesnot.
Da will ich nach dir blicken,
da will ich glaubensvoll
dich fest an mein Herz drücken.
Wer so stirbt, der stirbt wohl.

Fürbitten

Vaterunser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Musik: J.S.Bach „Ich hatte viel Bekümmernis“ BWV 21

Sendung und Segen

Musik

Mitwirkende

Pfarrerin Maria Soulaiman
Dekan Jörg Dittmar

Lektor*in:
Nadine Dittmar
Christian Hilz

Heidi Baumgartner (Sopran,), Katharina Guglhör (Alt), Richard Resch (Tenor), Christian Hilz (Bass)

Inbar Tamar (Oboe)

Fabian Pablo Müller, Saxophon

Cappella Hilaria

Orgel und musikalische Gestaltung: KMD Frank Müller

Redaktion: Tilmann Kleinjung

Liturgische Beratung: Melitta Müller-Hansen

Digitales Liedblatt: ELKB Social Media

3 Kommentare zu „Digitales Liedblatt zum Evangelischen Fernseh-Gottesdienst am Karfreitag“

  1. Allen Beteiligten an diesem berührenden Gottesdienst zu Karfreitag ein herzliches Dankeschön! Ein gesegnetes Osterfest Ihnen und bleiben Sie gesund.
    Mit lieben Grüßen,
    Marika Stede

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  2. Vielen Dank für diesen Gottesdienst! Er hat mich sehr berührt. Ich finde die Komposition von Raum, Musik, Textlesungen, Predigt, Gebeten und die Musik von Bach, besonders die Kummerniß, sehr bewegend und stimmig. Ich schätze die Vorarbeit hoch ein und denke, die Durchführung ist sehr sehr gut gelungen: Vielen Dank!

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