Gottesdienst zur Eröffnung der Herbsttagung der bayerischen Landessynode in Bamberg

Einzug mit Fanfare, Motette und Choral „Nun danket alle Gott“, J.S. Bach

Begrüßung

Gemeindelied „Wir warten dein, o Gottessohn“ EG 152, 1-4

1) Wir warten dein, o Gottes Sohn, und lieben dein Erscheinen.
Wir wissen dich auf deinem Thron und nennen uns die Deinen.
Wer an dich glaubt, erhebt sein Haupt und siehet dir entgegen;
du kommst uns ja zum Segen.

2) Wir warten deiner mit Geduld in unsern Leidenstagen;
wir trösten uns, dass du die Schuld am Kreuz hast abgetragen;
so wollen wir nun gern mit dir uns auch zum Kreuz bequemen,
bis du es weg wirst nehmen.

3) Wir warten dein; du hast uns ja das Herz schon hingenommen.
Du bist uns zwar im Geiste nah, doch wirst du sichtbar kommen.
Da willst uns du bei dir auch Ruh, bei dir auch Freude geben,
bei dir ein herrlich Leben.

4) Wir warten dein, du kommst gewiss, die Zeit ist bald vergangen;
wir freuen uns schon überdies mit kindlichem Verlangen.
Was wird geschehn, wenn wir dich sehn, wann du uns heim wirst bringen,
wann wir dir ewig singen!

Introitus EG 788 (liturgischer Chor St. Stephan)

Kyrie (Kantorei)

Gloria „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ EG 179,1

1) Allein Gott in der Höh sei Ehr und Dank für seine Gnade,
darum daß nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade.
Ein Wohlgefalln Gott an uns hat; nun ist groß Fried ohn Unterlaß,
all Fehd hat nun ein Ende.

Gebet des Tages

Wochenlied „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ EG 147, 1+2

1) Wachet auf; ruft uns die Stimme der Wächter sehr hoch auf der Zinne,
wach auf, du Stadt Jerusalem!
Mitternacht heißt diese Stunde; sie rufen uns mit hellem Munde:
Wo seid ihr klugen Jungfrauen?
Wohlauf, der Bräut’gam kommt! Steht auf, die Lampen nehmt!
Halleluja! Macht euch bereit zu der Hochzeit;
ihr müsset ihm entgegengehn!

2) Zion hört die Wächter singen; das Herz tut ihr vor Freude springen;
sie wachet und steht eilend auf.
Ihr Freund kommt vom Himmel prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig;
ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf.
Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn!
Hosianna! Wir folgen all zum Freudensaal
und halten mit das Abendmahl.

Evangelium
gerahmt durch gesungenes „Ehre sei dir, Herr“, „Lob sei dir, Christus“

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.

Glorialied „Gloria sei dir gesungen“ EG 535
(Noten in der Printfassung und hier als Link)

3) Gloria sei dir gesungen mit Menschen- und mit Engelzungen,
mit Harfen und mit Zimbeln schön.
Von zwölf Perlen sind die Tore an deiner Stadt, wir stehn im Chore
der Engel hoch um deinen Thron.
Kein Aug hat je gespürt, kein Ohr hat mehr gehört
solche Freude. Des jauchzen wir und singen dir
das Halleluja für und für.

Predigt

Orgelmusik

Ansagen

Predigtlied „Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen“ EG 266
(Während dessen wird die Kollekte gesammelt)
Aus Urheberrechtsgründen ist der Text nur als Link verfügbar.

Abendmahl

Fürbitten

Schlusslied „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“ EG 171, 1 + 4,
Aus Urheberrechtsgründen ist der Text nur als Link verfügbar.

Entlassung

Segen

Auszug mit Hymn of Praise von John Rutter, Chor und Bläser

Zentrum Gottesdienst | Sa 16.30–18.00 | Podium „Gottesdienste interaktiv und digital“ | erste Gedanken

Bisherige Erfahrungen mit interaktiven, digitalen  Formaten

Als erste deutschlandweit hat die bayerische Landeskirche bisher dreimal „normale“ Fernsehgottesdienste mit einem SocialMediaDesk kombiniert. Zuschauer und Gottesdienstbesucher vor Ort konnten ihre Gedanken oder Gebete via Social Media einbringen. Einzelne Beiträge wurden im Gottesdienst vorgelesen. Funktioniert hat (zu Überraschung der Fernsehleute), dass Menschen eigene Gebetsanliegen nennen und bereit sind, Inhalte des Gottesdienstes mit eigenem Erlebten zu verknüpfen. Die Ernsthaftigkeit der Beiträge hat beeindruckt.  Wir haben gelernt: Social Media eignet sich als Rückkanal und Störungen sind eher selten. Smartphones und Tablets im Gottesdienst sind nur eine Sache der Gewöhnung. Gottesdienstinhalt für eigene Devices bereitzustellen wäre generell ein guter und papiersparender Service. Menschen freuen sich, wenn sie über die Teilnahme oder das Zusehen sich miteinander verbinden können.

Meine zweite größere Erfahrung ist die Twomplet, die an drei Abenden ja auch auf dem Kirchentag angeboten wird. Das Abendgebet auf Twitter macht Teilnehmende zu einer echten Gebetsgemeinschaft. Die liturgische Funktion Vorbeter*in ist mit Stundengebeten in Kirchen sehr vergleichbar. Das Vorurteil, es würde durch das Medium Twitter so viel an zwischenmenschlicher Botschaft verloren gehen korrespondiert mit der Wahrnehmung, dass auch die zwischenmenschliche Kommunikation in kohlenstofflichen Gemeinschaften nicht immer lückenlos ist, ja ab einer gewissen Teilnehmerzahl nicht mehr gut funktioniert. Die Skalierbarkeit einer Twomplet ist da hilfreich. Im Falle der Twompleten am Abend des GermanWingsAbsturzes und nach den ParisAttentaten haben bis zu 1000 Menschen mitgebetet und mehr als 25.000 einzelne Tweets des Gebets gesehen. Und es war zwischenmenschliches immer noch möglich.

Die dritte Erfahrung ist der Livestream des WeltgebetstagsGottesdienstes 2019 aus Hellmitzheim, einer kleinen Gemeinde in Franken. Hier haben wir zum ersten mal einen Gottesdienst so übertragen, dass er am heimischen Laptop oder mit Beamer in einer anderen Kirche mitgefeiert werden kann und die digitale Teilnahme an einem Gottesdienst möglich ist. Eine der vielen Erfahrungen: der Enkel stellt der Oma im Dorf das Laptop hin und die alte Dame feiert begeistert den Gottesdienst mit, den sie so gerne besucht hätte. Aus einem „besser als nichts“ wird ein „sollte es immer geben!“.

Was spricht dafür, digitale und interaktive Gottesdienste zu feiern?

Ich glaube, das Gottesdienstgeschehen ist im Wandel und muss sich immer wieder anpassen. Das alte Leitbild des Gottesdienstes als Kernpunkt einer örtlichen Gemeinde und Puls ihres gemeinsamen Lebens ist mindestens für die überholt, die ohne einen ständigen Ortsbezug leben und/oder mit der Milieu-Verengung evangelischen Gemeindelebens ihre Schwierigkeiten haben. ottesdienstgemeinde ist für mich die jeweils um Wort uns Sakrament versammelte Gemeinde und digitale Teilnahme ist mit körperlicher gleichzusetzen. Hanna Jacobs hat mit Ihrem Plädoyer, die Predigt abzuschaffen einen weiteren Pfad gewiesen: Menschen wollen nicht mehr zugetextet sondern angeregt werden. Es genügt, wenn einzelne Gedanken berühren. Religiöse Rede als Einbahnstraßenkommunikation fällt hinter den Austausch mehrerer Menschen zurück. Interaktion wäre hier Fortführung der Verkündigung. Und bei Gebeten bleiben in traditionellen Gottesdiensten die Anliegen der Gemeinde meist außen vor.

Wie verändert Interaktivität den Gottesdienst?

Beteiligung und persönliches Liken und Teilen macht aus einem abgeschlossenen Geschehen an einem Ort für bestimmte Menschen ein offenes Beten, Singen und Nachdenken. Die drei großen Möglichkeiten der Digitalisierung 1.Raumunabhängigkeit, 2.Zeitunabhängigkeit und 3.Skalierbarkeit kommen den Gottesdienst als Ort, Zeit und Platz der Verkündigung und möglichen Anwesenheit Gottes sehr entgegen. Eigentlich schade, wenn wir diese Chance nicht nützen.

Gottesdienste und Veranstaltungen live streamen

Dieser Artikel entstand nach den Erfahrungen der Livestreams der #elkbsynode in 2016 bis 2019 und des #weltgebetstags, den wir im März 2019 zum ersten Mal in Deutschland live als Gottesdienst gestreamt haben. Er soll euch helfen, manche Fehler nicht zu machen und Livestream dort wo er sinnvoll ist anzubieten.

Sinn und Zweck eines Livestreams

Video wächst, und mit ihm auch der Livestream. Die technischen Hürden sind genommen, das Equipment ist vergleichsweise günstig. Oft genügt schon ein Smartphone, um einen recht ordentlichen Stream ins Netz zu schicken. Was liegt näher als der Wunsch vieler Kirchengemeinden, ihre Gottesdienste live zu streamen, um – so oft die Formulierung in entsprechenden Anfragen – „mehr Menschen zu erreichen“. Leitbild ist der „tolle Gottesdienst vor Ort“, der via Internet mehr Menschen erreichen soll mit dem heimlichen Ziel, mehr Menschen in die Kirche zu locken. Ein anderer Grund ist oft, man wolle den Livestream anbieten für die, die nicht kommen können. Also Kranke, Ältere oder Menschen, die eben sonstwie verhindert sind, in die heiligen Hallen einer Kirche zu kommen.

Nach meiner Überzeugung greift dieses Denken zu kurz und bevormundet Menschen. Wieso soll ein gestreamter Gottesdienst nicht einfach so angeboten werden, wenn er sich für das Mitfeiern im Internet eignet (Dazu später mehr)? Denn Livestream ist zuerst einmal die Beseitigung der räumlichen Einschränkung eines Kirchengebäudes: du kannst teilnehmen, ohne den Ort aufzusuchen und ohne vielleicht keinen Platz zu finden. Die digitale Erweiterung eines Geschehens vor Ort ins Netz. Dahinter einen Zweck zu verstecken, hilft nicht.

Anders ist bei den Übertragungen der Landessynode. Hier ist der Livestream Folge und Ausdruck der Öffentlichkeit. Das Kirchenparlament tagt öffentlich und tut dies an wechselnden Orten in Bayern, um keine Region Bayerns zu vernachlässigen. Die wenigsten Menschen haben dabei die Zeit, von den immer vorhandenen Zuschauerplätzen die Beratungen mit zu verfolgen. Das gilt auch für Journalisten, die selten von Montag bis Donnerstag nach Lindau, Berchtesgaden oder Bayreuth reisen können, um über die Landessynode zu berichten. Selbst wenn sie es wollen. Die grundsätzliche Öffentlichkeit dieser Veranstaltung bedingt fast schon einen Livestream.

Livestream ist also die Herstellung räumlicher und – wenn er als video on demand angeboten wird – zeitlicher Unabhängigkeit bei großer Skalierbarkeit. Wann und wo 5 oder 5000 Menschen zuschauen, ist im Livestream unwichtig. Über 5000 sollte man dann über eine Sendererlaubnis nachdenken.

Was braucht man also für einen Livestream?

Der gute Ton

Es mag überraschen, dass an erster Stelle nicht Bild sondern Ton stehen. Auch geringe Auflösungen wie 720p oder gar 480p sind zu ertragen, wenn der Ton passt. Es hat sich bewährt, für den Livestream den Ton dabei selbst abzumischen. Auch wenn in Kirchen oder Tagungsorten meist ein Audiosignal zur Verfügung steht, ist die Lautstärke der Redenden so unterschiedlich, dass ein Mischer wie zum Beispiel dieser gut angelegtes Geld ist. Denn Livestreamplattformen können mit unterschiedlichen Lautstärken nur schlecht umgehen. Ein eingebauter Kompressor und Limiter ist ebenfalls hilfreich. Phantomspeisung erspart viele Netzkabel.

Wenn im Raum gesungen wird, fangen ein oder zwei Saalmikrofone die Stimmung gut ein. Instrumente sollten, wenn sie nicht in der AudioSumme eingebunden sind, direkt abgenommen werden. DI-Boxen beseitigen lästiges Netzbrummen. Wer das Geschehen live kommentieren will, sollte bei der Anschaffung eines Kopfhörers zum Abmischen gleich über ein Headset nachdenken, das Kopfhörer und Mikrofon vereint. Generell sind die Anschaffungen im Bereich Ton weniger kostenintensiv und bringen viel.

Der fertig gemischte Ton wird dann dem Stream hinzugefügt. Bei der Übertragung via Smartphone mit Interfaces wie die von IRig, bei aufwändigeren Streams über USB oder eine XLR-Steckerverbindung in die jeweilige Hardware. Es hilft, den rausgehenden Ton auch immer wieder einmal während des Streams zu kontrollieren.

Verschiedene Wege führen zum Bild

Von Smartphone über Webcam bis zur professionellen Videokamera eigene  sich viele Geräte zum Livestream. Wenn man sich langfristig für Livestream entscheidet, kann es sinnvoll sein, dazu auch in etwas hochwertigere und spezialisierte Geräte und Programme zu investieren. Eine Erfahrung von amerikanischen Gemeinden, die viele ihrer Gottesdienste streamen ist auch, dass meist Haupt- oder Ehrenamtliche fehlen, die Kameras bedienen können. Auch bei der Tagung einer Synode, sind wenige bereit, vier Tage an einer Kamera zu stehen, um jede Wortmeldung einer Synode einzufangen. Da muss Technik oft menschliche Ressourcen ersetzen.

Software und Kameras

Wir haben gute Erfahrungen mit Wirecast gemacht. Das Programm, das für Windows und IOS verfügbar ist, schlägt in der Vollversion mit rund 600 Euro zu Buche und bietet nahezu alles für einen gelungenen Livestream. Die kostenlose Soft OBS kann auch viel, setzt aber eine größere Bastelbereitschaft voraus. Für Wirecast gibt es unzählige Videos für alle möglichen Probleme. Die häufige Anwendung in Gottesdiensten greifen Tutorials auch die damit verbundenen Probleme auf. Es gibt in den USA sogar spezielle YouTubeChanel für streamende Gemeinden wie diesen.

Wirecast kann viele Signale verarbeiten und auch die Inhalte von Browserfenstern als „Kameras“ verarbeiten. Wer Videos in den Stream einbinden will, braucht allerdings sehr viel Rechenleistung. Das von uns verwendete HP ZBook kommt regelmäßig an 100 Prozent CPU-Auslastung, wenn im Stream ein Video eingespielt wird. Bisher ist das System aber immer stabil gelaufen.

Der günstigste Weg für Kameras sind Webcams wie die C920 von Logitech. Sie können über USB 3.0 an den Rechner angeschlossen werden. Manchmal gibt es aber dann Probleme mit der Kapazität des USB-Busses. Wir haben bei den ersten Synode zwei dieser Kamera mit einer über Thunderbold angeschlossenen Videokamera laufen lassen und hatten mit drei Videoquellen genug Blickwinkel, um das Geschehen im Saal abzubilden. Die Qualität der Webcams hatten allerdings bei schwachem Licht ihre Probleme.

Als Videokamera eignet sich alles, was das Signal über HDMI ausgibt. Wir haben uns für eine Sony NX 100 entschieden, die auch als Kamera für Reportagen gute Dienste leistet. Sie verfügt auch über zwei Buchsen für externen Ton, die im Notfall auch vorhandene Audioquellen einbinden können oder an die sich externe Mikrofone oder Funkstrecken anschließen lassen. Für die Verbindung zu Wirecast wird eine CaptureHardware benötigt. Produkte von BlackMagicDesign sind zwar nicht billig, aber haben sich in der Praxis bewährt. Das einfachste Set wäre ein Laptop mit Wirecast und eine Kamera über ein HDMI-Interface.

Einen Schritt weiter gehen PTZ –Kameras, die sich auf verschiedene Arten fernsteuern lassen. Sie sind klein und haben bis zu 30-fachen optischen Zoom. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dieser PTZ-Kamera Zoom gemacht und für Totalen einer kleinen Boxkamera, beides von die PTZOptics, die neben anderen von picturetools in Hamburg vertrieben werden. Deren Support ist sehr hilfreich! Der Clou bei einer PTZ –Kamera sind programmierbare Kamerapositionen, die sich über eine Fernbedienung, über Softwaresteuerung oder über ein Kontrollpult mit Joystick abrufen lassen. Für Kirchengemeinden, die Gottesdienste regelmäßig übertragen wollen, könnte es sich lohnen, eine solche Kamera fest in der Kirche zu installieren (Hier ein Video dazu) und die wichtigsten Einstellungen abzuspeichern. Für den Livestream genügt dann ein Mensch, der die Technik bedient.

Ein kleines Set könnte aus einer Webcam und einer PTZ-Kamera bestehen, die in Wirecast direkt angesteuert werden kann. Hier kann sogar jede Kameraposition als „einzelne“ Kamera hinterlegt werden. Wer beim motorgesteuerten Motivwechsel nicht „mitschauen“ will, kann auf eine Totale umschalten.

Wer es noch komfortabler haben will, der kann über die Anschaffung eines eigenständigen Bildmischers nachdenken. Produkte wie der ATEM Television Studio HD können das gemischte Signal an die Streamingsoftware weitergeben und zusätzlich noch an Bildschirme im Vorraum weitergeben. Auch das Audiosignal kann über dieses Gerät gemischt werden.

HDMI als Videostandart kommt bei längeren Kabelwegen dabei schnell an seine Grenzen. Mehr als 10 Meter sind kaum zu machen. Bei USB-Kameras kann mit einem aktiv verstärkten Kabel maximal 20 Meter schaffen. Wer jedoch größere Entfernungen überbrücken muss, kommt an SDI oder dem Stream über Netzwerk nicht vorbei. Wir haben gute Erfahrung damit gemacht, das Videosignal über SDI zu übertragen und für Fernsteuerung und Stromversorgung Ethernet und PowerOverEthernet zu nutzen.

Die Reichweite

Es gehört zu den überraschenden Erfahrungen eines livestreamenden Onliners, dass kaum dass die Kameras abgeschaltet sind erstaunliche viele Menschen wissen wollen, wie viele denn zugesehen hätten. Jesus, der dem einen verirrten Schaf hinterhergeht scheint nicht das Leitbild beim Stream. Abhängig von der verwendeten Plattform sollte man sich auf diese Frage vorbereiten. Dabei ist es hilfreich, auf den meist großen Unterschied der Zahlen der Livezuseher und der Nutzung im Video on demand hinzuweisen. Bei der Tagung der Landessynode haben wir live „nur“ zwischen 40 und 150 Zuseher, innerhalb von 24 Stunden für ein Video dann aber regelmäßig zwischen 500 und 1.000 Views. Jede Sendeminute der in Lindau produzierten 22 ½ Stunden wurde 150 mal angesehen. Das heißt, wichtige Tagesordnungspunkt hatten zwischen 400 und 600 Zuseher.

Der Rückkanal

Livestream ohne einen Rückkanal hieße, nicht alle Möglichkeiten der Technik zu nutzen. Denn wer einen Gottesdienst oder eine Sitzung nicht vor Ort verfolgt, kann ohne Rückkanal nicht mitfeiern oder rückfragen. Bewährt haben sich dabei Social Wall und Livechat.

Eine Social Wall sammelt aus Twitter und Instagram alle Beiträge, die zu einem Hashtag gepostet werden. Posts aus YouTube und Facebook werden eingebunden, wenn die Kanäle als Quelle mit der Wall verbunden wurden. Für die Landessynode haben wir die Wall zu #elkbsynode auf der Homepage der ELKB eingebunden und spielen sie nach Möglichkeit auch auf einem Monitor im Foyer aus. Durch die URL lässt sie sich auch auf jeden Rechner holen. Beim Weltgebetstaggottesdienst war die Wall mit Beamer in der Kirche zu sehen. Anbieter wie walls.io bieten den Softwaredienst zu überschaubaren Tarifen für Events oder monatsweise.

Ein Chat lässt sich in YouTube leicht nutzen, denn das Programm bietet parallel zum Stream auch eine Chatfunktion, die von Usern leicht als Rückkanal genutzt werden kann. Aber auch eigenständige Chatprogramme sind als Rückkanal vorstellbar. Man muss sicher aber im Klaren sein, dass diese Kommunikation weitere Personalressourcen benötigt. Wert ist sie es alle mal!

Internetleitung

Zwar ist es möglich, über WLAN zu streamen. Wenn aber mehrere Nutzer im WLAN sind, kann die Qualität des Streams leiden oder der Stream abbrechen. LAN ist hier zuverlässiger, 1000 Mbit die Untergrenze für Streams in 720p50. 1080p25 brauchen da gerne mal zwischen 4.000 und 5.000 Mbit im Upload. Ein Speedtest am Beginn der Übertagung schafft da Klarheit. Noch ungetestet von uns ist ein Tipp von Sammy Wintersohl: LiveU ist in der Lage, WLAN, LAN und Mobilfunknetze zu einer Übertragungsleitung zusammen bündelt. Klingt ziemlich gut!

Streamingdienste

Am Anfang des Synodenstreams haben wir Bambuser als Dienstleister genutzt. Dieser schwedische Anbieter hatte unter anderem beim „arabischen Frühling“ dafür gesorgt, dass Menschen live von verschiedenen Orten der Welt berichten konnten. Guter Support und gute Performance zeichneten ihn aus. Zwischenzeitlich hatte Bambuser seinen Dienst eingestellt, da Anbieter wie YouTube Livestream kostenlos anbietet. Jetzt ist Bambuser wieder da, aber wir nicht mehr dort.

YouTube hat sich mittlerweile gut bewährt. Die Verbindung zwischen wirecast und der Streamschnittstelle ist problemlos. Etwas Sorgfalt sollte man auf das hochladbare Thumbnail und den Infotext verwendet. Er stellt Usern schon vor Beginn alle notwendigen Informationen zur Verfügung und erscheint auch, wenn der Link zum Stream auf anderen Plattformen geteilt wird. YouTube stellt nach Beendigung des Streams das Material je nach Einstellung als Video zur Verfügung, das auch noch rudimentär bearbeitet werden kann. Mindestens den Vorlauf sollte man da abschneiden, was bei längeren Videos eine beachtliche Rechenzeit verursacht. Bei einem nachträglich verkürzten vier-Stunden-Video braucht YouTube bis zu sechs Stunden, um die neue Fassung in der Videosammlung zur Verfügung zu stellen. So lange ist die alte Fassung zu sehen.

Gut ist auch die Funktion, einzelne Szenen oder die Tagesordnung des entsprechenden Videos mit Zeiten in der Videobeschreibung anzugeben. Wer das Format Stunden:Minuten:Sekunden verwendet, macht die angegebenen Zeiten zu Sprungmarken. Diese lassen sich aber auf Mobilgeräte nicht abrufen.

Multistream … ein Stream auf mehreren Kanälen

Recht neu auf dem Markt sind Anbieter wie restream. Sie erlauben den Stream gleichzeitig auf mehreren Plattformen laufen zu lassen, ohne dass dazu größere Uploadkapazität von Nöten ist. Auch wirecast könnte ja zwei Streams gleichzeitig senden, bräuchte dann aber auch doppelte Netzkapazität. Auf der Synode in Lindau haben wir erstmals auf YouTube und Facebook gestreamt und die Reichweite damit verdoppelt. Die Kosten sind mit rund 90 Euro pro Monat überschaubar.

Bauchbinden und Laufpläne

Natürlich genügt es für den Anfang, einen Stream mit gutem Ton und Bild anzubieten. Nachdem aber alle Streamprogramme Einblendungen leicht ermöglichen, sollte man auch diese Informationen zur Verfügung stellen. Bewährt haben sich Angaben zur Veranstaltung und ein Hashtag für die Sozialen Medien am oberen linken Bildrand. Wer will, kann rechts oben auch ein Logo einblenden. Am unteren Bildrand kann man in Bauchbinden weitere Informationen unterbringen: Programmhinweise, Namen gerade gezeigter Personen oder Aufrufe zur Interaktion.

Der redaktionelle Aufwand dafür ist aber nicht zu unterschätzen. Denn was im Stream eingeblendet ist, kann nicht (oder im Video nur mit großem Aufwand) nachträglich verändert werden. Bewährt hat sich hier, die Texte aller Bauchbinden vorzuproduzieren und zum Beispiel in einer Google Dokument bereit zu halten. So können auch andere mitarbeiten. Als Fehlerquelle taugen Bauchbinden aber auch.

Hilfreich ist auch ein Laufplan einer Veranstaltung. Für den Stream eines Gottesdienstes ist er fast unerlässlich. Aus ihm lassen sich Programmhinweise zur Einblendung, die vorkommende Texte oder Inhalte oder beteiligte Akteure unterbringen. Alle Informationen zu Kameraeinstellungen oder zu geplanten Aktionen innerhalb einer Veranstaltung lassen sich hier gut zusammen stellen … während des Streams eine große Hilfe!

Gottesdienste als inszeniertes Geschehen.

Sind Livestreams von Tagungen wie der Landessynode meist abgefilmtes Geschehen, braucht es bei Gottesdiensten ein gewisses Maß an Inszenierung, wenn sie online mitgefeiert werden sollen. Dabei sollte man vorher gut überlegen, wie welche Inhalte für User im Stream wie präsentiert werden. Lieder brauchen den Text zum Mitsingen online verfügbar, entweder als Downloadangebot oder eingeblendet. Bei Gebeten sollte man vorher überlegen, was man als Bild zeigt, denn betende Gottesdienstteilnehmer sollten nicht gezeigt werden. Wir den Teilnehmern im Netz zum Beispiel bei Fürbitten oder der Predigt eine Beteiligungsmöglichkeit angeboten, sollten hereinkommende Inhalte sowohl für LiturgInnen oder PredigerInnen wie auch für das StreamBild aufbereitet werden. Das erfordert eine kleine Redaktion.

Wer zum ersten mal einen Gottesdienst streamt, sollte auch an die Möglichkeit einer heißen Probe denken. Ein Durchlauf unter Livebedingungen erhöht die Qualität des Livestreams beträchtlich.

Datenschutz

Wider Erwarten ist das Thema Datenschutz beim Livestream ein leichtes. Die Macher des DSGEKD haben mit §53 dem Livestream einen eigenen Paragraphen gewidmet: „Die Aufzeichnung oder Übertragung von Gottesdiensten oder kirchlichen Veranstaltungen ist datenschutzrechtlich zulässig, wenn die Teilnehmenden durch geeignete Maßnahmen über Art und Umfang der Aufzeichnung oder Übertragung informiert werden.“ Viele katholische KollegInnen beneiden uns um diesen Paragraphen, da er im katholischen Datenschutzrecht fehlt.

Sendererlaubnis und GEMA

Zum Schluss erwähnt seien noch zwei rechtliche Rahmenbedingungen. Wer in Gottesdiensten Gema-pflichtiges Material verwendet, ist durch den Rahmenvertrag der EKD gedeckt. Das scheint (!) auch bei Livesendungen so zu sein. Wer den Livestream an anderem Ort vorführt und dort mitfeiern lässt, muss aber auch hier für einen Gottesdienst sorgen, soll heißen: ein Public Viewing eines gestreamten Gottesdienstes braucht einen eigenen liturgischen Rahmen vor Ort. So die Antwort der Gema an die Organisatoren des Kirchentags.

Bei höheren Zuschauerzahlen ist auch das zu beachten: ab 5.000 Livezusehern wird man zur Sendeanstalt und muss ein Sender-Erlaubnis einholen, die weitere Kosten mit sich bringt. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn der Livestream nicht redaktionell bearbeitet wird, also durch Moderator und vorproduzierte Inhalte aufgewertet wird.

Zum Schluss

Alle Aussagen dieses Blogpost sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und sind keine verlässlichen Rechtsauskünfte. Verlinkte Produkte sind nur beispielhafte Empfehlungen. Wer nach Fragen hat, nutze bitte die Kommentarfunktion. Viel Erfolg beim Streamen!

Journey Blessing #ecic24

L: In the name of the Father, and the Son, and the Holy Spirit.

All: Amen.

Song: In the Lord I’ll be ever thankful,

In the Lord I’ll be ever thankful,
In the Lord I’ll rejoice.
Look to God, do not be afraid,
Lift up your voices, the Lord is near;
Lift up your voices the Lord is near.

Meine Hoffnung und meine Freude,
meine Stärke, mein Licht.
Christus, meine Zuversicht,
auf dich vertrau‘ ich und fürcht‘ mich nicht,
auf dich vertrau‘ ich und fürcht‘ mich nicht

Prayer

All: Lord Jesus Christ my God, be my companion, guide and protector during my journey.
Keep me from all danger, misfortune and temptation.
By Your divine power grant me a peaceful and successful journey and safe arrival.
In You I place my hope and trust and You I praise, honour and glorify, together with Your Father and Holy Spirit, now and forever. Amen.

L: Bible reading: Luke 24: 13-35

The Walk to Emmaus

13 Now on that same day two of them were going to a village called Emmaus, about seven miles from Jerusalem, 14 and talking with each other about all these things that had happened. 15 While they were talking and discussing, Jesus himself came near and went with them, 16 but their eyes were kept from recognizing him. 17 And he said to them, “What are you discussing with each other while you walk along?” They stood still, looking sad. 18 Then one of them, whose name was Cleopas, answered him, “Are you the only stranger in Jerusalem who does not know the things that have taken place there in these days?” 19 He asked them, “What things?” They replied, “The things about Jesus of Nazareth, who was a prophet mighty in deed and word before God and all the people, 20 and how our chief priests and leaders handed him over to be condemned to death and crucified him. 21 But we had hoped that he was the one to redeem Israel. Yes, and besides all this, it is now the third day since these things took place. 22 Moreover, some women of our group astounded us. They were at the tomb early this morning, 23 and when they did not find his body there, they came back and told us that they had indeed seen a vision of angels who said that he was alive. 24 Some of those who were with us went to the tomb and found it just as the women had said; but they did not see him.”

25 Then he said to them, “Oh, how foolish you are, and how slow of heart to believe all that the prophets have declared! 26 Was it not necessary that the Messiah should suffer these things and then enter into his glory?” 27 Then beginning with Moses and all the prophets, he interpreted to them the things about himself in all the scriptures.

28 As they came near the village to which they were going, he walked ahead as if he were going on. 29 But they urged him strongly, saying, “Stay with us, because it is almost evening and the day is now nearly over.” So he went in to stay with them. 30 When he was at the table with them, he took bread, blessed and broke it, and gave it to them. 31 Then their eyes were opened, and they recognized him; and he vanished from their sight. 32 They said to each other, “Were not our hearts burning within us while he was talking to us on the road, while he was opening the scriptures to us?” 33 That same hour they got up and returned to Jerusalem; and they found the eleven and their companions gathered together. 34 They were saying, “The Lord has risen indeed, and he has appeared to Simon!” 35 Then they told what had happened on the road, and how he had been made known to them in the breaking of the bread.

Silence

Prayer

All: Lord Jesus, You traveled with the two disciples after the resurrection and set their hearts on fire with Your grace.
Travel also with me and gladden my heart with Your presence.
I know, Lord, that I am a pilgrim on this earth, seeking the citizenship which is in heaven. During my journey surround me with Your holy angels and keep me safe from seen and unseen dangers.
Grant that I may carry out my plans and fulfill my expectations according to Your will.
Help me to see the beauty of creation and to comprehend the wonder of Your truth in all things.
For You are the Way, the Truth and the Life, and to You I give thanks, praise and glory forever. Amen.

Lord’s Prayer

Song: God, your hands enfold me (Herra, kädelläsi).

God, your hands enfold me, faithfully I live
in the love that only you can give.
ev ’ry heart that’s broken,
ev ’ry wounded soul
comes to peace in you, who makes us whole.
Always I am near you,
God of rest and peace,
all my longing for your care you know.
Always I am near you,
God of rest and peace,
in your love alone my love may grow.

Gott, in deinen Händen ist Vergebung da.
Du baust eine Brücke, die mich trägt.
Sie verbindet Ufer, nichts trennt mich von dir.
Bleib bei mir begleite meinen Weg.
Gott, mit deiner Liebe fängt mein Leben an.
Du bist es, der meinen Sinn ersann.
Gott, mit deiner Liebe fängt mein Leben an.
Dir sing ich mein Lied, solang ich kann.

Blessing

L: May God the Father
prepare your journey,
Jesus the Son
guide your footsteps,
The Spirit of Life
strengthen your body,
The Three in One
watch over you,
on every road
that you may follow.

Common blessing

Was Digitalisierung in der Kirche heißen kann

Es fällt schwer, auf Andreas Mertin und seinen Artikel „Was ‚Digitalisierung‘ in der Kirche nicht heißen kann“ [1] und den nachgeworfenen „Fehdehandschuh“[2] zu antworten. Er zwingt dazu, sich rechtfertigen zu müssen. Theologische Beweise werden eingefordert. Wer so auftritt, will Recht haben. Und wird unterstützt durch eine Schriftleitung, die im Korrespondenzblatt 40.000 Zeichen für Digitalisierungskritik freihält (So in der Ausgabe Januar 2019 und Februar 2019) und einer Antwort 5000 Zeichen zugesteht.
(Update: ich hatte im Februar beim Korrespondenzblatt nachgefragt, ob sie nach drei digitalkritischen Artikeln in zwei Heften an einer Antwort interessiert wären. Antwort war „Ja, aber maximal 5000 Zeichen. Und Mertin machte die Werthaftigkeit ja auch an der Zeichenlänge fest. Deswegen dieses merkwürdige Zeichenzählen)

Was aber heißt Digitalisierung in der Kirche?

Wer dieses Thema reitet, kann auf zwei Seiten vom Pferd fallen. Die einen meinen, man könne sich zur Digitalisierung verhalten, könne und müsse also entscheiden, ob man da mitmacht oder eben nicht. Da ist dann das Persönliche das einzig wahre und wird allein entscheidend: „Gibt es eine Begegnung mit Gott in der Person Jesu Christi? Dann ist die Frage der räumlichen Gestaltung und des Kontextes sekundär. Gibt es diese personale Begegnung nicht, ist alles hinfällig?“ Spannend ist hier die Engführung: Ich kann Gott in der Person Jesu Christi auch im Netz begegnen. Wenn aber nur personale Begegnungen zählen, dann lasst uns Telekommunikation, Medienarbeit und alle moderne Technik abschaffen. Kirche ist dann nur da, wo zwei oder drei … .

Aber auch die andere Seite ist sehr attraktiv, um vom Pferd zu fallen: Digitalisierung würde helfen, Probleme der Kirche zu lösen. Junge Menschen könne man so erreichen oder digital helfen, dass Menschen ihre Gemeinde besser fänden. Auch diese Hoffnung ist ein Irrweg. Meine Erkenntnis nach fünf Jahren Arbeit in Social Media ist: Fast kein Problem in #digitaleKirche war nicht schon mal als altes analoges Problem da. Und was bisher nicht gelöst wurde, löst sich auch digital nicht. Es fällt nur schneller und häufiger auf.

#digitaleKirche als Hilfsmittel

Auf Twitter ist seit einiger Zeit der Hashtag #digitalekirche[3] gebräuchlich, um die aktuelle Diskussion der vielen gut verfolgen zu können. So belegte Carola Scherf kurz und fröhlich[4]: die Zukunft der Kirche ist digital, weil digitale Kirche die lokalen Begrenzungen überwindet und die Gemeinschaft vor Ort ergänzt. Digitale Kirche ist eine sinnvolle Weiterentwicklung, weil sie orts- und zeitunabhängig ist und skalierbar ist[5]. In der Verkündigung des Evangeliums  und der Kommunikation miteinander nicht darauf angewiesen zu sein, dass man körperlich an einem Ort zusammen kommt und der Platz in einer Kirche auch mal nicht ausreicht, ist für mich eine Stärke einer Digitalisierung in Kirche, die das vorhandene sinnvoll ergänzt. Wer behauptet, digitale Kirche wolle althergebrachte Kirche ablösen oder ersetzen, diskeditiert um Pfründe zu sichern. Ich möchte schon deswegen über möglichst viele digitale Felder nachdenken, damit wir wieder Platz und Zeit haben für das, was in Kirche immer im persönlichen Gegenüber und der körperlichen Gemeinschaft bleiben wird. Vieles, was wir da noch analog pflegen, hat keinen theologischen Grund, auf Papier gedruckt oder nicht automatisiert bearbeitet zu werden[6].

So erscheinen viele schöne Geschichten und Bilder in Gemeinden immer noch ausschließlich im Gemeindebrief und als Nachberichte, oft Wochen nach dem Ereignis. Theologisch und publizistisch gibt es dafür keinen Grund. Parusieverzögerung kann auch meist auch ausgeschlossen werden. Digitale Kirche würde Bilder und Bericht zeitnah und online veröffentlichen und den Gemeindebrief wie die „Zeit“ für Themen und längere Artikel nutzen können.

Für Automatisierung könnte das Ausstellen einer Patenbescheinigung ein guter Usecase sein. Das Kirchenmitglied loggt sich in ein MitgliederTool ein und ruft im Portal für Bescheinigungen das gewünschte ab. Da in vielen Gemeinden heute schon dieser Fall nicht dazu genutzt wird, um dem künftigen Paten Gottes Segen bei der bevorstehenden Aufgabe zu wünschen und eine Veranstaltung für werdende Paten anzubieten, kann die Bescheinigung auch automatisiert werden. Wer dies jetzt schon anders behandelt und die Anfrage als Beginn einer Kommunikation nimmt, ist zu beglückwünschen und hat ein Stück analoge Kirche wieder entdeckt. Hier braucht es dann die Automatisierung nicht.

Auch die von Thiede wie einst Cato der Ältere immer wieder hervorgeholte Mahnung, man dürfe die elektrosensiblen Menschen durch freies WLAN angeboten durch godspot nicht aus der Kirche treiben oder gefährden, ist für mich eine Vermischung der Argumentationen. Wenn Kirche sensibel mit Strahlung umgehen will, muss sie Kirchenräume ganz bewusst ohne Induktionssschleifen für Schwerhörige, Strom-Bankheizungen, Funkmikrofone und WLAN anbieten und darin Gottesdienste ohne jede technische Störungen anbieten. Derartige digitale Detox-Kirchen hätten einen besonderen Reiz. Im privaten Umfeld aber Smartphone, Herzschrittmacher, Hörgerät und Navi zu nutzen und beim WLAN „Achtet auf die Strahlung!“ zu rufen, ist für mich inkonsequent. Auch hier bedeutet Digitalisierung für Kirche, sich bewusst und in der jeweiligen Situation für das eine oder das andere zu entscheiden.

Hilfreich in diesem Zusammenhang ist Petra Bahr, die anmerkt: „Das Digitale vor Kirche kann man genauso weglassen wie die Kultur vor Kirche bei Kulturkirche. Wie das weiß vor Schimmel. Aber erst dann, wenn die kritische Verbindung aus beidem sich von selbst versteht[7].“ Ich würde sagen: Bis dahin ist noch viel zu tun. Den Hashtag #digitaleKirche als Hilfsmittel zur Verortung und Kommunikation braucht es noch ein Weilchen.

Digitale Theologie und die Theologie des Digitalen

Seitdem Johanna Haberer 2015 ihre „Digitale Theologie“ veröffentlichte, ist viel geschehen. Eine Kritik, die sich nur an diesem Werk abarbeitet, übersieht kluge Beiträge wie die von Christina Ernst[8] Marcel Saß aus Marburg oder den Berliner Systematiker Florian Höhne[9]. Viele beschäftigen sich klug und aktuell mit Digitalisierung. Die Arbeit von Thomas Zeilinger als Beauftragter der ELKB für Ethik im Dialog mit Technologie und Naturwissenschaften ist aus meiner Sicht nur ein Anfang. Ein ökumenischer (!) Lehrstuhl für digitale Theologie wäre notwendig. Theologisches Denken hilft dabei, jede kleine Veränderungen auf den Glauben und das Leben hin zu befragen. Wer wenn nicht wir hätte dabei eine Ahnung von Freiheit und Rechtfertigung. Damit bis zu einem wie auch immer aussehenden Ende der Digitalisierung zu warten und dann das Ergebnis bewerten, wird m.E. nicht möglich sein. Ebenso wenig, wie vorher schon zu sagen, wohin Digitalisierung uns führen wird und sie deswegen komplett abzulehnen.

Auch eine Theologie des Digitalen ist notwendig. Digitale Vordenker im Silicon Valley entwerfen Visionen, die viel Verheißung und Weltverbesserung atmen. Wir sind als Christ*innen sind nicht mehr die einzigen, die von einer besseren Welt träumen. Gerade deshalb können Theolog*innen gute Mitdenker sein und so manchen verheißenen Fortschritt als noch nicht verwirklicht anmahnen.

Gerne übernehmen möchte ich aber das Silicon-Valley-Mindset: eine Idee erst einmal auf ihre Möglichkeiten und Chancen hin zu überprüfen und zu fragen „Wie kann ich dir helfen, deine Idee zu verwirklichen?“ und nicht – typisch deutsch – mit „Da fallen mir aber viele Probleme ein, weswegen das nicht möglich ist“ zu reagieren.

Was ist der Mehrwert? Gefällt dir das?

Mit einer Entwicklung in der Digitalisierung tut sich Kirche besonders schwer: mit der allgegenwärtigen Frage nach dem Mehrwert. Für viele Menschen ist ein Inhalt oder eine Institution nicht deswegen wertvoll, weil es sie schon lange gibt oder sie in der Vergangenheit Verdienste erworben hat. Sie entscheiden von Fall zu Fall, was dies oder jenes Ihnen bringt oder ob es weiterhilft. Alles Bemühen von Kirche, Tradition um ihrer selbst zu wahren und damit zu punkten, ist vergeblich. Die Chance liegt darin, das Evangelium immer wieder neu zu formulieren, auszulegen und auf das jeweilige Leben hin zu deuten. Digitalisierung ist damit immer auch Institutionenkritik. Unternehmen, die auf diesen Mentalitätswandel reagieren, überleben. Wer in „bewährten“ Strukturen verharrt, verpasst diese Chance. Viele Probleme waren früher mal eine Lösung.

Wesentlich mehr als früher sind Menschen auch bereit, sich zu einem Inhalt persönlich zu verhalten oder einen Kommentar abgeben und diesen im Internet zu veröffentlichen. Nichts anderes ist Liken und Kommentieren in sozialen Medien. Besonders bei kirchlichen Entscheidungsträgern stößt dieses Verhalten auf Unverständnis, weil sie selbst damit nicht leben. Kirche verpasst hier viele Gelegenheiten, mit den ihr anvertrauten Daten zu arbeiten. Die Besonderheit des DSG-EKG, das kirchliche Arbeit als legitimen Grund für Datenverarbeitung vorsieht, wird vielfach nicht ausgeschöpft. Dabei könnte Kirche in der Datennutzung Vorbild sein: wir wissen, dass Menschen nicht die Summe unserer Likes sind und kennen die Grenzen von Inszenierung. Die Botschaft von Freiheit und Rechtfertigung wirft ein völlig anderes Licht auf den Wert von Daten.

Die Mär vom Ersetzen der Pfarrer

Zu den berührendsten Rückmeldungen auf den Segensroboters BlessU bei der Weltausstellung in Wittenberg gehört die eines Besuchers: „Ich wurde noch nie so viel gefragt wie von diesem Roboter. Der interessiert sich mehr für mich als mein Pfarrer“. Gedacht war das Roboter-Projekt als Anstoß, um über Segen nachzudenken. Deswegen war immer ein Mensch neben der Maschine, um sich über den gerade erlebten Segen austauschen zu können. Dass Defizite im analogen Handeln von Kirche offensichtlich wurden, überraschte viele. So teile ich die von Mertin und Thiede befeuerte Angst nicht, geistliches Handeln könne und solle bald von Maschinen übernommen werden. Es gibt sicher Arbeiten, die bald oder jetzt schon von Robotern übernommen werden. Doch möchte ich vor allem bei stupiden oder gefährlichen Arbeiten schon fragen dürfen, ob es immer besser ist, wenn Menschen diese Jobs machen (müssen).

Ein für viele nicht nahe liegendes Beispiel ist der Telefondienst in Pfarrämtern. Der Einsatz digitaler Technik könnte außerhalb der Öffnungszeiten eines Pfarramtes dazu führen, dass Menschen an die Mitarbeitenden des EKD-Service-Telefons weiter verbunden werden oder mittels (klar aus solchem gekennzeichneten) Chatbot ihr Anliegen differenzieren können. Wenn das nicht hilft, kann die Nachricht auf dem Anrufbeantworter, die Nummer der Telefonseelsorge oder das Notfalltelefon im Dekanat weiter helfen. Alles digitale Entlastung der Mitarbeitenden in den Pfarrämtern, die heute schon technisch möglich ist.

Problematisch finde ich es beides: Digitalisierung zuerst als Mittel der Kostenminimierung zu sehen oder das Nachdenken über Digitalisierung vorschnell als Bevormundung oder mutwilliges Zerstören des Althergebrachten abzustempeln. So kommen wir nicht weiter. Auch hier kann Kirche zeigen, dass sie manche Muster der Wirtschaft nicht übernimmt: wir nützen Digitalisierung, um unsere Arbeit leichter zu machen und um dann mehr Zeit für Menschen zu haben.

Mit Mertins Ausflug in seine anscheinend sorgfältig gepflegte Science-Fiction-Sammlung kann ich wenig anfangen. Wenn man jede Zukunftsvision als „Spiegel der Sehnsüchte einer Gesellschaft begreift“, diskreditiert man Menschen, die einfach nur Probleme von Menschen lösen wollen und deswegen Lösungen neu denken. So macht es mich schon nachdenklich, wenn immer mehr Menschen die evangelische Kirche verlassen, weil sie keinen konkreten Mehrwert in der Kirche sehen. Böte eine MitgliederApp den freien Zugang zur Ortskirche mittels digitalem Schlüssel, die Reservierung eines Sitzplatzes im Weihnachtsgottesdienst und die Abomöglichkeit für Predigten und Andachten als Podcast an, wäre das ein konkreter Mehrwert digitaler Anwendung. Aber schon diese wenigen Beispiele dürften aber bei vielen in der Kirche nur Gelächter auslösen. Da kratzt manche Fiction dann doch zu sehr an den Lieblingsfragen kirchlicher Entwicklung „wo kämen wir dahin?“.

Ebenfalls nicht genügen kann ich der Anforderung, man müsse sich erst akademisch bewährt haben um sich an einem Diskurs zu beteiligen. Wie Mertin sich aber über Kollegen wie den von mir sehr verehrten Lutz Neumeier auslässt, verträgt sich nicht mit dem Miteinander unter Christinnen und Christen.

Mein Fazit

Digitalisierung in der Kirche ist kein Sonderfall sondern Normalität. Heutige Öffentlichkeit ist das Internet. Wenn wir als Kirche Menschen erreichen wollen, dann müssen wir da sein, wo die Menschen sind. Dass schließt nicht aus, das wir besondere Räume und Zeiten anbieten, die sich von der Welt abheben. Aber es bedeutet auch nicht, dass wir uns auf diese heiligen Räume und Zeiten beschränken, ja Kirche als nur dort möglich verstehen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott uns nicht auch im Internet begegnet. Ich bin dankbar für viele Gottesbegegnung und  wunderbare, berührende Freundschaften mit Menschen, digital und analog. Und könnte es nicht sein, dass Gott die Digitalisierung schickte, um uns zu bewegen?

[1] In Korrespondenzblatt Jan und Feb 2019, erstveröffentlicht in https://www.theomag.de/112/am623.htm

[2] https://www.theomag.de/117/am658.htm. Andreas Mertin hat mich eingeladen, in seinem Magazin „Tà katoptrizómena“, der Plattform für Kunst, Kultur, Theologie und Ästhetik zu antworten. Auch die Länge war vorgegeben. Alles darunter sei „dahingerotzt“. Man mag mir verzeihen, dass ich dieser „wertschätzenden“ Einladung nicht folge und deswegen hier und länger in meinem Blog antworte.

[3] #digitaleKirche wird hauptsächlich auf Twitter verwendet. Andreas Mertin verwendet ihn wohl absichtlich falsch mit Leerzeichen, wohl um nicht „maschinenlesbar“ zu werden. Dieses nette akademische Mimikry sorgt aber auch dafür, dass seinen Artikel sich in der aktuellen Diskussion schwer einbinden lässt. Ein vielleicht gewollter Versuch, sich „nicht gemein zu machen“. Zur Verständigung trägt es wenig bei.

[4] http://carola-scherf.de/2019/01/11/kirche-in-der-vernetzten-welt-digitale-kirche-als-beziehungsnetz/

[5] Der Gedanke finden sich auch bei Harald Schirmer, der in der Conti AG für digitale Transformation verantwortlich ist. Zu lesen z.B. hier http://harald-schirmer.de/tag/veranderung/

[6] Beispiele dafür in der Langform dieses Beitrages auf https://kirchedigital.blog/2019/02/07/was-digitalisierung-in-der-kirche-heissen-kann

[7] In ihrem Tweet vom 6.2.2019 als @bellabahr

[8] „Mein Gesicht zeig ich nicht auf Facebook. Social Media als Herausforderung theologischer Anthropologie“, 2015, Edition Ethik, Band: 15

[9] Siehe dazu https://kirchedigital.blog/2018/06/26/heilig-christlich-smart/

Den Weltgebetstag online mitfeiern

Der Weltgebetstag wird am ersten Freitag im März weltweit gefeiert. In vielen Kirchen und Gemeindehäusern treffen sich Frauen (und Männer), um an einem Tag den betenden Focus auf die Situation von Frauen in einem Land zu legen. 2019 steht Slowenien im Mittelpunkt.

Ein Gottesdienst zum Mitfeiern

Das Team der Evangelischen Jugend Markt Einersheim & Castell hat zusammen mit dem ökumenischen Weltgebetstags-Team der Kirchengemeinde Hellmitzheim einen Weltgebetstag-Gottesdienst vorbereitet, den wir in der Kirche in Hellmitzheim (in Unterfranken) feiern. Die Projektstelle KircheDigital der ELKB und das Weltgebetstags-Komitee Deutschland macht daraus einen Livestream auf YouTube. Und ihr könnt den Gottesdienst mitfeiern.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstentwurfs aus Slowenien steht dieses Jahr eine Tischgemeinschaft. In der Kirche in Hellmitzheim ist deswegen eine lange Tafel aufgebaut, an der der Gottesdienst gefeiert wird. Ihr könnt euch auch an diese lange Tafel „setzen“ und die Tafel zu euch „verlängern“. Das Hauptbild des Videostreams ist so eingerichtet, dass ihr (meistens) von der Stirnseite auf die Tafel blickt. Wenn bei euch Beamer und Leinwand, Monitor oder Laptop auch an der Stirnseite einer langen Tafel steht, setzt ihr die Tischgemeinschaft fort. Der Weltgebetstag wird so an diesem Abend ein auch erlebbar weltweites Geschehen.

Besonders schön wird es, wenn ihr den Abend bei euch etwas vorbereitet und vielleicht für die Feier danach etwas slowenisches kocht. Ideen dazu gibt es auf der Seite des Weltgebetstags. Wenn ihr uns bis 18 Uhr Bescheid gebt, wo ihr den Gottesdienst mitfeiern, dann begrüßen wie euch auch gerne.

Gemeinsam den Gottesdienst erleben

Auch die Kommunikation aller Feiernden wird es geben. Als Rückkanal haben wird eine Social Wall Weltgebetstag eingerichtet, die alle Posts auf Twitter und Instagram für alle sichtbar macht und für gemeinsames Nachdenken und Beten genutzt werden kann. Postet auf Twitter oder auf Instagram mit dem Hashtag #weltgebetstag. Oder Kommentiert auf der Facebook-Seite des Weltgebetstags. Und wenn ihr uns Gebete schickt, werden wir sie in den Gottesdienst einbauen. Wenn ihr sehen wollt, was weltweit gerade geschieht, dann holt euch mit diesem Link die Wall auf ein Laptop.

Weitere Hinweise zur Technik findet ihr am Ende dieses Artikels.

Unser Programm am 1. März

Wir starten am Freitag um 18.30 Uhr mit einem Vorprogram, bei dem ihr etwas über den Weltgebetstag und den Ort Hellmitzheim erfahrt. Das Programm endet um 18.55 Uhr. Dann streamen wir euch ein Standbild, damit ihr euren Stream nicht unterbrechen müsst.

Der Gottesdienst beginnt um 19 Uhr mit dem Glockenläuten aus Hellmitzheim. Zum Mitfeiern haben wir den Gottesdienstablauf zum Mitfeiern (s.u.) und ein Liedblatt als PDF (s.u.) zum ausdrucken.

Nach dem Gottesdienst verabschieden wir euch und beenden den Stream etwa nach zehn Minuten (geplant 20:15 Uhr). Wie an vielen anderen Orten auch feiern wir im Gemeindehaus weiter. Über die Social Wall halten wir aber den Abend über mit euch Kontakt und wir freuen uns, wenn ihr uns Rückmeldungen gebt und einander teilhaben lasst, wie ihr den Weltgebetstag gefeiert habt.

Der Gottesdienst

Lied: „ Eingeladen zum Fest des Glaubens“Lied 1 Eingeladen zum Fest des Glaubens_copyright

Begrüßung und Einleitung

Lied: „Es ist noch Platz“Lied 2 Es ist noch Platz_copyright

Gebet

Informationen zu Slowenien

Lied: „Mein Psalm“Lied 3 Mein Psalm_copyright

Tischgespräch Einleitung

Lied: Wir öffnen unser Herz – Odprimo srceLied 4 Wir öffnen unser Herz_copyright

Frauen aus Slowenien erzählen ihre Geschichten

Lied: Wir öffnen unser Herz – Odprimo srce 2x

Gebet … Alle: Gott, wir sind deine geliebten Kinder. Sie unsere Tränen und die Reue in unseren Herzen! Dank deiner Vergebung dürfen wir auf einen neuen Tag hoffen, an dem wir ein Miteinander in Gerechtigkeit, Frieden und Liebe aufbauen.

Lied:  Gott, dir sei Dank – ZahvalaLied 5 Gott, dir sein Dank_copyright

Lesung

Lied: Du lädst uns ein, wir folgen dirLied 6 Du lädst uns ein, wir folgen dir_copyright

Damals beim Gastmahl … und heute

Lied: Ich bleibe in dirLied 7 Ich bleibe in dir_copyright.jpg

Hier erfahrt ihr mehr über die Kollekte, die wir jetzt einsammeln.

Lied: Wir sind noch nicht im Festsaal angelangt

Lied 8 Wir sind noch nicht im Festsaal angelangt_copyright

Fürbitten. Beteiligt euch mit Twitter und Instagram unter #weltgebetstag … Alle: Gott, du lädst uns ein. Du bringst uns an einem Tisch zusammen. Du führst uns auf dem Weg des Lebens und der Hoffnung. Du hast uns bei unserem Namen gerufen. Wir sind wichtig in deinen Augen. So beten wir als deine geliebten Kinder:

Vaterunser und Segen

Lied: Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder

1. Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder, auch sie, o Herr, ist deine Zeit. Dich priesen unsre Morgenlieder, dir sei die Stille nun geweiht.

2. Wie über Länder, über Meere der Morgen ewig weiterzieht, tönt stets ein Lied zu deiner Ehre, dein Lob, vor dem der Schatten flieht

3. Kaum ist die Sonne uns entschwunden, weckt ferne Menschen schon ihr Lauf, und herrlich neu steigt alle Stunden die Kunde deiner Wunder auf.

4. So mögen Erdenreiche fallen, dein Reich, Herr, steht in Ewigkeit und wächst und wächst, bis endlich allen das Herz zu deinem Dienst bereit.

 

Hier findet ihr ein Liedblatt zum Download und ausdrucken.
> Liedblatt Weltgebetstag Hellmitzheim

Die technischen Voraussetzungen

Zum Mitfeiern braucht ihr einen Internetzugang (LAN oder WLAN, mindestens 16 Mbit im Download wären gut. Wie schnell eure Verbindung ist, könnt ihr mit einem Speedtest überprüfen).

Mit einem Laptop holt ihr euch den Stream vom YouTube-Kanal der Evangelischen Kirche in Bayern und zeigt ihn mit Beamer oder großem Bildschirm. Wichtig ist auch ein guter Ton: schließt den AudioAusgang des Streams an eine Lautsprecheranlage an. Wir planen die Übertragung so, dass ihr auch bei den Liedern gut mitsingen könnt.

Für das GemeinschaftsErleben könnt ihr die Social Wall Weltgebetstag verwenden. Dazu braucht ihr einen weitere Computer/Laptop der die URL https://walls.io/weltgebetstag in einem Browser zeigt. Dieses Bild könnt ihr mit einem zweiten Beamer oder einem Bildschirm zu euch holen. (Wenn ein Beitrag auf der Wall nicht gleich angezeigt wird, hat das technische Gründe, da wir die Wall moderieren müssen.)

Auf diesen Kanälen könnt ihr euch beteiligen.

Twitter: Verwendet in euren Tweets immer den Hashtag #weltgebetstag. Wenn ihr uns Gebete schicken wollt, werden wir sie in den Gottesdienst einbauen. Auf Twitter kann man auch gut Bilder mitschicken.

Instagram: Auch auf Insta postet bitte immer mit dem Hashtag #weltgebetstag. Wenn ihr uns Gebete schicken wollt, werden wir sie in den Gottesdienst einbauen. Alle Bilder und Videos landen auf der Social WallAuf Twitter kann man auch gut Bilder mitschicken.

Facebook-Messenger: Diese Möglichkeit klären wir gerade noch

EMail: Diese Möglichkeit klären wir gerade noch

WhatsApp: Diese Möglichkeit klären wir gerade noch

Threema: Diese Möglichkeit klären wir gerade noch

Wenn ihr über euren Weltgebetstag in den Sozialen Medien berichten wollt, verwendet bitte folgende Hashtags: #weltgebetstag #worlddayofprayer #kommtallesistbereit #esistnochplatz.

Weitere Infos

Zum Weltgebetstag bei Lisa Schürmann, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e. V., 0911-68 06 307, schuermann@weltgebetstag.de

Zum Stream und technischen Fragen bei Christoph Breit, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Publizistik (P.Ö.P.), Projektstelle #KircheDigital, 089 – 55 95 584, christoph.breit@elkb.de

„New Year happy and blessed“ – Musik zum Jahreswechsel

Feuerwerk und Kirchenglocken. Ein altes Jahr verabschieden und das neue Begrüßen. Silvester und Neujahr ist eine Zeit des Übergangs, die die einen eher still feiern und andere überschäumend fröhlich. Auch mit Musik.

Die erste, die wir gefragt haben ist Miriam Groß, Pfarrerin in New York. Miriam hat uns auf die Playlist gesetzt:

Billy Joel: “We Didn’t Start the Fire“ aus “Storm Front” (1989)
Keala Settle: „This Is Me“ aus “The Greatest Showman On Earth” (2017)
Dietrich Bonhoeffer/Siegfried Fietz: “Von guten Mächten wunderbar geborgen” (1944/1970)

Hier der Link zum Video mit Pfarrerin Miriam Groß

Steve Kennedy Henkel ist Vikar an der Münchner Erlöserkirche. Seine Musik-Vorschläge:

Fiddler’s Green: “Never Hide” aus “Winners & Boozers” (2013)
Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox feat. Miche Braden: “Livin‘ on a Prayer” aus “Historical Misappropriation” (2014)
Georg Neumark: “Wer nur den lieben Gott läßt walten” (1641) in einer Aufnahme mit der Heinrich Schütz Kantorei, Freiburg

Hier der Link zum Video mit Steve Kennedy Henkel.

Von Musiker, Moderator und Kabarettist Hannes Ringlstetter kommen diese Titel:

Rainald Grebe: “Silvester” aus “HongKongKonzert” (2009)
Eddie Vedder: “Into the Wild” aus dem gleichnamigen Soundtrack (2007)
Ludwig van Beethoven/Friedrich Schiller: “Freude, schöner Götterfunken” aus 9. Sinfonie in d-Moll op. 125 (1824)

Hier der Link zum Video mit Hannes Ringlstetter.

Theologiestudentin Doro Stürzbecher hört am liebsten ein Lied. Das aber in verschiedenen Versionen:

Die Toten Hosen: „Auld Lang Syne“ aus “Wir warten auf’s Christkind” (1998)
Mairi Campbell: “Auld Lang Syne” aus dem gleichnamigen Album (2018)

Hier der Link zum Video mit Doro Stürzbecher.

Seine Show auf Bayern 3 hat Kultstatus. Wir haben Moderator, Kabarettist und DJ Matthias Matuschik nach seinen Titeln für den Jahreswechsel gefragt. Und sein Musikgeschmack hat uns nicht enttäuscht:

Buckshot LeFonque: “Another Day” aus “Music Evolution” (1997), besser als Remix (2002)
Del Amitri: ”Nothing Ever Happens” aus “Waking Hours” (1989)
Flash And The Pan: “Midnight Man” aus “Early Morning Wake Up Call” (1984)

Hier der Link zum Video mit Matthias Matuschik.

Sabrina Hoppe ist Vikarin in Aschau und Bernau am Chiemsee und für sie ist der Jahreswechsel eine Zeit des Neuanfangs und der Veränderung. Passend dazu die Lieder, die sie uns auf die Playlist gepackt hat:

Tracy Chapman: “Change” aus “Where You Live” (2005)
Ben Kweller: “Sundress” aus “Ben Kweller” (2006)
Annett Louisan: “Verschwinde” aus “In meiner Mitte” (2011)

Hier der Link zum Video mit Sabrina Hoppe.

Thomas Nowack arbeitet beim Popularmusikverband der bayerischen Landeskirche und ist sozusagen Berufsmusiksucher. Seine Tipps bilden den Abschluss unserer kleinen Reihe und unserer Playlist. Fröhliches Lauschen und gutes Hinüberkommen!

Georg Friedrich Händel: “Music for the Royal Fireworks” (HWV 351, 1748) hier in einer Aufnahme der Academy St. Martin in the fields.
Global Kryner: “Something Stupid” aus “Global Kryner” (2004)
Paolo Conte: “Via Con Me” aus “Paris milonga” (1981)
Max Raabe: “Mit Dir möchte ich immer Silvester feiern” aus “Küssen kann man nicht alleine” (2011)
Sissel Kyrkjebø: “Nordisk Vinternatt” (2005)
Brian Doerksen: “Grateful for Another Day” aus “Grateful” (2018).

Hier der Link zum Video mit Thomas Nowack.

Hier der Link zur Spotify-Playlist „New Year happy and blessed“ (Falls der Link nicht funktioniert, sucht bitte auf Spotify nach „bayernevangelisch“

Die Idee

Viele Menschen lassen sich von Playlists auf Spotify inspirieren und durch den Tag begleiten. Auch wir als Evangelische Kirche in Bayern möchten diesen Service anbieten und haben verschiedene Menschen eingeladen, an den Playlists von @bayernevangelisch mitzuwirken und uns Ihre Lieblingslieder zu verraten. Drei Playlists sind bis Jahresende geplant. Für jede soll es kurze Videos geben, in denen bekannte und weniger bekannte Menschen ihre Lieder nennen und die auf unseren Seiten bei Facebook, Instagram und YouTube ausgespielt werden.

Als Teil von #Kirchedigital

Diese Idee eignet sich für Feste, Freizeiten, Ereignisse und Projekte. Was ist der Soundtrack eines Ereignisses? Auf Spotify kann man vielen Menschen damit einen Mehrwert mitgeben. Die Kosten von 10 Euro monatlich sind überschaubar. Einfach einen Account anlegen und Playlists erstellen. Es lassen sich auch ein Bild und eine Beschreibung für jede Playlist hinterlegen. Die Infos zu den Titeln lassen sich in Blogposts wie diesem hier unter bringen.