Digitales Liedblatt zum Radiogottesdienst am 26. Dezember

Herzlich Willkommen zum Gottesdienst am Zweiten Weihnachtstag live aus St. Jakob in Nürnberg. Sie können diesen Gottesdienst hören auf Bayern 1 und im Deutschlandfunk am 25.12.2021 von 10.05 bis 11 Uhr.

Mit diesem digitalen Liedblatt können Sie den Gottesdienst zu Hause mitfeiern. Laden Sie diese Seite am besten auf ein Tablet oder Handy und feiern und singen Sie mit.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Gottesdienst!

Glocken

Begrüßung

Musik

Nicolas Le Bègue: Puer nobis nascitur

Die Bilder des Weihnachtsfests

Lied „Herbei, o ihr Gläubgen“
(EG 45, 1-3)

1. Herbei, o ihr Gläub’gen, fröhlich triumphieret,
o kommet, o kommet nach Bethlehem!
Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren!
O lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König!

2. Sing choirs of angels, sing in exultation
Sing all ye citizens of heaven above
Glory to God in the highest
O come let us adore him,
O come let us adore him
O come let us adore him
Christ the Lord.

3 Kommt, singet dem Herren, singt, ihr Engelchöre!
Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen:
»Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden!«
O lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König!

Psalm 96

Singet dem HERRN ein neues Lied; singet dem HERRN, alle Welt!

Singet dem HERRN und lobet seinen Namen, verkündet von Tag zu Tag sein Heil!

Erzählet unter den Heiden von seiner Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern!

Ihr Völker, bringet dar dem HERRN, bringet dar dem HERRN Ehre und Macht!

Bringet dar dem HERRN die Ehre seines Namens, bringet Geschenke und kommt in seine Vorhöfe!

Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; es fürchte ihn alle Welt!

Sagt unter den Heiden: Der HERR ist König. Er hat den Erdkreis gegründet, dass er nicht wankt. Er richtet die Völker recht.

Der Himmel freue sich, und die Erde sei fröhlich, das Meer brause und was darinnen ist;

Das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist; jauchzen sollen alle Bäume im Walde vor dem HERRN; denn er kommt.

Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit.

Amen

Musik

Improvisation zu „We saw three ships“

Wir vor Gott

Musik

„We saw three ships“

I saw three ships come sailing in
On Christmas day, on Christmas day
I saw three ships come sailing in
On Christmas day in the morning.

And what was in those ships all three?
On Christmas day, on Christmas day
And what was in those ships all three?
On Christmas day in the morning.

Our Saviour, Christ, and His Lady,
On Christmas day, on Christmas day
Our Saviour, Christ, and His Lady,
On Christmas day in the morning.

Pray, whither sailed those ships all three?
On Christmas day, on Christmas day
Pray, whither sailed those ships all three?
On Christmas day in the morning.

O, they sailed to Bethlehem,
On Christmas day, on Christmas day
O, they sailed to Bethlehem,
On Christmas day in the morning.

And all the bells on earth shall ring,
On Christmas day, on Christmas day
And all the bells on earth shall ring,
On Christmas day in the morning.

And all the angels in heaven shall sing,
On Christmas day, on Christmas day
And all the angels in heaven shall sing,
On Christmas day in the morning.

And all the souls on earth shall sing,
On Christmas day, on Christmas day
And all the souls on earth shall sing,
On Christmas day in the morning.

Then let us all rejoice and sing,
On Christmas day, on Christmas day
Then let us all rejoice amain,
On Christmas day in the morning

Gebet

Lesung

Matthäus 1, 18-25

Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist.

Josef aber, ihr Mann, der fromm und gerecht war und sie nicht in Schande bringen wollte, gedachte, sie heimlich zu verlassen. Als er noch so dachte, siehe, da erschien ihm ein Engel im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist. Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten.

(Das ist aber alles geschehen, auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.)

Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. Und er erkannte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus.

Musik

„In the Bleak Midwinter“

In the bleak midwinter:
Frosty wind made moan
Earth stood hard as iron
Water like a stone
Snow had fallen snow on snow
Snow on snow
In the bleak midwinter
Long ago

Angels and archangels
May have gathered near
Cherubim and Seraphim
Thronged the air
But only his mother in her maiden bliss
Worshipped the beloved
With a kiss

What can I give him
Poor as I am
If I were a sheperd
I would bring a lamb
If I were a wise man
I would do my part
Yet, what I can I give him
Give him my heart

Predigt

Lied: „Es kommt ein Schiff geladen“
(EG 8, 1-4)

1. Es kommt ein Schiff, geladen
bis an sein’ höchsten Bord,
trägt Gottes Sohn voll Gnaden,
des Vaters ewigs Wort.

2. Das Schiff geht still im Triebe,
es trägt ein teure Last;
das Segel ist die Liebe,
der Heilig Geist der Mast.

3. Der Anker haft’ auf Erden,
da ist das Schiff am Land.
Das Wort will Fleisch uns werden,
der Sohn ist uns gesandt.

4. Zu Bethlehem geboren
im Stall ein Kindelein,
gibt sich für uns verloren;
gelobet muss es sein.

Predigt  

Musik

„When you believe“

There can be miracles
When you believe
Though hope is frail
It’s hard to kill
Who knows what miracles
You can achieve
When you believe
Somehow you will
You will when you believe
In this time of fear
When prayer so often proves in vain     
Hope seemes like a summer bird
Too swiftly flown away
Yet now I’m standing here
My heart so full I can’t explain
Seeking faith and speaking words
I never thought I’d say
There can be miracles
When you believe
Though hope is frail
It’s hard to kill
Who knows what miracles
You can achieve
When you believe
Somehow you will
You will when you believe
There can be miracles   
When you believe
(when you believe)
Though hope is frail
It’s hard to kill
(hard to kill)
Who knows what miracles
You can achieve
(you can achieve)
When you believe
Somehow you will
Now you will
You will when you believe
You will when you believe

Predigt

Lied: „Hark, the Herald… / Hört der Engel“
(Liederbuch „Kommt, atmet auf“ 0139)

1. Hark the herald angels sing
Glory to the newborn king
Peace on earth and mercy mild
God and sinners reconciled
Joyful all ye nations rise
Join the triumph of the skies
With th’angelic host proclaim
Christ is born in Bethlehem
Hark the herald angels sing
Glory to the newborn king

3. Friedensbringer, Heiler, Helfer,
Sonne der Gerechtigkeit.
Durch dein Leben finden Menschen
Nach dem Tod zur Seligkeit.
Durch dein Sterben und dein Leid
Sind auch wir von Not befreit.
Eine neue Zeit anbricht,
ganz durchstrahlt von deinem Licht.
Hört der Engel Lied voll Freud!
Christus ist geboren heut!

Predigt

Lied: „Fröhlich soll mein Herze springen“
(EG 36, 1.9)

1. Fröhlich soll mein Herze springen
dieser Zeit, da vor Freud
alle Engel singen.
Hört, hört, wie mit vollen Chören
alle Luft laute ruft:
Christus ist geboren!

9. Die ihr arm seid und elende,
kommt herbei, füllet frei
eures Glaubens Hände.
Hier sind alle guten Gaben
Und das Gold, da ihr sollt
euer Herz mit laben

Fürbitten

Vaterunser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

Segen

Musik

„Chris Tomlin, It´s Christmas Time“

Away in a manger no crib for a bed
The little Lord Jesus laid down
His sweet head, the stars in the sky
Looked down where He lay
The little Lord Jesus asleep on the hay

The cattle are lowing, the baby awakes
But little Lord Jesus, no crying
He makes, I love Thee Lord Jesus!
Look down from the sky and stay
By my cradle til morning is nigh

It’s Christmas!
The angels are singing
And I know the reason,
the Savior is born
It’s Christmas!
The bells are ringing
And I feel like shouting
Joy to the world!

Be near me, Lord Jesus I ask Thee to stay
Close by me forever and love me I pray
Bless all the dear children in Thy tender care
And fit us for heaven
To live with Thee there

It’s Christmas!
The angels are singing
And I know the reason,
the Savior is born
It’s Christmas!
The bells are ringing
And I feel like shouting
Joy to the world!

Go tell it on the mountain,
Over the hills and everywhere!
Go, tell it on the mountain that
Jesus Christ is born!

It’s Christmas!
The angels are singing
And I know the reason,
the Savior is born
It’s Christmas!
The bells are ringing
And I feel like shouting
Joy to the world!

Mitwirkende

Liturgie und Predigt: Pfarrerin Barbara Hauck
Lesungen: Tim Brügmann + Martina Bauer

Musik:
Orgel und musikalische Leitung Dr. Bernhard Meier
Chorleitung: Claudia Dörr, Ensemble aus Musicalcompany Nürnberg e.V. und Stimmig-Junges Ensemble Schwaig
Trompete: Tobias Dorfner

Liturgische Beratung: Pfarrerin Julia Rittner-Kopp

Digitales Liedblatt: ELKB Social Media

Digitales Liedblatt zum Fernsehgottesdienst am 25. Dezember

Herzlich Willkommen zum Gottesdienst am Ersten Weihnachtstag live aus St. Matthäus in München. Sie können diesen Gottesdienst sehen im Bayerischen Fernsehen am 25.12.2021 von 10 bis 11 Uhr und danach in der BR Mediathek.

Mit diesem digitalen Liedblatt können Sie den Gottesdienst zu Hause mitfeiern. Laden Sie diese Seite am besten auf ein Tablet oder Handy und feiern und singen Sie mit.

Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Gottesdienst!

Begrüßung

Lied: „Herbei o ihr Gläubigen“
(EG 45, 1-4)

1. Herbei, o ihr Gläub’gen, fröhlich triumphieret,
o kommet, o kommet nach Bethlehem!
Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren!
O lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König!

2. Du König der Ehren, Herrscher der Heerscharen,
verschmähst nicht zu ruhn in Marien Schoß,
Gott, wahrer Gott von Ewigkeit geboren.
O lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König!

3. Kommt, singet dem Herren, singt, ihr Engelchöre!
Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen:
»Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden!«
O lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König!

4. Ja, dir, der du heute Mensch für uns geboren,
Herr Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm,
dir, fleischgewordnes Wort des ewgen Vaters!a
O lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten,
o lasset uns anbeten den König!

Liturgische Eröffnung

Introitus

Besinnung und Kyrie

dazwischen gesungen

1. Maria durch ein Dornwald ging,
Kyrie eleison.
Maria durch ein Dornwald ging,
der hat in sieben Jahr´n kein Laub getragen.
Jesus und Maria.

2.  Was trug Maria unter ihrem Herzen?
Kyrie eleison.
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.
Jesus und Maria.

3.  Da haben die Dornen Rosen getragen,
Kyrie eleison.
Als das Kindlein durch den Wald getragen,
da haben die Dornen Rosen getragen.
Jesus und Maria.

Lied: „Jauchzet, ihr Himmel“
(EG 41,1,3,7)

auf die Melodie von „ Lobe den Herren“ (EG 316)

1. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel, in Chören,
singet dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Ehren!
Sehet doch da:
Gott will so freundlich und nah
zu den Verlornen sich kehren.

3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget;
sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget!
Gott wird ein Kind,
träget und hebet die Sünd;
alles anbetet und schweiget.

7. Süßer Immanuel, werd auch in mir nun geboren,
komm doch, mein Heiland, denn ohne dich bin ich verloren!
Wohne in mir,
mach mich ganz eines mit dir,
der du mich liebend erkoren.

Gebet

Gedanken zum Magnificat

Musik

„Magnificat anima mea“ aus Johann Kuhnau,„Magnificat“

Weihnachtsevangelium (Teil 1)

Lukas 2, 1-14

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.

Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das judäische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum dass er von dem Hause und Geschlechte Davids war, 5auf dass er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.

Und der Engel sprach zu den Hirten: Das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

Musik

„Et exsultavit spiritus meus“ aus Johann Kuhnau,„Magnificat

Weihnachtsevangelium (Teil 2)

Lukas 2, 15-20

Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.

Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über die Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten.

Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

Lied: „Ich steh an deiner Krippen hier“
(EG 37, 1-4)

1. Ich steh an deiner Krippen hier,
o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring und schenke dir,
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel und Mut, nimm alles hin
und lass dir’s wohlgefallen.

2. Da ich noch nicht geboren war,
da bist du mir geboren
und hast mich dir zu Eigen gar,
eh ich dich kannt, erkoren.
Eh ich durch deine Hand gemacht,
da hast du schon bei dir bedacht,
wie du mein wolltest werden.

3. Ich lag in tiefster Todesnacht,
du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht
Licht, Leben, Freud und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht
des Glaubens in mir zugericht’,
wie schön sind deine Strahlen!

4. Ich sehe dich mit Freuden an
und kann mich nicht satt sehen;
und weil ich nun nichts weiter kann,
bleib ich anbetend stehen.
O dass mein Sinn ein Abgrund wär
und meine Seel ein weites Meer,
dass ich dich möchte fassen!

Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.

Musik

„Quia respexit humilitatem“ aus Johann Kuhnau,„Magnificat“

Predigt

Lied: „Ihr Kinderlein kommet“
(EG 43, 1-6)

1. Ihr Kinderlein, kommet, o kommet doch all,
zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall
und seht, was in dieser hochheiligen Nacht
der Vater im Himmel für Freude uns macht.

2. O seht in der Krippe im nächtlichen Stall,
seht hier bei des Lichtleins hell glänzendem Strahl
in reinlichen Windeln das himmlische Kind,
viel schöner und holder, als Engel es sind.

3. Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh,
Maria und Joseph betrachten es froh,
die redlichen Hirten knien betend davor,
hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.

4. O beugt wie die Hirten anbetend die Knie,
erhebet die Hände und danket wie sie;
stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun?-
stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein.

Fürbitten

Vaterunser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.

Amen.

Musik

G.F.Händel: „Halleluja“

Verabschiedung und Segen

Wenn Sie noch etwas zu dem Gottesdienst sagen möchten, können Sie in St. Matthäus bis 13 Uhr anrufen unter der Nummer: 089 5 45 41 68-0

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten!

Lied: „O du fröhliche“
(EG 44)

1. O du fröhliche, o du selige,
Gnaden bringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren:
Freue, freue dich, o Christenheit!

2. O du fröhliche, o du selige,
Gnaden bringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen:
Freue, freue dich, o Christenheit!

3. O du fröhliche, o du selige,
Gnaden bringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre:
Freue, freue dich, o Christenheit!

Mitwirkende

Pfarrer Dr. Norbert Roth, Nika Kronester, Kirchenrätin Sandra Bach, Isabella Dietzfelbinger

Predigt: Landesbischof Heinrich- Bedford-Strohm

Musikalische Gestaltung:
Anja Scherg, Sopran
Monika Abel, Sopran
Ulrike Malotta, Alt
Berthold Schindler, Tenor
Andreas Burkhart, Bass
Irmgard Gorzwaski, Harfe
Martin Wiedenhofer, Orgel
Barockorchester Concerto München

Musikalische Leitung: Benedikt Haag

Liturgische Beratung: Pfarrer Dr. Florian Ihsen

Digitales Liedblatt: ELKB Social Media

Gottesdienste und Veranstaltungen live streamen

Livestream ist die digitale Erweiterung des Kirchenraums. Er will „analoge“ Kirche nicht ersetzen und kann das auch nicht. Er ermöglicht Menschen das Mitfeiern mit der Technik, die sie zu hause oder dabei haben. Zwischen Stream über Smartphone bis zu Fernsehkameras und professioneller Technik gibt es jede Menge passende Lösungen. Dazu soll dieser Blogpost helfen.

Aber: hast du kein gutes Internet in der Kirche und eine technik-kritische Gemeinde, die auf jeden Fall nicht im Bild sein will … Lass es! (Wer nichts zu sagen hat, sollte es übrigens auch lassen.)

Die zehn schlimmsten Fehler

Einfach losstreamen. Im ersten Lockdown haben viele Gemeinden begonnen, ihre Gottesdienste live zu streamen. Erst einmal gut. Doch ein paar Fehler sollte man vermeiden:

Schlechter Ton

Wenn sie mit einem Handy filmen, ist alles ab zwei Meter Abstand ohne zusätzliche Mikrophone sinnlos. Es gibt auch für Handy Mikros zum Anstecken mit langem Kabel. Oder zeichnen Sie den Ton separat auf und fügen Sie ihn im Schnitt hinzu.

Depressive Grundhaltung

Ja, die Lage ist ernst und die Krise fordert einiges. Aber beginnen Sie doch nicht damit. Wir verkünden die frohe Botschaft. Wenn Sie das nicht können, lassen Sie’s!

Keine Gemeinde da

Das ist ein ähnliches Problem wie der lamoryante Ton. Doch warum darüber klagen. Jetzt sind halt noch weniger da als sonst. Aber viele an Smartphones und Laptops. Freuen Sie sich und gehen Sie kreativ damit um. Und ja, man kann auch mal die leere Kirche und Aufnahmesituation zeigen.

Nur eine Einstellung

Pfarrer oder Pfarrerin am Altar ist nicht das einzige, was sie zeigen können. Lesen Sie vom Ambo aber predigen Sie doch mal in der Bank. Oder am Ausgang, bei der Orgel, am Taufstein … entdecken Sie ihre Kirche neu.

Keine Kommunikation

Gerade jetzt brauchen die Menschen das Gespräch. Wieso streamt jede Gemeinde einzeln? Besser ist es, wären Stream oder Videopremiere auch ein Telefon in der Kirche anzubieten, an dem auch jemand sitzt. Oder einen Chat auf YouTube. Oder man erreicht Sie über Messenger.

Vergessene Zielgruppe

„Alte Menschen haben kein Internet“ höre ich oft. Ja, dann bringen Sie es halt hin. Den Gottesdienst auf älteren Tablets speichern und vorbeibringen. Oder als Audio verteilen. Es mangelt in Deutschland nicht an elektronischen Geräten.

Keine Werbung gemacht

Auf YouTube lässt sich ein Video vorab einstellen und als Premiere planen. Dieser Link lässt sich vorab schon bekannt geben. In vielen Termin-Datenbanken (wie in der ELKB „Evangelische Termine“) kann man digitale Angebote besonders kennzeichnen. Auch eine Video-Premiere auf YouTube kann ein Termin der Gemeinde sein.

Kein kritischer Blick

Das Beffchen ist (erstaunlich oft) schief, die Kirche schlecht ausgeleuchtet, die Frisur ist ungepflegter als nötig … lassen Sie doch andere Menschen kritisch draufsehen. Die meisten Fehler entdeckt man schnell. Auch ein Spiegel hilft.

Keine Relevanz

Überlegen Sie, warum Menschen das, was Sie machen sehen sollten und was die eine Botschaft ist, die diesen Menschen heute glücklicher macht. Wenn Sie das nicht beantworten können, lassen Sie das mit dem Video.

10. und letztens:

freuen Sie sich über Erfolge und lassen Sie das auch andere spüren. #digitaleKirche ist eine frohe, inclusive und diverse Kirche.

Sinn und Zweck eines Livestreams

Video wächst, und mit ihm auch der Livestream. Die technischen Hürden sind genommen, das Equipment ist vergleichsweise günstig. Oft genügt schon ein Smartphone, um einen recht ordentlichen Stream ins Netz zu schicken. Was liegt näher als der Wunsch vieler Kirchengemeinden, ihre Gottesdienste live zu streamen, um – so oft die Formulierung in entsprechenden Anfragen – „mehr Menschen zu erreichen“. Leitbild ist der „tolle Gottesdienst vor Ort“, der via Internet mehr Menschen erreichen soll mit dem heimlichen Ziel, mehr Menschen in die Kirche zu locken. Ein anderer Grund ist oft, man wolle den Livestream anbieten für die, die nicht kommen können. Also Kranke, Ältere oder Menschen, die eben sonstwie verhindert sind, in die heiligen Hallen einer Kirche zu kommen.

Nach meiner Überzeugung greift dieses Denken zu kurz und bevormundet Menschen. Wieso soll ein gestreamter Gottesdienst nicht einfach so angeboten werden, wenn er sich für das Mitfeiern im Internet eignet? Denn Livestream ist zuerst einmal die Beseitigung der räumlichen Einschränkung eines Kirchengebäudes: du kannst teilnehmen, ohne den Ort aufzusuchen und ohne vielleicht keinen Platz zu finden. Die digitale Erweiterung eines Geschehens vor Ort ins Netz. Dahinter einen Zweck zu verstecken, hilft nicht.

Anders ist bei den Übertragungen der Landessynode. Hier ist der Livestream Folge und Ausdruck der Öffentlichkeit. Das Kirchenparlament tagt öffentlich und tut dies an wechselnden Orten in Bayern, um keine Region Bayerns zu vernachlässigen. Die wenigsten Menschen haben dabei die Zeit, von den immer vorhandenen Zuschauerplätzen die Beratungen mit zu verfolgen. Das gilt auch für Journalisten, die selten von Montag bis Donnerstag nach Lindau, Berchtesgaden oder Bayreuth reisen können, um über die Landessynode zu berichten. Selbst wenn sie es wollen. Die grundsätzliche Öffentlichkeit dieser Veranstaltung bedingt fast schon einen Livestream.

Livestream ist also die Herstellung räumlicher und – wenn er als video on demand angeboten wird – zeitlicher Unabhängigkeit bei großer Skalierbarkeit. Wann und wo 5 oder 5000 Menschen zuschauen, ist im Livestream unwichtig. Über 5000 sollte man dann über eine Sendererlaubnis nachdenken.

Gottesdienste als inszeniertes Geschehen.

Sind Livestreams von Tagungen wie der Landessynode meist abgefilmtes Geschehen, braucht es bei Gottesdiensten ein gewisses Maß an Inszenierung, wenn sie online mitgefeiert werden sollen. Dabei sollte man vorher gut überlegen, wie welche Inhalte für User im Stream wie präsentiert werden. Lieder brauchen den Text zum Mitsingen online verfügbar, entweder als Downloadangebot oder eingeblendet. Bei Gebeten sollte man vorher überlegen, was man als Bild zeigt, denn betende Gottesdienstteilnehmer sollten nicht gezeigt werden. Wir den Teilnehmern im Netz zum Beispiel bei Fürbitten oder der Predigt eine Beteiligungsmöglichkeit angeboten, sollten hereinkommende Inhalte sowohl für LiturgInnen oder PredigerInnen wie auch für das StreamBild aufbereitet werden. Das erfordert eine kleine Redaktion.

Wer zum ersten mal einen Gottesdienst streamt, sollte auch an die Möglichkeit einer heißen Probe denken. Ein Durchlauf unter Livebedingungen erhöht die Qualität des Livestreams beträchtlich.

Gestreamte Gottesdienste bedienen dabei meist zuerst das Bedürfnis der sogenannten Kerngemeinde, die in ihrer Kirche mit ihrer/m Pfarrer*in Gottesdienst feiert und die auch so begrüßt werden wollen: „Wir treffen uns in unserem vertrauten Kirchenraum und wissen uns verbunden …“. Dieses Setting wird unterstützt, wenn man in der Bildgestaltung auf Fenstern, Bildern oder dem Kreuz verweilt.

Liturgisch Handelnde sollte man in halbnahen Einstellungen zeigen. Zu nahe Einstellungen bewirken das Gegenteil: man will wieder auf Abstand gehen. Anders in der Predigt: wenn erzählt und argumentiert wird, will man Gesicht sehen. Textlich trägt der Rückgriff auf Psalmen und klassische Texte. Alt bekanntes erhöht die Bindung derer, die „analoge Gottesdienste“ gewohnt sind. Fürbittengebete brauchen Kerzen und beim Beten sollte man Hände zeigen. Alles was das Gebet ikonografisch unterstützen, hilft.

Was braucht es für den Livestream?

Eine motivierte Gemeinde

Auch wenn rechtlich (siehe unten) die Lage klar ist, ein Livestream betrifft auch eine Gemeinde. Wenn nach dem Gottesdienst besorgte Gottesdienstbesucher*innen kommen und sagen, dass sie nicht im Internet gesehen werden wollen, habt ihr ein Problem. Und wir sind so evangelisch, dass der Verweis auf die Rechtslage nichts hilft.

Nach unseren Erfahrungen ist auch die jeweile Einschätzung der vorhandenen Technik falsch. „Wir haben eine gute Anlage in der Kirche“ heißt noch nicht, dass sie funktioniert und man daraus den Ton für den Stream abnehmen kann. Jede sorgfältige Klärung hilft da, auch die Absprachen schriftlich fest zu halten.

Der gute Ton

Es mag überraschen, dass an erster Stelle nicht Bild sondern Ton stehen. Auch geringe Auflösungen wie 720p oder gar 480p sind zu ertragen, wenn der Ton passt. Es hat sich bewährt, für den Livestream den Ton dabei selbst abzumischen. Auch wenn in Kirchen oder Tagungsorten meist ein Audiosignal zur Verfügung steht, ist die Lautstärke der Redenden so unterschiedlich, dass ein Mischer wie zum Beispiel dieser gut angelegtes Geld ist. Für größere Sets und viele Akteure haben wir auch mit größeren Mischern gute Erfahrungen gemacht. Denn Livestreamplattformen können mit unterschiedlichen Lautstärken nur schlecht umgehen. Ein eingebauter Kompressor und Limiter ist ebenfalls hilfreich. Phantomspeisung erspart viele Netzkabel.

An vielen Orten gibt es fest verbaute Mikrophon-Anlagen. Ein Line-Out-Ausgang kann da gut in Anspruch genommen werden und das Signal als Audio-Summe in den Mischer eingespeist werden. Doch oft reicht die Qualität nicht aus oder – meine Devise – ich habe da gerne auch ein zweites System am Start. Hier empfehlen sich Funkstrecken mit Lavalier-Mikrophonen wie die von Rode.

Wenn im Raum gesungen wird, fangen ein oder zwei Saalmikrofone die Stimmung gut ein. Instrumente sollten, wenn sie nicht in der AudioSumme eingebunden sind, direkt abgenommen werden. DI-Boxen beseitigen lästiges Netzbrummen. Wer das Geschehen live kommentieren will, sollte bei der Anschaffung eines Kopfhörers zum Abmischen gleich über ein Headset nachdenken, das Kopfhörer und Mikrofon vereint. Generell sind die Anschaffungen im Bereich Ton weniger kostenintensiv und bringen viel.

Der fertig gemischte Ton wird dann dem Stream hinzugefügt. Bei der Übertragung via Smartphone mit Interfaces wie die von IRig, bei aufwändigeren Streams über USB oder eine XLR-Steckerverbindung in die jeweilige Hardware. Es hilft, den rausgehenden Ton auch immer wieder einmal während des Streams zu kontrollieren.

Im rechten Licht

Letztlich beurteilen kann man die Ausleuchtung erst, wenn man das fertige Bild in einem guten Monitor betrachtet. Zu geringes Licht verursacht Bildrauschen. Zu helles Sonnenlicht sorgt dafür, dass der Sensor „ausfrisst“, also das helle im Bild überstrahlt. Helle Fenster sollte man daher mit Stoff oder Folie diffuser machen. LED-Flächenlichter helfen als Schattenaufheller.

Verschiedene Wege führen zum Bild

Von Smartphone über Webcam bis zur professionellen Videokamera eigene  sich viele Geräte zum Livestream. Wenn man sich langfristig für Livestream entscheidet, kann es sinnvoll sein, dazu auch in etwas hochwertigere und spezialisierte Geräte und Programme zu investieren. Eine Erfahrung von amerikanischen Gemeinden, die viele ihrer Gottesdienste streamen ist auch, dass meist Haupt- oder Ehrenamtliche fehlen, die Kameras bedienen können. Auch bei der Tagung einer Synode, sind wenige bereit, vier Tage an einer Kamera zu stehen, um jede Wortmeldung einer Synode einzufangen. Da muss Technik oft menschliche Ressourcen ersetzen.

Software und Kameras

Das einfachste Setup ist ein Smartphone (mit Stromversorgung!), das auf einem Stativ direkt zum Beispiel mit der YouTubeApp streamt. Schwierig ist aber dabei die parallele und weitere Bearbeitung des Streams sowie des gleichzeitig möglichen Chats.

Gute Erfahrungen haben wir mit Wirecast gemacht. Das Programm, das für Windows und IOS verfügbar ist, schlägt in der Vollversion mit rund 600 Euro zu Buche und bietet nahezu alles für einen gelungenen Livestream. Die kostenlose Soft OBS kann auch viel, setzt aber eine größere Bastelbereitschaft voraus. Für Wirecast gibt es unzählige Videos für alle möglichen Probleme. Die häufige Anwendung in Gottesdiensten greifen Tutorials auch die damit verbundenen Probleme auf. Es gibt in den USA sogar spezielle YouTubeChanel für streamende Gemeinden wie diesen.

Wirecast kann viele Signale verarbeiten und auch die Inhalte von Browserfenstern als „Kameras“ verarbeiten. Wer Videos in den Stream einbinden will, braucht allerdings sehr viel Rechenleistung. Das von uns verwendete HP ZBook kommt regelmäßig an 100 Prozent CPU-Auslastung, wenn im Stream ein Video eingespielt wird. Bisher ist das System aber immer stabil gelaufen.

Der günstigste Weg für Kameras sind Webcams wie die C920 von Logitech. Sie können über USB 3.0 an den Rechner angeschlossen werden. Die Qualität der Webcams erlaubt aber keine Aufnahmen bei schwachem Licht oder großer Entfernung.

Als Videokamera eignet sich alles, was das Signal (clean feed, also ohne Menüeinblendung) über HDMI ausgibt. Wir haben uns für eine Sony NX 100 entschieden, die auch als Kamera für Reportagen gute Dienste leistet. Sie verfügt auch über zwei Buchsen für externen Ton, die im Notfall auch vorhandene Audioquellen einbinden können oder an die sich externe Mikrofone oder Funkstrecken anschließen lassen. Für die Verbindung zu Wirecast wird eine CaptureHardware benötigt. Produkte von BlackMagicDesign sind zwar nicht billig, aber haben sich in der Praxis bewährt. Das einfachste Set wäre ein Laptop mit Wirecast und eine Kamera über ein HDMI-Interface. Wer mehrere Kameras laufen lassen will, besorgt sich dem BlackMagic ATEM Mini, derzeit der gefragteste Bildmischer.

Einen Schritt weiter gehen PTZ –Kameras, die sich auf verschiedene Arten fernsteuern lassen. Sie sind klein und haben bis zu 30-fachen optischen Zoom. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dieser PTZ-Kamera Zoom gemacht und für Totalen einer kleinen Boxkamera, beides von die PTZOptics, die neben anderen von picturetools in Hamburg vertrieben werden. Deren Support ist sehr hilfreich! Der Clou bei einer PTZ –Kamera sind programmierbare Kamerapositionen, die sich über eine Fernbedienung, über Softwaresteuerung oder über ein Kontrollpult mit Joystick abrufen lassen. Für Kirchengemeinden, die Gottesdienste regelmäßig übertragen wollen, könnte es sich lohnen, eine solche Kamera fest in der Kirche zu installieren (Hier ein Video dazu) und die wichtigsten Einstellungen abzuspeichern. Für den Livestream genügt dann ein Mensch, der die Technik bedient.

Ein kleines Set könnte aus einer Webcam und einer PTZ-Kamera bestehen, die in Wirecast direkt angesteuert werden kann. Hier kann sogar jede Kameraposition als „einzelne“ Kamera hinterlegt werden. Wer beim motorgesteuerten Motivwechsel nicht „mitschauen“ will, kann auf eine Totale umschalten.

Wer es noch komfortabler haben will, der kann über die Anschaffung eines eigenständigen Bildmischers nachdenken. Produkte wie der ATEM Television Studio HD können das gemischte Signal an die Streamingsoftware weitergeben und zusätzlich noch an Bildschirme im Vorraum weitergeben. Auch das Audiosignal kann über dieses Gerät gemischt werden.

HDMI als Videostandart kommt bei längeren Kabelwegen dabei schnell an seine Grenzen. Mehr als 10 Meter sind kaum zu machen. Bei USB-Kameras kann mit einem aktiv verstärkten Kabel maximal 20 Meter schaffen. Wer jedoch größere Entfernungen überbrücken muss, kommt an SDI oder dem Stream über Netzwerk nicht vorbei. Wir haben gute Erfahrung damit gemacht, das Videosignal über SDI zu übertragen und für Fernsteuerung und Stromversorgung Ethernet und PowerOverEthernet zu nutzen.

Die Reichweite

Es gehört zu den überraschenden Erfahrungen eines livestreamenden Onliners, dass kaum dass die Kameras abgeschaltet sind erstaunliche viele Menschen wissen wollen, wie viele denn zugesehen hätten. Jesus, der dem einen verirrten Schaf hinterhergeht scheint nicht das Leitbild beim Stream. Abhängig von der verwendeten Plattform sollte man sich auf diese Frage vorbereiten. Dabei ist es hilfreich, auf den meist großen Unterschied der Zahlen der Livezuseher und der Nutzung im Video on demand hinzuweisen. Bei der Tagung der Landessynode haben wir live „nur“ zwischen 40 und 150 Zuseher, innerhalb von 24 Stunden für ein Video dann aber regelmäßig zwischen 500 und 1.000 Views. Jede Sendeminute der in Lindau produzierten 22 ½ Stunden wurde 150 mal angesehen. Das heißt, wichtige Tagesordnungspunkt hatten zwischen 400 und 600 Zuseher.

Der Rückkanal

Livestream ohne einen Rückkanal hieße, nicht alle Möglichkeiten der Technik zu nutzen. Denn wer einen Gottesdienst oder eine Sitzung nicht vor Ort verfolgt, kann ohne Rückkanal nicht mitfeiern oder rückfragen. Bewährt haben sich dabei Social Wall und Livechat.

Eine Social Wall sammelt aus Twitter und Instagram alle Beiträge, die zu einem Hashtag gepostet werden. Posts aus YouTube und Facebook werden eingebunden, wenn die Kanäle als Quelle mit der Wall verbunden wurden. Für die Landessynode haben wir die Wall zu #elkbsynode auf der Homepage der ELKB eingebunden und spielen sie nach Möglichkeit auch auf einem Monitor im Foyer aus. Durch die URL lässt sie sich auch auf jeden Rechner holen. Beim Weltgebetstaggottesdienst war die Wall mit Beamer in der Kirche zu sehen. Anbieter wie walls.io bieten den Softwaredienst zu überschaubaren Tarifen für Events oder monatsweise.

Ein Chat lässt sich in YouTube leicht nutzen, denn das Programm bietet parallel zum Stream auch eine Chatfunktion, die von Usern leicht als Rückkanal genutzt werden kann. Aber auch eigenständige Chatprogramme sind als Rückkanal vorstellbar. Man muss sicher aber im Klaren sein, dass diese Kommunikation weitere Personalressourcen benötigt. Wert ist sie es alle mal!

Internetleitung

Daran scheitern die meisten Livestreams: in der Kirche gibt es kein Internet. Und auch die Anbindung über ein Nachbarhaus ist schwierig. Denn ab 50 Meter Leitungslänge kann es schwierig. Zwar ist es möglich, über WLAN zu streamen. Wenn aber mehrere Nutzer im WLAN sind, kann die Qualität des Streams leiden oder der Stream abbrechen. LAN ist hier zuverlässiger, 1 Mbit/s die Untergrenze für Streams in 720p50. 1080p25 brauchen da gerne mal zwischen bis 5 Mbit/s im Upload. Ein Speedtest am Beginn der Übertagung schafft da Klarheit.

Noch ungetestet von uns: LiveU ist in der Lage, WLAN, LAN und Mobilfunknetze zu einer Übertragungsleitung zusammen bündelt. Klingt ziemlich gut! Aber auch ziemlich teuer.

Streamingdienste

YouTube hat sich mittlerweile gut bewährt. Die Verbindung zwischen wirecast oder OBS und der Streamschnittstelle ist problemlos. Etwas Sorgfalt sollte man auf das hochladbare Thumbnail und den Infotext verwendet. Er stellt Usern schon vor Beginn alle notwendigen Informationen zur Verfügung und erscheint auch, wenn der Link zum Stream auf anderen Plattformen geteilt wird. Livestreams sollte man unbedingt auch über das YouTubeStudio vorplanen

YouTube stellt nach Beendigung des Streams das Material je nach Einstellung als Video zur Verfügung, das auch noch rudimentär bearbeitet werden kann. Mindestens den Vorlauf sollte man da abschneiden, was bei längeren Videos eine beachtliche Rechenzeit verursacht. Während der Bearbeitung ist die alte Fassung zu sehen.

Gut ist auch die Funktion, einzelne Szenen oder die Tagesordnung des entsprechenden Videos mit Zeiten in der Videobeschreibung anzugeben. Wer das Format Stunden:Minuten:Sekunden verwendet, macht die angegebenen Zeiten zu Sprungmarken. Diese lassen sich aber auf Mobilgeräte nicht abrufen.

Multistream … ein Stream auf mehreren Kanälen

Anbieter wie restream erlauben den Stream gleichzeitig auf mehreren Plattformen laufen zu lassen, ohne dass dazu größere Uploadkapazität von Nöten ist. Wir streamen derzeite YouTube, Facebook und Twitter (Periskope). Die Kosten sind mit rund 90 Euro pro Monat überschaubar.

Bauchbinden und Laufpläne

Natürlich genügt es für den Anfang, einen Stream mit gutem Ton und Bild anzubieten. Nachdem aber alle Streamprogramme Einblendungen leicht ermöglichen, sollte man auch diese Informationen zur Verfügung stellen. Bewährt haben sich Angaben zur Veranstaltung und ein Hashtag für die Sozialen Medien am oberen linken Bildrand. Wer will, kann rechts oben auch ein Logo einblenden. Am unteren Bildrand kann man in Bauchbinden weitere Informationen unterbringen: Programmhinweise, Namen gerade gezeigter Personen oder Aufrufe zur Interaktion.

Der redaktionelle Aufwand dafür ist aber nicht zu unterschätzen. Denn was im Stream eingeblendet ist, kann nicht (oder im Video nur mit großem Aufwand) nachträglich verändert werden. Bewährt hat sich hier, die Texte aller Bauchbinden vorzuproduzieren und zum Beispiel in einer Google Dokument bereit zu halten. So können auch andere mitarbeiten. Als Fehlerquelle taugen Bauchbinden aber auch.

Hilfreich ist auch ein Laufplan einer Veranstaltung. Für den Stream eines Gottesdienstes ist er fast unerlässlich. Aus ihm lassen sich Programmhinweise zur Einblendung, die vorkommende Texte oder Inhalte oder beteiligte Akteure unterbringen. Alle Informationen zu Kameraeinstellungen oder zu geplanten Aktionen innerhalb einer Veranstaltung lassen sich hier gut zusammen stellen … während des Streams eine große Hilfe!

Weitere Tipps

Nicht nur die ELKB ist in Sachen Livestream unterwegs. Ich verweise gerne auf meinen lieben Kollegen Wolfgang Loest aus der Lippischen Landeskirche und seinen Blog zum Livestream sowie Lutz Neumeier aus der EKHN mit seinem Blog.

Datenschutz

DSG-EKD

Wider Erwarten ist das Thema Datenschutz beim Livestream ein leichtes. Die Macher des DSGEKD haben mit §53 dem Livestream einen eigenen Paragraphen gewidmet: „Die Aufzeichnung oder Übertragung von Gottesdiensten oder kirchlichen Veranstaltungen ist datenschutzrechtlich zulässig, wenn die Teilnehmenden durch geeignete Maßnahmen über Art und Umfang der Aufzeichnung oder Übertragung informiert werden.“ Viele katholische KollegInnen beneiden uns um diesen Paragraphen, da er im katholischen Datenschutzrecht fehlt.

Gute Formulierungsvorschläge finden sich bei den Kollegen der Hannoverischen Landeskirche. Den Aushang Livestream im Gottesdienst beim Livestream des Eröffnungsgottesdienstes der Synode könnt ihr als Vorlage verwenden.

Sendererlaubnis

Nicht das erste Problem aber doch wichtig. Bei höheren Zuschauerzahlen ist zu beachten: ab 500 Livezusehern wird man zur Sendeanstalt und muss ein Sender-Erlaubnis einholen, die weitere Kosten mit sich bringt. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn der Livestream nicht redaktionell bearbeitet wird, also durch Moderator und vorproduzierte Inhalte aufgewertet wird. Heißt: ein „nur“ gestreamter Gottesdienst macht hier kein Problem.

Corona-Update: Hierzu gibt es aktuell ein Medienanstalten_Infoblatt_Live-Streaming_Corona-Epidemieschutz der Landesmedienanstalten.

Rechtliches

Zu Gema und VG Wort hat mittlerweile der Popularmusikverband die wichtigsten Infos zusammengetragen. Ihr findet sie hier.

Auf der sicheren Seite ist man – daran hat sich nichts geändert – wenn man gemeinfreie Musik verwendet. Weiter ist zu beachten, was die GEMA München freundlicher Weise zu bedenken gegeben hat:

Bitte beachten Sie, dass Sie unabhängig von der Lizenzierung durch die GEMA, weitere gegebenenfalls nötige Rechte direkt bei den Berechtigten einholen müssten. Beispielhaft seien hier das Leistungsschutzrecht (Label) bei der Verwendung von Originalaufnahmen und das Filmherstellungsrecht (i.d.R. Musikverlag) genannt. Zu diesen Rechten können wir leider keine weiterführende Beratung anbieten, da wir diese Rechte nicht wahrnehmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Welche Rechteinhaber an den Werken beteiligt sind, erfahren Sie mit unserer Repertoiresuche unter https://online.gema.de/werke/search.faces Suchen Sie mithilfe der Kriterien Titel + Urheber/Verlag oder der Werknummer. Die Kontaktinformationen werden mit Klick auf die rot hinterlegte Beteiligtenrolle angezeigt.

Soll heißen: nur weil die Sache mit der Gema geklärt ist, könnt ihr nicht alle anderen Rechte nicht klären. Der geniale Musiker, der euren Gottesdienst gestaltet muss nach wie vor der Nutzung seines Werkes zustimmen.

Weiterführende Links

Sehr lesenswert ist der Blog von Wolfgang Loest. Er ist mein Lieblings-Nerd und großartiger Kreativer der Lippischen Landeskirche. Er findet auch meist günstigere Lösungen als ich.

Churchfront ist ein Channel nur für streamende Gemeinden. Jake Gosselin hat große Erfahrungen und hat auch Grundsatzfragen (Warum überhaupt streamen?) im Programm. Technisch arbeitet er viel mit PTZOtptics und Wirecast zusammen.

Zum Schluss

Alle Aussagen dieses Blogpost sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und sind keine verlässlichen Rechtsauskünfte. Verlinkte Produkte sind nur beispielhafte Empfehlungen. Wer nach Fragen hat, nutze bitte die Kommentarfunktion. Viel Erfolg beim Streamen!

Das interaktive Gebet

von James Cathcart, Sanctuary First, vorgestellt auf der #ECIC23 in London,
übersetzt von Christoph Breit

Wir verwenden unser Smartphone als Hilfe zum Gebet

Geh auf deinen Homescreen. Was ist dein Bildschirmhintergrund? Ist es ein Bild eines geliebten Menschen? Eine wundervolle Landschaft? Ein besonderes abstraktes Bild? Vielleicht ist es nur die Farbe blau. Nimm dir einen Augenblick Zeit Gott zu danken für das, was du auf dem Bildschirm siehst. Oder um Gott zu danken, an was es dich erinnert.

Öffne deine KalenderApp. Denke an die kommenden Termine. Denke an die Menschen, die du treffen wirst, deine Freunde, Familie und Kollegen. Vielleicht gibt es Fristen zu beachten, Projekte abzuschließen, Veranstaltungen vorzubereiten. Nimm dir einen Moment Zeit um diese Dinge Gott anzuvertrauen.

Geh zu deinen Kontakten. Scrolle zum Buchstaben C und schau dir den ersten Kontakt dort an. Wenn du keinen Kontakt unter C hast scrolle weiter zum nächsten. Vielleicht ist es jemand, den du gut kennst. Vielleicht kennst du ihn oder sie kaum. Nimm dir Zeit, für diesen Menschen oder diese Organisation zu beten.

Hast du eine NachrichtenApp? Öffne sie. Wenn du keine App für Nachrichten hast kannst du auch in deinem Browser nach Nachrichten suchen. Sieh dir die Schlagzeilen an und finde eine, die dich berührt. Nimm dir einen Moment Zeit, um den ersten Absatz der Meldung zu lesen und nimm sie dann mit in ein Gebet zu Gott.

Nun geh zu deinem Fotospeicher. Überfliege die Bilder bis dir eines ins Auge fällt. Denke an die Person, den Ort, das Objekt auf dem Bild und nimm dir einen Augenblick Zeit, für es, ihn oder sie zu beten oder für das, woran dich das Bild erinnert.

Schau auf die Uhr … und denke daran, wie du deine Zeit verwendest. Was oder wem du viel oder wenig Zeit gibst.

Check den Batteriestatus deines Smartphones. Ist er niedrig? Oder ist der Akku voll geladen? Nimm dir Zeit für die mit niedriger Energie zu beten, für Menschen, die mit Problemen physischer oder psychischer Gesundheit kämpfen.

Hat dein Smartphone eine Taschenlampenfunktion? Mach die Lampe an lass das Licht leuchten. Bete für Gottes Licht an dunklen Orten.

Geh in die Timeline einer Social-Media-Anwendung, wenn du eine hast und denke an die erste Person, die du wahrnimmst. Bete für sie und was sie heute vor sich hat, wo immer sie auch ist.

Gott im Himmel! Wir beten zu dir, in Demut und aus ganzem Herzen. Ermutige uns Technology zu verwenden, um Menschen näher zusammen zu bringen und nicht um sie weiter weg zu stoßen. Ermutige uns, achtsamer zu sein wie wir sie verwenden und führe uns oft zu Orten der Ruhe.

Amen

Digitales Liedblatt – wie geht das?

Fernsehgottesdienste und Gottesdienste im Livestream haben das gemeinsamen Problem, dass die mitfeiernde Gemeinde zu Hause meist kein Gesangbuch hat. Bei Gottesdiensten in der Corona-Pandemie sollten Gesangbücher nicht ausgeteilt werden. Und an Weihnachten bei Gottesdiensten im Freien sind Papier-Liedblätter oft schlecht lesbar. Wie also mitfeiern?

Die Lösung heißt „Digitales Liedblatt“ und ist eigentlich ganz einfach.

  1. Stellen Sie alle Texte und Liedtexte, die die Gemeinde zum Feiern braucht in einer Datei zusammen. Auch neueres Liedgut darf dabei sein (siehe rechlichte Hinweise unten).
  2. Kopieren Sie sich die Texte in einen verlinkbaren Artikel auf ihrer Homepage oder in einen WordPress-Blogpost wie diesen, den sie hier gerade lesen.
  3. Formtieren Sie so, dass es auf allen Geräten gut lesbar ist.
  4. Veröffentlichen Sie den Link zum Liedblatt im Livestream oder in der Videobeschreibung. Oder machen Sie einen Aushang in der Kirche, auf dem der Link auch als QR-Code steht. Ein Beispiel finden sie hier: Aushang Livestream im Gottesdienst

Die aktuellen rechtlichen Hinweise finden Sie bei den Kolleg*innen der EKD. Weitere Tipps in meinem Post „Gottesdienste und Veranstaltungen live streamen“

Und für alle Kritiker*innen: Ja, dann haben alle Leute beim Singen das Handy in der Hand. Und daddeln vielleicht während des Gottesdienstes. Das täten sie aber eh, wenn der Gottesdienst langweilig eh. Mit dem Smartphone kann aber jeder das Liedblatt so hell und so groß wie erwünscht einstellen. Alles nur eine Frage der Gewöhnung …

Was gibt es an digitaler Kirche

Ich bekomme gerade sehr viele Hinweise, was es alles tolles im Netz von #digitalekirche gibt.  Und gleichzeitig viele Anfragen nach Listen und was es gerade neu gibt. Ich schaffe es nicht, diese Fragen zu beantworten und verweise auf die Sammlung der EKD (www.ekd.de/kirche-von-zu-hause-53952.htm) und von evangelisch.de.

Was mir so unterkommt poste ich hier.

Podcast

MIKA
der Podcast der Diakonie Bayern. hier, auf Spotify, Deezer und in den kommenden Tagen auch bei iTunes

Good news from LA
der Podcast mit Nina Lubomierski hier

Rundfunk

Evangelische Morgenfeier
Jeden Sonntag, 10:32 Uhr, Bayern 1:  Danach in der in der Mediathek www.br.de/mediathek/podcast/evangelischemorgenfeier/551

Radiogottesdienst
Jeden zweiten Sonntag ab 10.05, Deutschlandfunk (DLF) Gottesdienst (Informationen unter www.rundfunk.evangelisch.de/kirche-im-radio/) Nächste Termine 22.3. / 5.4. (im Wechsel mit ZDF).

Fernsehen

Fernsehgottesdienst ZDF
Jeden zweiten Sonntag um 9.30 Uhr, ZDF: evangelischer Gottesdienst (www.zdf.fernsehgottesdienst.de). Nächste Termine 29.3. / 12.4. / 26.4. (im Wechsel mit DLF (s.o.)

Fernsehgottesdienste im BR Fernsehen
(Danach in der BR-Mediathek verfügbar)
Wenn wir’s schaffen gibt es hier dazu ein Liedblatt zum Download
Gottesdienst, 22. März um 10.00 Uhr mit Melitta Müller-Hansen
Osternacht 11. April von 22.00-23.00 Uhr aus Bad Reichenhall mit Regionalbischof Christian Kopp.

Privatradio

Wöchentliche Hör-Andachten: http://www.bayern-evangelisch.de/andachten.php. Eine Übersicht über religiöse Beiträge in den bayerischen Privatradios gibt www.sonntagsblatt.de/artikel/medien/aktuelle-radio-und-tv-tipps

Kindergottesdienst / Gute Nacht Geschichten

21. März: Gute Nachtgeschichte (ELKB) auf Soundcloud

22. März: Kindergottesdienst im Livestream (ELWue) 10 Uhr, auch auf YouTube

29. März: Kindergottesdienst für den 29. März als YouTubeVideo auf bayernevangelisch (ELKB)

Instagram

@anja.de.li
Deutschsprachiger Insta-Gottesdienst aus Warschau zum Thema „Freue dich! – In Corona-Zeiten?!“. Bereits am Samstag geht es unter mit einer Einstimmung los. Sonntag, 09.30 Uhr beginnt dann der Gottesdienst.

@pfarrerausplastik
Guter Mann aus Württemberg. Geistliche Impulse in Stories. Mutmacher für jeden Tag

Twitter

morgens (zwischen 6 und 8.30 Uhr): #twaudes, das Morgengebet auf Twitter nach der Tradition der Laudes https://twitter.com/_twaudes (Genaue Uhrzeit wird am Abend davor getwittert)

Twitter

21.00

#twomplet

Das Abendgebet auf Twitter nach der Tradition der Komplet

– Twitter Andachten #Twaudes und #Twomplet
– OnlineKirche der EKM
– Andachts-App
– Kirchenjahr-evangelisch
– BibelAPP
– App XRCS (Hannover)
– Netzwerk yeet (gep)

Tipps zum Livestream von Gottesdiensten

https://kirchedigital.blog/2020/03/11/gottesdienste-und-veranstaltungen-live-streamen
Autor: Christoph Breit, Kirche digital

Karsten Kopjar: Gottesdienst-Live-Streaming kann ganz einfach sein http://medientheologe.de/cms/?p=792

Sonntagsblatt-Artikel: Warum sich Streaming für Gemeinden lohnt – Inklusive Einladung zum Webinar zum Thema am Sonntag-Abend!

Tipps für Online-Andacht auf der Homepage

https://www.netzmarginalien.de/content/tipps-fuer-online-andacht-auf-musterwebsite
Autor: Rainer Liepold, Vernetzte Kirche

Livestreams in anderen Landeskirchen und Ländern

Lippische Landeskirche, Wolfgang Loest: www.kirche.plus
Mittagsandacht aus Wien:

Konfirmandenunterricht

..

Religionsunterricht

Sonderseite von bru-uno.de zu (Berufsschul)-Religionsunterricht in Zeiten von Corona mit vielen guten Tipps (https://bru-uno.de/digitalisierung-im-bru/berufsschulreligionsunterricht-trotz-t-coronavirus/)

Audios von Gottesdiensten und Predigten erstellen

„Predigt des Wortes Gottes ist Wort Gottes“ sagt Martin Luther. Mit Audios kann man mehr Menschen mit einer Predigt oder einem Gottesdienst erreichen. Hier eine Anleitung.

Audio aufnehmen

Nur wenige Kirchen haben eine Tonanlage, die den Mitschnitt ermöglicht. Auch wenn das möglich ist, empfiehlt es sich die Tonqualität einer solchen Anlage zu prüfen. Leichter und im Ergebnis besser sind Audiorecorder, zum Beispiel den Zoom H2n oder H4n. Die Preise dafür sind erträglich. Mit dem H4n lassen sich auch externe Mirkophone anschließen. Wer es dauerhaft und etwas einfacher haben will, nimmt eine Funkstrecke wie die von Rode und nimmt mit dem H4n auf.

Die Geräte nehmen im im MP3- (genügt für Sprache) und WAV-format auf,  ermöglichen auch gute Aufnahmen der Atmosphäre in einem Gottesdienst und kommt im teils Bundle mit wavelab le daher. Natürlich ist auch eine Aufnahme mit einem Smartphone möglich. Die Qualität ist hier aber weniger gut.

Zur Aufnahme empfiehlt sich eine kleine Halterung an der Kanzel oder ein Stativ. Dann anschalten, auf „Aufnahme“ drücken und fertig ist die Datei, die Sie mit einer SD-Karte auf jeden Rechner übertragen können.

Audio Schneiden

Mit dem kostenlosen Programm Audacity (oder mit beim Zoom im Bundle oft enthaltenen wavelab le) importieren Sie die Audio-Datei. Schneiden Sie den Bereich, den Sie ins Netz bringen wollen, mindestens am Anfang und am Ende. Wenn Sie mehr Zeit haben, können Sie auch Huster, Versprecher oder Umbaugerumpel rausschneiden.

Online stellen

Dann auf Soundcloud hochladen. Der Account ist unproblematisch und derzeit bis 180 Minuten kostenlos. Vorteil dieser Plattform: die Daten werden verarbeitet und gepuffert wiedergegeben. Auch auf YouTube lassen sich Audios als Videos mit Standbild hochladen. Der Nachteil ist viel unnötiger Traffic.

Der Link zur Audio-Datei kann dann auf weiteren Plattformen eingebunden werden. Das ist auch der deutliche Vorteil gegenüber dem Einstellen des Audios auf einer Website.

Rechtliches

Achtung, das ist keine Rechtsauskunft sondern nur nach bestem Wissen zusammengestellt: Um das Urheberrecht zu beachten, ist es wichtig, dass Rechteinhaber an Musik und Texten (auch Prediger*innen) der digitalen Veröffentlichung zustimmen. Das sollte ggf. auch schriftlich gemacht werden. GEMA-Gebühren werden von dieser von den Plattformbereibern erhoben. Die AGBs verlangen in der Regel, dass nur Inhalte hochgeladen werden, für die die Rechte eingeholt werden. Wer etwas auf eine Plattform stellt, muss also das Recht dafür haben.

Hier hilft auch, was die Gema hat auf eine Anfrage zum Livestream von Gottesdiensten auf YouTube geantwortet hat:

Für alle Nutzungen, bei denen die Inhalte mit GEMA Werken über YouTube öffentlich zugänglich gemacht werden, rechnen wir die Vergütung derzeit mit dem Betreiber direkt ab. Anmeldung und Lizenzerwerb bei der GEMA durch den Uploader ist nicht erforderlich.

Bitte beachten Sie, dass Sie unabhängig von der Lizenzierung durch die GEMA, weitere gegebenenfalls nötige Rechte direkt bei den Berechtigten einholen müssten. Beispielhaft seien hier das Leistungsschutzrecht (Label) bei der Verwendung von Originalaufnahmen und das Filmherstellungsrecht (i.d.R. Musikverlag) genannt. Zu diesen Rechten können wir leider keine weiterführende Beratung anbieten, da wir diese Rechte nicht wahrnehmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Welche Rechteinhaber an den Werken beteiligt sind, erfahren Sie mit unserer Repertoiresuche unter https://online.gema.de/werke/search.faces Suchen Sie mithilfe der Kriterien Titel + Urheber/Verlag oder der Werknummer. Die Kontaktinformationen werden mit Klick auf die rot hinterlegte Beteiligtenrolle angezeigt.

Die Repertoiresuche ist ein sehr sinnvoller Hinweis. In der Regel dürften bei Musik aber die Kirchenmusiker Bescheid wissen.

Für die Aufnahme von Liedern aus dem Gesangbuch gilt: veröffentlichte Interpretationen (und das ist auch der Gemeindegesang) bedürfen der Einwilligung des Rechteinhabers. Dies entfällt 70 Jahre nach dessen Tod. Bitte beachten Sie dass es oft verschiedene Autoren für Melodie und Text gibt. Das gilt auch für Orgelvorspiele und andere Werke der Literatur. Auch das Orgelspiel oder anderes Musizieren ist mit Urheberrechten versehen. Hier müssen bei einer Aufnahme auch die Musiker*innen dem zustimmen.

Was kostet das an Zeit und Geld

Ca 145 Euro für Recorder, keine laufenden Kosten (außer bei Soundcloud Pro, hier 99 Euro im Jahr), 15 Minuten für Bearbeiten und Upload. Nutzen: Mit wenig Mehraufwand bis 50 Prozent mehr Zuhörer für einen schon vorbereiteten Content.

Gottesdienste und Veranstaltungen live streamen

Grundlage dieses Artikels sind unsere Erfahrungen bei Livestreams, konkret der Livestreams der #elkbsynode in 2016 bis 2019, des #weltgebetstag im März 2019, den wir zum ersten Mal in Deutschland live als Gottesdienst gestreamt haben, des #weltgebetstag im März 2020 und des LiveOnTape Gottesdienstes zum Frauensonntag 2020. Hinzu kommen derzeit viele Beratungen von Gemeinden, die in der Corona-Krise mit dem Livestream beginnen. Wir wollen euch helfen, manche Fehler nicht zu machen und Livestream dort wo er sinnvoll ist anzubieten.

Kurzfassung

Livestream ist die digitale Erweiterung des Kirchenraums. Er ermöglicht Menschen das Mitfeiern mit der Technik, die sie zu hause oder dabei haben. Das einfachste Setup ist: Nimm ein Smartphone. Sorge für guten Ton. Informiere die Gemeinde. Leg auf YouTube los (Update: YouTube hat seine Einstellungen geändert. Wer aus der App streamen will, braucht mindestens 1000 Follower auf dem Kanal. Über Laptop und Software gilt die Beschränkung nicht).

Und mit Wasser im Wein: hast du kein gutes Internet in der Kirche und eine technik-kritische Gemeinde, die auf jeden Fall nicht im Bild sein will … Lass es! (Wer nichts zu sagen hat, sollte es übrigens auch lassen.)

Update: viele fragen nach rechtlichen Rahmenbedingungen. Der Abschnitt dazu (s.u.) wird laufend aktualisiert.

Aktuell: die zehn schlimmsten Fehler

Viele Gemeinden streamen gerade ihre Gottesdienste oder planen es in der Karwoche und zu Ostern. Nachdem ich viele Videos mir ansehe hier die häufigsten Fehler:

Schlechter Ton

Wenn sie mit einem Handy filmen, ist alles ab zwei Meter Abstand ohne zusätzliche Mikrophone sinnlos. Es gibt auch für Handy Mikros zum Anstecken mit langem Kabel. Oder zeichnen Sie den Ton separat auf und fügen Sie ihn im Schnitt hinzu.

Depressive Grundhaltung

Ja, die Lage ist ernst und die Krise fordert einiges. Aber beginnen Sie doch nicht damit. Wir verkünden die frohe Botschaft. Wenn Sie das nicht können, lassen Sie’s!

Keine Gemeinde da

Das ist ein ähnliches Problem wie der lamoryante Ton. Doch warum darüber klagen. Jetzt sind halt noch weniger da als sonst. Aber viele an Smartphones und Laptops. Freuen Sie sich und gehen Sie kreativ damit um. Und ja, man kann auch mal die leere Kirche und Aufnahmesituation zeigen.

Nur eine Einstellung

Pfarrer oder Pfarrerin am Altar ist nicht das einzige, was sie zeigen können. Lesen Sie vom Ambo aber predigen Sie doch mal in der Bank. Oder am Ausgang, bei der Orgel, am Taufstein … entdecken Sie ihre Kirche neu.

Keine Kommunikation

Gerade jetzt brauchen die Menschen das Gespräch. Wieso streamt jede Gemeinde einzeln? Besser ist es, wären Stream oder Videopremiere auch ein Telefon in der Kirche anzubieten, an dem auch jemand sitzt. Oder einen Chat auf YouTube. Oder man erreicht Sie über Messenger.

Vergessene Zielgruppe

„Alte Menschen haben kein Internet“ höre ich oft. Ja, dann bringen Sie es halt hin. Den Gottesdienst auf älteren Tablets speichern und vorbeibringen. Oder als Audio verteilen. Es mangelt in Deutschland nicht an elektronischen Geräten.

Keine Werbung gemacht

Auf YouTube lässt sich ein Video vorab einstellen und als Premiere planen. Dieser Link lässt sich vorab schon bekannt geben. In „Evangelische Termine“ gibt es den Kanal „digitales Angebot“ der ab PalmMontag auch EKD-weit ausgespielt wird. Auch ein Video-Post ist ein Termin.

Kein kritischer Blick

Das Beffchen ist (erstaunlich oft) schief, die Kirche schlecht ausgeleuchtet, die Frisur ist ungepflegter als nötig … lassen Sie doch andere Menschen kritisch draufsehen. Die meisten Fehler entdeckt man schnell. Auch ein Spiegel hilft.

Keine Relevanz

Überlegen Sie, warum Menschen das, was Sie machen sehen sollten und was die eine Botschaft ist, die diesen Menschen heute glücklicher macht. Wenn Sie das nicht beantworten können, lassen Sie das mit dem Video.

10. und letztens:

freuen Sie sich über Erfolge und lassen Sie das auch andere spüren.

Und jetzt zum eigentlichen und ausführlichen Blogpost:

Sinn und Zweck eines Livestreams

Video wächst, und mit ihm auch der Livestream. Die technischen Hürden sind genommen, das Equipment ist vergleichsweise günstig. Oft genügt schon ein Smartphone, um einen recht ordentlichen Stream ins Netz zu schicken. Was liegt näher als der Wunsch vieler Kirchengemeinden, ihre Gottesdienste live zu streamen, um – so oft die Formulierung in entsprechenden Anfragen – „mehr Menschen zu erreichen“. Leitbild ist der „tolle Gottesdienst vor Ort“, der via Internet mehr Menschen erreichen soll mit dem heimlichen Ziel, mehr Menschen in die Kirche zu locken. Ein anderer Grund ist oft, man wolle den Livestream anbieten für die, die nicht kommen können. Also Kranke, Ältere oder Menschen, die eben sonstwie verhindert sind, in die heiligen Hallen einer Kirche zu kommen.

Nach meiner Überzeugung greift dieses Denken zu kurz und bevormundet Menschen. Wieso soll ein gestreamter Gottesdienst nicht einfach so angeboten werden, wenn er sich für das Mitfeiern im Internet eignet (Dazu später mehr)? Denn Livestream ist zuerst einmal die Beseitigung der räumlichen Einschränkung eines Kirchengebäudes: du kannst teilnehmen, ohne den Ort aufzusuchen und ohne vielleicht keinen Platz zu finden. Die digitale Erweiterung eines Geschehens vor Ort ins Netz. Dahinter einen Zweck zu verstecken, hilft nicht.

Anders ist bei den Übertragungen der Landessynode. Hier ist der Livestream Folge und Ausdruck der Öffentlichkeit. Das Kirchenparlament tagt öffentlich und tut dies an wechselnden Orten in Bayern, um keine Region Bayerns zu vernachlässigen. Die wenigsten Menschen haben dabei die Zeit, von den immer vorhandenen Zuschauerplätzen die Beratungen mit zu verfolgen. Das gilt auch für Journalisten, die selten von Montag bis Donnerstag nach Lindau, Berchtesgaden oder Bayreuth reisen können, um über die Landessynode zu berichten. Selbst wenn sie es wollen. Die grundsätzliche Öffentlichkeit dieser Veranstaltung bedingt fast schon einen Livestream.

Livestream ist also die Herstellung räumlicher und – wenn er als video on demand angeboten wird – zeitlicher Unabhängigkeit bei großer Skalierbarkeit. Wann und wo 5 oder 5000 Menschen zuschauen, ist im Livestream unwichtig. Über 5000 sollte man dann über eine Sendererlaubnis nachdenken.

Gottesdienste als inszeniertes Geschehen.

Sind Livestreams von Tagungen wie der Landessynode meist abgefilmtes Geschehen, braucht es bei Gottesdiensten ein gewisses Maß an Inszenierung, wenn sie online mitgefeiert werden sollen. Dabei sollte man vorher gut überlegen, wie welche Inhalte für User im Stream wie präsentiert werden. Lieder brauchen den Text zum Mitsingen online verfügbar, entweder als Downloadangebot oder eingeblendet. Bei Gebeten sollte man vorher überlegen, was man als Bild zeigt, denn betende Gottesdienstteilnehmer sollten nicht gezeigt werden. Wir den Teilnehmern im Netz zum Beispiel bei Fürbitten oder der Predigt eine Beteiligungsmöglichkeit angeboten, sollten hereinkommende Inhalte sowohl für LiturgInnen oder PredigerInnen wie auch für das StreamBild aufbereitet werden. Das erfordert eine kleine Redaktion.

Wer zum ersten mal einen Gottesdienst streamt, sollte auch an die Möglichkeit einer heißen Probe denken. Ein Durchlauf unter Livebedingungen erhöht die Qualität des Livestreams beträchtlich.

Die wichigsten liturgischen und inhaltlichen Überlegungen hat für diesen Blog die ELKB-Rundfunkbeauftragte Melitta Müller-Hansen so zusammen gefasst.

  1. Gestreamte Gottesdienste bedienen sicher das Bedürfnis der sogenannten Kerngemeinde, die in ihrer Kirche mit ihrer/m Pfarrer*in Gottesdienst feiert und die auch so begrüßt werden wollen: „Wir treffen uns in unserem vertrauten Kirchenraum und wissen uns verbunden …“ etc
  2. Deswegen wäre es wichtig, den Menschen diesen Raum zu zeigen, wenn Kameratechnisch möglich, meditativ zu verweilen auf Fenstern, Bildern, Kreuz …
  3. Liturgisch Handelnde in halbnahen Einstellungen zeigen, zu nah bewirkt das Gegenteil, dass man wieder auf Abstand gehen will. Anders in der Predigt, wenn erzählt, argumentiert wird: da will man Gesicht sehen.
  4. Rückgriff auf Psalmen, auf klassische Texte, die tragen, scheint mir wichtig in der Konzeption
  5. Fürbittengebet braucht Kerzen
  6. Beim Beten Hände zeigen,  auf Kerzen zoomen, auf Kreuz, Bilder, die das Gebet ikonografisch unterstützen.

Was braucht man also für einen Livestream?

Eine motivierte Gemeinde

Auch wenn rechtlich (siehe unten) die Lage klar ist, ein Livestream betrifft auch eine Gemeinde. Wenn nach dem Gottesdienst besorgte Gottesdienstbesucher*innen kommen und sagen, sie wollen fei nicht im Internet gesehen werden, habt ihr ein Problem. Und wir sind so evangelisch, dass der Verweis auf die Rechtslage nichts hilft.

Nach unseren Erfahrungen ist auch die jeweile Einschätzung der vorhandenen Technik falsch. „Wir haben eine gute Anlage in der Kirche“ heißt noch nicht, dass sie funktioniert und man daraus den Ton für den Stream abnehmen kann. Jede sorgfältige Klärung hilft da, auch die Absprachen schriftlich fest zu halten.

Der gute Ton

Es mag überraschen, dass an erster Stelle nicht Bild sondern Ton stehen. Auch geringe Auflösungen wie 720p oder gar 480p sind zu ertragen, wenn der Ton passt. Es hat sich bewährt, für den Livestream den Ton dabei selbst abzumischen. Auch wenn in Kirchen oder Tagungsorten meist ein Audiosignal zur Verfügung steht, ist die Lautstärke der Redenden so unterschiedlich, dass ein Mischer wie zum Beispiel dieser gut angelegtes Geld ist. Für größere Sets und viele Akteure haben wir auch mit größeren Mischern gute Erfahrungen gemacht. Denn Livestreamplattformen können mit unterschiedlichen Lautstärken nur schlecht umgehen. Ein eingebauter Kompressor und Limiter ist ebenfalls hilfreich. Phantomspeisung erspart viele Netzkabel.

Wenn im Raum gesungen wird, fangen ein oder zwei Saalmikrofone die Stimmung gut ein. Instrumente sollten, wenn sie nicht in der AudioSumme eingebunden sind, direkt abgenommen werden. DI-Boxen beseitigen lästiges Netzbrummen. Wer das Geschehen live kommentieren will, sollte bei der Anschaffung eines Kopfhörers zum Abmischen gleich über ein Headset nachdenken, das Kopfhörer und Mikrofon vereint. Generell sind die Anschaffungen im Bereich Ton weniger kostenintensiv und bringen viel.

Der fertig gemischte Ton wird dann dem Stream hinzugefügt. Bei der Übertragung via Smartphone mit Interfaces wie die von IRig, bei aufwändigeren Streams über USB oder eine XLR-Steckerverbindung in die jeweilige Hardware. Es hilft, den rausgehenden Ton auch immer wieder einmal während des Streams zu kontrollieren.

Verschiedene Wege führen zum Bild

Von Smartphone über Webcam bis zur professionellen Videokamera eigene  sich viele Geräte zum Livestream. Wenn man sich langfristig für Livestream entscheidet, kann es sinnvoll sein, dazu auch in etwas hochwertigere und spezialisierte Geräte und Programme zu investieren. Eine Erfahrung von amerikanischen Gemeinden, die viele ihrer Gottesdienste streamen ist auch, dass meist Haupt- oder Ehrenamtliche fehlen, die Kameras bedienen können. Auch bei der Tagung einer Synode, sind wenige bereit, vier Tage an einer Kamera zu stehen, um jede Wortmeldung einer Synode einzufangen. Da muss Technik oft menschliche Ressourcen ersetzen.

Software und Kameras

Das einfachste Setup ist ein Smartphone (mit Stromversorgung!), das auf einem Stativ direkt zum Beispiel mit der YouTubeApp streamt. Schwierig ist aber dabei die parallele und weitere Bearbeitung des Streams sowie des gleichzeitig möglichen Chats.

Gute Erfahrungen haben wir mit Wirecast gemacht. Das Programm, das für Windows und IOS verfügbar ist, schlägt in der Vollversion mit rund 600 Euro zu Buche und bietet nahezu alles für einen gelungenen Livestream. Die kostenlose Soft OBS kann auch viel, setzt aber eine größere Bastelbereitschaft voraus. Für Wirecast gibt es unzählige Videos für alle möglichen Probleme. Die häufige Anwendung in Gottesdiensten greifen Tutorials auch die damit verbundenen Probleme auf. Es gibt in den USA sogar spezielle YouTubeChanel für streamende Gemeinden wie diesen.

Wirecast kann viele Signale verarbeiten und auch die Inhalte von Browserfenstern als „Kameras“ verarbeiten. Wer Videos in den Stream einbinden will, braucht allerdings sehr viel Rechenleistung. Das von uns verwendete HP ZBook kommt regelmäßig an 100 Prozent CPU-Auslastung, wenn im Stream ein Video eingespielt wird. Bisher ist das System aber immer stabil gelaufen.

Der günstigste Weg für Kameras sind Webcams wie die C920 von Logitech. Sie können über USB 3.0 an den Rechner angeschlossen werden. Manchmal gibt es aber dann Probleme mit der Kapazität des USB-Busses. Wir haben bei den ersten Synode zwei dieser Kamera mit einer über Thunderbold angeschlossenen Videokamera laufen lassen und hatten mit drei Videoquellen genug Blickwinkel, um das Geschehen im Saal abzubilden. Die Qualität der Webcams hatten allerdings bei schwachem Licht ihre Probleme.

Als Videokamera eignet sich alles, was das Signal über HDMI ausgibt. Wir haben uns für eine Sony NX 100 entschieden, die auch als Kamera für Reportagen gute Dienste leistet. Sie verfügt auch über zwei Buchsen für externen Ton, die im Notfall auch vorhandene Audioquellen einbinden können oder an die sich externe Mikrofone oder Funkstrecken anschließen lassen. Für die Verbindung zu Wirecast wird eine CaptureHardware benötigt. Produkte von BlackMagicDesign sind zwar nicht billig, aber haben sich in der Praxis bewährt. Das einfachste Set wäre ein Laptop mit Wirecast und eine Kamera über ein HDMI-Interface.

Einen Schritt weiter gehen PTZ –Kameras, die sich auf verschiedene Arten fernsteuern lassen. Sie sind klein und haben bis zu 30-fachen optischen Zoom. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dieser PTZ-Kamera Zoom gemacht und für Totalen einer kleinen Boxkamera, beides von die PTZOptics, die neben anderen von picturetools in Hamburg vertrieben werden. Deren Support ist sehr hilfreich! Der Clou bei einer PTZ –Kamera sind programmierbare Kamerapositionen, die sich über eine Fernbedienung, über Softwaresteuerung oder über ein Kontrollpult mit Joystick abrufen lassen. Für Kirchengemeinden, die Gottesdienste regelmäßig übertragen wollen, könnte es sich lohnen, eine solche Kamera fest in der Kirche zu installieren (Hier ein Video dazu) und die wichtigsten Einstellungen abzuspeichern. Für den Livestream genügt dann ein Mensch, der die Technik bedient.

Ein kleines Set könnte aus einer Webcam und einer PTZ-Kamera bestehen, die in Wirecast direkt angesteuert werden kann. Hier kann sogar jede Kameraposition als „einzelne“ Kamera hinterlegt werden. Wer beim motorgesteuerten Motivwechsel nicht „mitschauen“ will, kann auf eine Totale umschalten.

Wer es noch komfortabler haben will, der kann über die Anschaffung eines eigenständigen Bildmischers nachdenken. Produkte wie der ATEM Television Studio HD können das gemischte Signal an die Streamingsoftware weitergeben und zusätzlich noch an Bildschirme im Vorraum weitergeben. Auch das Audiosignal kann über dieses Gerät gemischt werden.

HDMI als Videostandart kommt bei längeren Kabelwegen dabei schnell an seine Grenzen. Mehr als 10 Meter sind kaum zu machen. Bei USB-Kameras kann mit einem aktiv verstärkten Kabel maximal 20 Meter schaffen. Wer jedoch größere Entfernungen überbrücken muss, kommt an SDI oder dem Stream über Netzwerk nicht vorbei. Wir haben gute Erfahrung damit gemacht, das Videosignal über SDI zu übertragen und für Fernsteuerung und Stromversorgung Ethernet und PowerOverEthernet zu nutzen.

Die Reichweite

Es gehört zu den überraschenden Erfahrungen eines livestreamenden Onliners, dass kaum dass die Kameras abgeschaltet sind erstaunliche viele Menschen wissen wollen, wie viele denn zugesehen hätten. Jesus, der dem einen verirrten Schaf hinterhergeht scheint nicht das Leitbild beim Stream. Abhängig von der verwendeten Plattform sollte man sich auf diese Frage vorbereiten. Dabei ist es hilfreich, auf den meist großen Unterschied der Zahlen der Livezuseher und der Nutzung im Video on demand hinzuweisen. Bei der Tagung der Landessynode haben wir live „nur“ zwischen 40 und 150 Zuseher, innerhalb von 24 Stunden für ein Video dann aber regelmäßig zwischen 500 und 1.000 Views. Jede Sendeminute der in Lindau produzierten 22 ½ Stunden wurde 150 mal angesehen. Das heißt, wichtige Tagesordnungspunkt hatten zwischen 400 und 600 Zuseher.

Der Rückkanal

Livestream ohne einen Rückkanal hieße, nicht alle Möglichkeiten der Technik zu nutzen. Denn wer einen Gottesdienst oder eine Sitzung nicht vor Ort verfolgt, kann ohne Rückkanal nicht mitfeiern oder rückfragen. Bewährt haben sich dabei Social Wall und Livechat.

Eine Social Wall sammelt aus Twitter und Instagram alle Beiträge, die zu einem Hashtag gepostet werden. Posts aus YouTube und Facebook werden eingebunden, wenn die Kanäle als Quelle mit der Wall verbunden wurden. Für die Landessynode haben wir die Wall zu #elkbsynode auf der Homepage der ELKB eingebunden und spielen sie nach Möglichkeit auch auf einem Monitor im Foyer aus. Durch die URL lässt sie sich auch auf jeden Rechner holen. Beim Weltgebetstaggottesdienst war die Wall mit Beamer in der Kirche zu sehen. Anbieter wie walls.io bieten den Softwaredienst zu überschaubaren Tarifen für Events oder monatsweise.

Ein Chat lässt sich in YouTube leicht nutzen, denn das Programm bietet parallel zum Stream auch eine Chatfunktion, die von Usern leicht als Rückkanal genutzt werden kann. Aber auch eigenständige Chatprogramme sind als Rückkanal vorstellbar. Man muss sicher aber im Klaren sein, dass diese Kommunikation weitere Personalressourcen benötigt. Wert ist sie es alle mal!

Internetleitung

Daran scheitern die meisten Livestreams: in der Kirche gibt es kein Internet. Und auch die Anbindung über ein Nachbarhaus ist schwierig. Denn ab 50 Meter Leitungslänge kann es schwierig. Zwar ist es möglich, über WLAN zu streamen. Wenn aber mehrere Nutzer im WLAN sind, kann die Qualität des Streams leiden oder der Stream abbrechen. LAN ist hier zuverlässiger, 1 Mbit/s die Untergrenze für Streams in 720p50. 1080p25 brauchen da gerne mal zwischen bis 5 Mbit/s im Upload. Ein Speedtest am Beginn der Übertagung schafft da Klarheit. Noch ungetestet von uns ist ein Tipp von Sammy Wintersohl: LiveU ist in der Lage, WLAN, LAN und Mobilfunknetze zu einer Übertragungsleitung zusammen bündelt. Klingt ziemlich gut! Aber auch ziemlich teuer.

Streamingdienste

Am Anfang des Synodenstreams haben wir Bambuser als Dienstleister genutzt. Dieser schwedische Anbieter hatte unter anderem beim „arabischen Frühling“ dafür gesorgt, dass Menschen live von verschiedenen Orten der Welt berichten konnten. Guter Support und gute Performance zeichneten ihn aus. Zwischenzeitlich hatte Bambuser seinen Dienst eingestellt, da Anbieter wie YouTube Livestream kostenlos anbietet. Jetzt ist Bambuser wieder da, aber wir nicht mehr dort.

YouTube hat sich mittlerweile gut bewährt. Die Verbindung zwischen wirecast und der Streamschnittstelle ist problemlos. Etwas Sorgfalt sollte man auf das hochladbare Thumbnail und den Infotext verwendet. Er stellt Usern schon vor Beginn alle notwendigen Informationen zur Verfügung und erscheint auch, wenn der Link zum Stream auf anderen Plattformen geteilt wird. YouTube stellt nach Beendigung des Streams das Material je nach Einstellung als Video zur Verfügung, das auch noch rudimentär bearbeitet werden kann. Mindestens den Vorlauf sollte man da abschneiden, was bei längeren Videos eine beachtliche Rechenzeit verursacht. Bei einem nachträglich verkürzten vier-Stunden-Video braucht YouTube bis zu sechs Stunden, um die neue Fassung in der Videosammlung zur Verfügung zu stellen. So lange ist die alte Fassung zu sehen.

Gut ist auch die Funktion, einzelne Szenen oder die Tagesordnung des entsprechenden Videos mit Zeiten in der Videobeschreibung anzugeben. Wer das Format Stunden:Minuten:Sekunden verwendet, macht die angegebenen Zeiten zu Sprungmarken. Diese lassen sich aber auf Mobilgeräte nicht abrufen.

Multistream … ein Stream auf mehreren Kanälen

Recht neu auf dem Markt sind Anbieter wie restream. Sie erlauben den Stream gleichzeitig auf mehreren Plattformen laufen zu lassen, ohne dass dazu größere Uploadkapazität von Nöten ist. Auch wirecast könnte ja zwei Streams gleichzeitig senden, bräuchte dann aber auch doppelte Netzkapazität. Auf der Synode in Lindau 2019 haben wir erstmals auf YouTube und Facebook gestreamt und die Reichweite damit verdoppelt, in Bayreuth 2019 haben wir neben YouTube und Facebook auch Twitter (Periskope) bespielt und hatten wiederum eine Reichweitensteigerung. Die Kosten sind mit rund 90 Euro pro Monat überschaubar.

Bauchbinden und Laufpläne

Natürlich genügt es für den Anfang, einen Stream mit gutem Ton und Bild anzubieten. Nachdem aber alle Streamprogramme Einblendungen leicht ermöglichen, sollte man auch diese Informationen zur Verfügung stellen. Bewährt haben sich Angaben zur Veranstaltung und ein Hashtag für die Sozialen Medien am oberen linken Bildrand. Wer will, kann rechts oben auch ein Logo einblenden. Am unteren Bildrand kann man in Bauchbinden weitere Informationen unterbringen: Programmhinweise, Namen gerade gezeigter Personen oder Aufrufe zur Interaktion.

Der redaktionelle Aufwand dafür ist aber nicht zu unterschätzen. Denn was im Stream eingeblendet ist, kann nicht (oder im Video nur mit großem Aufwand) nachträglich verändert werden. Bewährt hat sich hier, die Texte aller Bauchbinden vorzuproduzieren und zum Beispiel in einer Google Dokument bereit zu halten. So können auch andere mitarbeiten. Als Fehlerquelle taugen Bauchbinden aber auch.

Hilfreich ist auch ein Laufplan einer Veranstaltung. Für den Stream eines Gottesdienstes ist er fast unerlässlich. Aus ihm lassen sich Programmhinweise zur Einblendung, die vorkommende Texte oder Inhalte oder beteiligte Akteure unterbringen. Alle Informationen zu Kameraeinstellungen oder zu geplanten Aktionen innerhalb einer Veranstaltung lassen sich hier gut zusammen stellen … während des Streams eine große Hilfe!

Weitere Tipps

Nicht nur die ELKB ist in Sachen Livestream unterwegs. Ich verweise gerne auf meinen lieben Kollegen Wolfgang Loest aus der Lippischen Landeskirche und seinen Blog zum Livestream sowie Lutz Neumeier aus der EKHN mit seinem Blog.

Datenschutz

DSG-EKD

Wider Erwarten ist das Thema Datenschutz beim Livestream ein leichtes. Die Macher des DSGEKD haben mit §53 dem Livestream einen eigenen Paragraphen gewidmet: „Die Aufzeichnung oder Übertragung von Gottesdiensten oder kirchlichen Veranstaltungen ist datenschutzrechtlich zulässig, wenn die Teilnehmenden durch geeignete Maßnahmen über Art und Umfang der Aufzeichnung oder Übertragung informiert werden.“ Viele katholische KollegInnen beneiden uns um diesen Paragraphen, da er im katholischen Datenschutzrecht fehlt.

Gute Formulierungsvorschläge finden sich bei den Kollegen der Hannoverischen Landeskirche. Den Aushang Livestream im Gottesdienst beim Livestream des Eröffnungsgottesdienstes der Synode könnt ihr als Vorlage verwenden.

Sendererlaubnis

Nicht das erste Problem aber doch wichtig. Bei höheren Zuschauerzahlen ist zu beachten: ab 500 Livezusehern wird man zur Sendeanstalt und muss ein Sender-Erlaubnis einholen, die weitere Kosten mit sich bringt. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn der Livestream nicht redaktionell bearbeitet wird, also durch Moderator und vorproduzierte Inhalte aufgewertet wird. Heißt: ein „nur“ gestreamter Gottesdienst macht hier kein Problem.

Corona-Update: Hierzu gibt es aktuell ein Medienanstalten_Infoblatt_Live-Streaming_Corona-Epidemieschutz der Landesmedienanstalten.

Rechtliches

Zu Gema und VG Wort hat mittlerweile der Popularmusikverband die wichtigsten Infos zusammengetragen. Ihr findet sie hier.

Auf der sicheren Seite ist man – daran hat sich nichts geändert – wenn man gemeinfreie Musik verwendet. Weiter ist zu beachten, was die GEMA München freundlicher Weise zu bedenken gegeben hat:

Bitte beachten Sie, dass Sie unabhängig von der Lizenzierung durch die GEMA, weitere gegebenenfalls nötige Rechte direkt bei den Berechtigten einholen müssten. Beispielhaft seien hier das Leistungsschutzrecht (Label) bei der Verwendung von Originalaufnahmen und das Filmherstellungsrecht (i.d.R. Musikverlag) genannt. Zu diesen Rechten können wir leider keine weiterführende Beratung anbieten, da wir diese Rechte nicht wahrnehmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Welche Rechteinhaber an den Werken beteiligt sind, erfahren Sie mit unserer Repertoiresuche unter https://online.gema.de/werke/search.faces Suchen Sie mithilfe der Kriterien Titel + Urheber/Verlag oder der Werknummer. Die Kontaktinformationen werden mit Klick auf die rot hinterlegte Beteiligtenrolle angezeigt.

Soll heißen: nur weil die Sache mit der Gema geklärt ist, könnt ihr nicht alle anderen Rechte nicht klären. Der geniale Musiker, der euren Gottesdienst gestaltet muss nach wie vor der Nutzung seines Werkes zustimmen.

Weiterführende Links

Sehr lesenswert ist der Blog von Wolfgang Loest. Er ist mein Lieblings-Nerd und großartiger Kreativer der Lippischen Landeskirche. Er findet auch meist günstigere Lösungen als ich.

Churchfront ist ein Channel nur für streamende Gemeinden. Jake Gosselin hat große Erfahrungen und hat auch Grundsatzfragen (Warum überhaupt streamen?) im Programm. Technisch arbeitet er viel mit PTZOtptics und Wirecast zusammen.

Zum Schluss

Alle Aussagen dieses Blogpost sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und sind keine verlässlichen Rechtsauskünfte. Verlinkte Produkte sind nur beispielhafte Empfehlungen. Wer nach Fragen hat, nutze bitte die Kommentarfunktion. Viel Erfolg beim Streamen!

#netzDienstag – unsere Tipps im Netz

Immer wieder stoßen wir auf interessante Podcasts, Insta-Profile oder Twitterer. Oder es gibt neue Tools und Anwendungen für die Gemeinde oder den Alltag im Glauben. In unserer neuen Rubrik #netzDienstag wollen wir euch diese Tipps weiter geben. Alle findet ihr hier gelistet. Und wenn ihr Tipps für uns habt für dieses Rubrik, dann gerne her damit!

YouTube

@theresaliebt
(11.2.20) Vor gut einem Jahr ging Sie mit ihrem YouTubeChannel online. Zuvor war sie schon einige Jahre (und ist sie immer noch) erfolgreich auf Instagram, Twitter und Facebook unterwegs: Theresa Brückner, im Netz als @theresaliebt. Die Berliner Pfarrerin arbeitet mittlerweile zur Hälfte als „Pfarrerin im digitalen Raum“ und zur anderen in der Gemeinde Berlin-Tempelhof. Ihre Videos sind hochprofessionell und wirklich gut. Authentisch, mal fröhlich, mal nachdenklich, klar, liberal, liebevoll … Theresa ist derzeit das Aushängeschild für #digitaleKirche. Folgt @theresaliebt! Wir lieben sie auch!

@AndersAmen
(25.2.20) Steffi und Ellen Radtke sind miteinander verheiratet und leben im Pfarrhaus in Eime in Niedersachsen. Vor einem Monat haben sie ihr YouTube-Format „Anders Amen“ gestartet und zeigen, wie gut die Verbindung „queer und Kirche und Dorf“ funktioniert. Das tun sie sehr direkt und sehr persönlich. Wie zum Beispiel ein Spießersonntag läuft oder wie sie als Paar schwanger werden. Ihr Erfolg spricht für sich. Über 4000 Abonnementen in einem Montag sind schon ne Nummer! Chapeau!

Instagram

@leuchtenlassen
(18.2.20) Was möchten Sie als Regionalbischof in den Sozialen Medien zeigen? haben wir Christian Kopp gefragt. Seine Antwort: „Ich möchte das viele gute und schöne in meinem Kirchenkreis leuchten lassen“. Seit seiner Einführung am 9. Februar ist der Münchner Regionalbischof deswegen als @leuchtenlassen auf Instagram. Bisher nur mit vier Posts, aber da kommen sicher noch einige nach. Und ihr könnt so auch mal die Anfänge eines Kanals miterleben. Unser Tipp für heute!

Twitter

@PastoraCara
(4.2.20) Sie steht bei #digitaleKirche für „Glitzer und digitaler Style“: Carola Scherf, derzeit noch Pastorin in Lübeck und auf Twitter unterwegs als @PastoraCara. Wer ihr folgt, bekommt nicht nur jede Menge Impulse, wie man kirchliche Inhalte unverstaubt und frisch rüber bringt. Carola sorgt auch jeden Morgen für Ermutigung und Segen und trifft ganz oft mit ihrem Tweet am Morgen den richtigen Ton. Ein echtes Highlight, zu dem mit carola-scherf.de auch ein sehr sehr lesenwerter Blog gehört. Und wer noch nicht bei Twitter ist … allein hierfür lohnt es sich!

podcasts

Offenbart
(28.1.20) Der Bibelpodcast: „Offenbart“ bezeichnet sich als „der bärtigste Bibelcast im Web“. Simon und Lukas diskutieren darauf die Bibel – in kleinen Dosen. Denn nicht immer muss es ums große ganze gehen. Auf die Frage warum sie das machen, sagen sie: „Weil wir Bock darauf haben. Und weil Gott schon einmal durch Esel gesprochen hat.“ Damit seid ihr schon mitten drin, denn die bisher erschienenen 115 Folgen sich super lässig und direkt, mit unverkennbar nördlichem Einschlag … Lukas ist Vikar in der Nordkirche. Und Simon ist ein genialer Gesprächspartner. Ein echter Hörtipp!

Zu finden ist „Offenbart“ bei ITunes, YouTube, Spotify und unter offenbartcast.de auch als RSS-Feed.

The Preacher and The Teacher
Wie tickt ein Pfarrer und was denkt eine Lehrerin? Im Podcast thepreacher_and_theteacher erzählen euch das Steve und Anki. Das ganze tun sie – so ihre Selbstbeschreibung – charmant mit Humor und Tiefgang. Wir sagen: Anhören! Und wer Fragen hat, kann sie auf der zugehörigen Insta-Seite stellen. Zu finden auf Anchor, Spotify & Co.