Was Digitalisierung in der Kirche heißen kann

Es fällt schwer, auf Andreas Mertin und seinen Artikel „Was ‚Digitalisierung‘ in der Kirche nicht heißen kann“ [1] und den nachgeworfenen „Fehdehandschuh“[2] zu antworten. Er zwingt dazu, sich rechtfertigen zu müssen. Theologische Beweise werden eingefordert. Wer so auftritt, will Recht haben. Und wird unterstützt durch eine Schriftleitung, die im Korrespondenzblatt 40.000 Zeichen für Digitalisierungskritik freihält und einer Antwort 5000 Zeichen zugesteht. Was aber heißt Digitalisierung in der Kirche?

Wer dieses Thema reitet, kann auf zwei Seiten vom Pferd fallen. Die einen meinen, man könne sich zur Digitalisierung verhalten, könne und müsse also entscheiden, ob man da mitmacht oder eben nicht. Da ist dann das Persönliche das einzig wahre und wird allein entscheidend: „Gibt es eine Begegnung mit Gott in der Person Jesu Christi? Dann ist die Frage der räumlichen Gestaltung und des Kontextes sekundär. Gibt es diese personale Begegnung nicht, ist alles hinfällig?“ Spannend ist hier die Engführung: Ich kann Gott in der Person Jesu Christi auch im Netz begegnen. Wenn aber nur personale Begegnungen zählen, dann lasst uns Telekommunikation, Medienarbeit und alle moderne Technik abschaffen. Kirche ist dann nur da, wo zwei oder drei … .

Aber auch die andere Seite ist sehr attraktiv, um vom Pferd zu fallen: Digitalisierung würde helfen, Probleme der Kirche zu lösen. Junge Menschen könne man so erreichen oder digital helfen, dass Menschen ihre Gemeinde besser fänden. Auch diese Hoffnung ist ein Irrweg. Meine Erkenntnis nach fünf Jahren Arbeit in Social Media ist: Fast kein Problem in #digitaleKirche war nicht schon mal als altes analoges Problem da. Und was bisher nicht gelöst wurde, löst sich auch digital nicht. Es fällt nur schneller und häufiger auf.

#digitaleKirche als Hilfsmittel

Auf Twitter ist seit einiger Zeit der Hashtag #digitalekirche[3] gebräuchlich, um die aktuelle Diskussion der vielen gut verfolgen zu können. So belegte Carola Scherf kurz und fröhlich[4]: die Zukunft der Kirche ist digital, weil digitale Kirche die lokalen Begrenzungen überwindet und die Gemeinschaft vor Ort ergänzt. Digitale Kirche ist eine sinnvolle Weiterentwicklung, weil sie orts- und zeitunabhängig ist und skalierbar ist[5]. In der Verkündigung des Evangeliums  und der Kommunikation miteinander nicht darauf angewiesen zu sein, dass man körperlich an einem Ort zusammen kommt und der Platz in einer Kirche auch mal nicht ausreicht, ist für mich eine Stärke einer Digitalisierung in Kirche, die das vorhandene sinnvoll ergänzt. Wer behauptet, digitale Kirche wolle althergebrachte Kirche ablösen oder ersetzen, diskeditiert um Pfründe zu sichern. Ich möchte schon deswegen über möglichst viele digitale Felder nachdenken, damit wir wieder Platz und Zeit haben für das, was in Kirche immer im persönlichen Gegenüber und der körperlichen Gemeinschaft bleiben wird. Vieles, was wir da noch analog pflegen, hat keinen theologischen Grund, auf Papier gedruckt oder nicht automatisiert bearbeitet zu werden[6].

So erscheinen viele schöne Geschichten und Bilder in Gemeinden immer noch ausschließlich im Gemeindebrief und als Nachberichte, oft Wochen nach dem Ereignis. Theologisch und publizistisch gibt es dafür keinen Grund. Parusieverzögerung kann auch meist auch ausgeschlossen werden. Digitale Kirche würde Bilder und Bericht zeitnah und online veröffentlichen und den Gemeindebrief wie die „Zeit“ für Themen und längere Artikel nutzen können.

Für Automatisierung könnte das Ausstellen einer Patenbescheinigung ein guter Usecase sein. Das Kirchenmitglied loggt sich in ein MitgliederTool ein und ruft im Portal für Bescheinigungen das gewünschte ab. Da in vielen Gemeinden heute schon dieser Fall nicht dazu genutzt wird, um dem künftigen Paten Gottes Segen bei der bevorstehenden Aufgabe zu wünschen und eine Veranstaltung für werdende Paten anzubieten, kann die Bescheinigung auch automatisiert werden. Wer dies jetzt schon anders behandelt und die Anfrage als Beginn einer Kommunikation nimmt, ist zu beglückwünschen und hat ein Stück analoge Kirche wieder entdeckt. Hier braucht es dann die Automatisierung nicht.

Auch die von Thiede wie einst Cato der Ältere immer wieder hervorgeholte Mahnung, man dürfe die elektrosensiblen Menschen durch freies WLAN angeboten durch godspot nicht aus der Kirche treiben oder gefährden, ist für mich eine Vermischung der Argumentationen. Wenn Kirche sensibel mit Strahlung umgehen will, muss sie Kirchenräume ganz bewusst ohne Induktionssschleifen für Schwerhörige, Strom-Bankheizungen, Funkmikrofone und WLAN anbieten und darin Gottesdienste ohne jede technische Störungen anbieten. Derartige digitale Detox-Kirchen hätten einen besonderen Reiz. Im privaten Umfeld aber Smartphone, Herzschrittmacher, Hörgerät und Navi zu nutzen und beim WLAN „Achtet auf die Strahlung!“ zu rufen, ist für mich inkonsequent. Auch hier bedeutet Digitalisierung für Kirche, sich bewusst und in der jeweiligen Situation für das eine oder das andere zu entscheiden.

Hilfreich in diesem Zusammenhang ist Petra Bahr, die anmerkt: „Das Digitale vor Kirche kann man genauso weglassen wie die Kultur vor Kirche bei Kulturkirche. Wie das weiß vor Schimmel. Aber erst dann, wenn die kritische Verbindung aus beidem sich von selbst versteht[7].“ Ich würde sagen: Bis dahin ist noch viel zu tun. Den Hashtag #digitaleKirche als Hilfsmittel zur Verortung und Kommunikation braucht es noch ein Weilchen.

Digitale Theologie und die Theologie des Digitalen

Seitdem Johanna Haberer 2015 ihre „Digitale Theologie“ veröffentlichte, ist viel geschehen. Eine Kritik, die sich nur an diesem Werk abarbeitet, übersieht kluge Beiträge wie die von Christina Ernst[8] Marcel Saß aus Marburg oder den Berliner Systematiker Florian Höhne[9]. Viele beschäftigen sich klug und aktuell mit Digitalisierung. Die Arbeit von Thomas Zeilinger als Beauftragter der ELKB für Ethik im Dialog mit Technologie und Naturwissenschaften ist aus meiner Sicht nur ein Anfang. Ein ökumenischer (!) Lehrstuhl für digitale Theologie wäre notwendig. Theologisches Denken hilft dabei, jede kleine Veränderungen auf den Glauben und das Leben hin zu befragen. Wer wenn nicht wir hätte dabei eine Ahnung von Freiheit und Rechtfertigung. Damit bis zu einem wie auch immer aussehenden Ende der Digitalisierung zu warten und dann das Ergebnis bewerten, wird m.E. nicht möglich sein. Ebenso wenig, wie vorher schon zu sagen, wohin Digitalisierung uns führen wird und sie deswegen komplett abzulehnen.

Auch eine Theologie des Digitalen ist notwendig. Digitale Vordenker im Silicon Valley entwerfen Visionen, die viel Verheißung und Weltverbesserung atmen. Wir sind als Christ*innen sind nicht mehr die einzigen, die von einer besseren Welt träumen. Gerade deshalb können Theolog*innen gute Mitdenker sein und so manchen verheißenen Fortschritt als noch nicht verwirklicht anmahnen.

Gerne übernehmen möchte ich aber das Silicon-Valley-Mindset: eine Idee erst einmal auf ihre Möglichkeiten und Chancen hin zu überprüfen und zu fragen „Wie kann ich dir helfen, deine Idee zu verwirklichen?“ und nicht – typisch deutsch – mit „Da fallen mir aber viele Probleme ein, weswegen das nicht möglich ist“ zu reagieren.

Was ist der Mehrwert? Gefällt dir das?

Mit einer Entwicklung in der Digitalisierung tut sich Kirche besonders schwer: mit der allgegenwärtigen Frage nach dem Mehrwert. Für viele Menschen ist ein Inhalt oder eine Institution nicht deswegen wertvoll, weil es sie schon lange gibt oder sie in der Vergangenheit Verdienste erworben hat. Sie entscheiden von Fall zu Fall, was dies oder jenes Ihnen bringt oder ob es weiterhilft. Alles Bemühen von Kirche, Tradition um ihrer selbst zu wahren und damit zu punkten, ist vergeblich. Die Chance liegt darin, das Evangelium immer wieder neu zu formulieren, auszulegen und auf das jeweilige Leben hin zu deuten. Digitalisierung ist damit immer auch Institutionenkritik. Unternehmen, die auf diesen Mentalitätswandel reagieren, überleben. Wer in „bewährten“ Strukturen verharrt, verpasst diese Chance. Viele Probleme waren früher mal eine Lösung.

Wesentlich mehr als früher sind Menschen auch bereit, sich zu einem Inhalt persönlich zu verhalten oder einen Kommentar abgeben und diesen im Internet zu veröffentlichen. Nichts anderes ist Liken und Kommentieren in sozialen Medien. Besonders bei kirchlichen Entscheidungsträgern stößt dieses Verhalten auf Unverständnis, weil sie selbst damit nicht leben. Kirche verpasst hier viele Gelegenheiten, mit den ihr anvertrauten Daten zu arbeiten. Die Besonderheit des DSG-EKG, das kirchliche Arbeit als legitimen Grund für Datenverarbeitung vorsieht, wird vielfach nicht ausgeschöpft. Dabei könnte Kirche in der Datennutzung Vorbild sein: wir wissen, dass Menschen nicht die Summe unserer Likes sind und kennen die Grenzen von Inszenierung. Die Botschaft von Freiheit und Rechtfertigung wirft ein völlig anderes Licht auf den Wert von Daten.

Die Mär vom Ersetzen der Pfarrer

Zu den berührendsten Rückmeldungen auf den Segensroboters BlessU bei der Weltausstellung in Wittenberg gehört die eines Besuchers: „Ich wurde noch nie so viel gefragt wie von diesem Roboter. Der interessiert sich mehr für mich als mein Pfarrer“. Gedacht war das Roboter-Projekt als Anstoß, um über Segen nachzudenken. Deswegen war immer ein Mensch neben der Maschine, um sich über den gerade erlebten Segen austauschen zu können. Dass Defizite im analogen Handeln von Kirche offensichtlich wurden, überraschte viele. So teile ich die von Mertin und Thiede befeuerte Angst nicht, geistliches Handeln könne und solle bald von Maschinen übernommen werden. Es gibt sicher Arbeiten, die bald oder jetzt schon von Robotern übernommen werden. Doch möchte ich vor allem bei stupiden oder gefährlichen Arbeiten schon fragen dürfen, ob es immer besser ist, wenn Menschen diese Jobs machen (müssen).

Ein für viele nicht nahe liegendes Beispiel ist der Telefondienst in Pfarrämtern. Der Einsatz digitaler Technik könnte außerhalb der Öffnungszeiten eines Pfarramtes dazu führen, dass Menschen an die Mitarbeitenden des EKD-Service-Telefons weiter verbunden werden oder mittels (klar aus solchem gekennzeichneten) Chatbot ihr Anliegen differenzieren können. Wenn das nicht hilft, kann die Nachricht auf dem Anrufbeantworter, die Nummer der Telefonseelsorge oder das Notfalltelefon im Dekanat weiter helfen. Alles digitale Entlastung der Mitarbeitenden in den Pfarrämtern, die heute schon technisch möglich ist.

Problematisch finde ich es beides: Digitalisierung zuerst als Mittel der Kostenminimierung zu sehen oder das Nachdenken über Digitalisierung vorschnell als Bevormundung oder mutwilliges Zerstören des Althergebrachten abzustempeln. So kommen wir nicht weiter. Auch hier kann Kirche zeigen, dass sie manche Muster der Wirtschaft nicht übernimmt: wir nützen Digitalisierung, um unsere Arbeit leichter zu machen und um dann mehr Zeit für Menschen zu haben.

Mit Mertins Ausflug in seine anscheinend sorgfältig gepflegte Science-Fiction-Sammlung kann ich wenig anfangen. Wenn man jede Zukunftsvision als „Spiegel der Sehnsüchte einer Gesellschaft begreift“, diskreditiert man Menschen, die einfach nur Probleme von Menschen lösen wollen und deswegen Lösungen neu denken. So macht es mich schon nachdenklich, wenn immer mehr Menschen die evangelische Kirche verlassen, weil sie keinen konkreten Mehrwert in der Kirche sehen. Böte eine MitgliederApp den freien Zugang zur Ortskirche mittels digitalem Schlüssel, die Reservierung eines Sitzplatzes im Weihnachtsgottesdienst und die Abomöglichkeit für Predigten und Andachten als Podcast an, wäre das ein konkreter Mehrwert digitaler Anwendung. Aber schon diese wenigen Beispiele dürften aber bei vielen in der Kirche nur Gelächter auslösen. Da kratzt manche Fiction dann doch zu sehr an den Lieblingsfragen kirchlicher Entwicklung „wo kämen wir dahin?“.

Ebenfalls nicht genügen kann ich der Anforderung, man müsse sich erst akademisch bewährt haben um sich an einem Diskurs zu beteiligen. Wie Mertin sich aber über Kollegen wie den von mir sehr verehrten Lutz Neumeier auslässt, verträgt sich nicht mit dem Miteinander unter Christinnen und Christen.

Mein Fazit

Digitalisierung in der Kirche ist kein Sonderfall sondern Normalität. Heutige Öffentlichkeit ist das Internet. Wenn wir als Kirche Menschen erreichen wollen, dann müssen wir da sein, wo die Menschen sind. Dass schließt nicht aus, das wir besondere Räume und Zeiten anbieten, die sich von der Welt abheben. Aber es bedeutet auch nicht, dass wir uns auf diese heiligen Räume und Zeiten beschränken, ja Kirche als nur dort möglich verstehen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott uns nicht auch im Internet begegnet. Ich bin dankbar für viele Gottesbegegnung und  wunderbare, berührende Freundschaften mit Menschen, digital und analog. Und könnte es nicht sein, dass Gott die Digitalisierung schickte, um uns zu bewegen?

[1] In Korrespondenzblatt Jan und Feb 2019, erstveröffentlicht in https://www.theomag.de/112/am623.htm

[2] https://www.theomag.de/117/am658.htm. Andreas Mertin hat mich eingeladen, in seinem Magazin „Tà katoptrizómena“, der Plattform für Kunst, Kultur, Theologie und Ästhetik zu antworten. Auch die Länge war vorgegeben. Alles darunter sei „dahingerotzt“. Man mag mir verzeihen, dass ich dieser „wertschätzenden“ Einladung nicht folge und deswegen hier und länger in meinem Blog antworte.

[3] #digitaleKirche wird hauptsächlich auf Twitter verwendet. Andreas Mertin verwendet ihn wohl absichtlich falsch mit Leerzeichen, wohl um nicht „maschinenlesbar“ zu werden. Dieses nette akademische Mimikry sorgt aber auch dafür, dass seinen Artikel sich in der aktuellen Diskussion schwer einbinden lässt. Ein vielleicht gewollter Versuch, sich „nicht gemein zu machen“. Zur Verständigung trägt es wenig bei.

[4] http://carola-scherf.de/2019/01/11/kirche-in-der-vernetzten-welt-digitale-kirche-als-beziehungsnetz/

[5] Der Gedanke finden sich auch bei Harald Schirmer, der in der Conti AG für digitale Transformation verantwortlich ist. Zu lesen z.B. hier http://harald-schirmer.de/tag/veranderung/

[6] Beispiele dafür in der Langform dieses Beitrages auf https://kirchedigital.blog/2019/02/07/was-digitalisierung-in-der-kirche-heissen-kann

[7] In ihrem Tweet vom 6.2.2019 als @bellabahr

[8] „Mein Gesicht zeig ich nicht auf Facebook. Social Media als Herausforderung theologischer Anthropologie“, 2015, Edition Ethik, Band: 15

[9] Siehe dazu https://kirchedigital.blog/2018/06/26/heilig-christlich-smart/

Den Weltgebetstag online mitfeiern

Der Weltgebetstag wird am ersten Freitag im März weltweit gefeiert. In vielen Kirchen und Gemeindehäusern treffen sich Frauen (und Männer), um an einem Tag den betenden Focus auf die Situation von Frauen in einem Land zu legen. 2019 steht Slowenien im Mittelpunkt.

Ein Gottesdienst zum Mitfeiern

Das Team der Evangelischen Jugend Markt Einersheim & Castell hat zusammen mit dem ökumenischen Weltgebetstags-Team der Kirchengemeinde Hellmitzheim einen Weltgebetstag-Gottesdienst vorbereitet, den wir in der Kirche in Hellmitzheim (in Unterfranken) feiern. Die Projektstelle KircheDigital der ELKB und das Weltgebetstags-Komitee Deutschland macht daraus einen Livestream auf YouTube. Und ihr könnt den Gottesdienst mitfeiern.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstentwurfs aus Slowenien steht dieses Jahr eine Tischgemeinschaft. In der Kirche in Hellmitzheim ist deswegen eine lange Tafel aufgebaut, an der der Gottesdienst gefeiert wird. Ihr könnt euch auch an diese lange Tafel „setzen“ und die Tafel zu euch „verlängern“. Das Hauptbild des Videostreams ist so eingerichtet, dass ihr (meistens) von der Stirnseite auf die Tafel blickt. Wenn bei euch Beamer und Leinwand, Monitor oder Laptop auch an der Stirnseite einer langen Tafel steht, setzt ihr die Tischgemeinschaft fort. Der Weltgebetstag wird so an diesem Abend ein auch erlebbar weltweites Geschehen.

Besonders schön wird es, wenn ihr den Abend bei euch etwas vorbereitet und vielleicht für die Feier danach etwas slowenisches kocht. Ideen dazu gibt es auf der Seite des Weltgebetstags. Wenn ihr uns bis 18 Uhr Bescheid gebt, wo ihr den Gottesdienst mitfeiern, dann begrüßen wie euch auch gerne.

Gemeinsam den Gottesdienst erleben

Auch die Kommunikation aller Feiernden wird es geben. Als Rückkanal haben wird eine Social Wall Weltgebetstag eingerichtet, die alle Posts auf Twitter und Instagram für alle sichtbar macht und für gemeinsames Nachdenken und Beten genutzt werden kann. Postet auf Twitter oder auf Instagram mit dem Hashtag #weltgebetstag. Oder Kommentiert auf der Facebook-Seite des Weltgebetstags. Und wenn ihr uns Gebete schickt, werden wir sie in den Gottesdienst einbauen. Wenn ihr sehen wollt, was weltweit gerade geschieht, dann holt euch mit diesem Link die Wall auf ein Laptop.

Weitere Hinweise zur Technik findet ihr am Ende dieses Artikels.

Unser Programm am 1. März

Wir starten am Freitag um 18.30 Uhr mit einem Vorprogram, bei dem ihr etwas über den Weltgebetstag und den Ort Hellmitzheim erfahrt. Das Programm endet um 18.55 Uhr. Dann streamen wir euch ein Standbild, damit ihr euren Stream nicht unterbrechen müsst.

Der Gottesdienst beginnt um 19 Uhr mit dem Glockenläuten aus Hellmitzheim. Zum Mitfeiern haben wir den Gottesdienstablauf zum Mitfeiern (s.u.) und ein Liedblatt als PDF (s.u.) zum ausdrucken.

Nach dem Gottesdienst verabschieden wir euch und beenden den Stream etwa nach zehn Minuten (geplant 20:15 Uhr). Wie an vielen anderen Orten auch feiern wir im Gemeindehaus weiter. Über die Social Wall halten wir aber den Abend über mit euch Kontakt und wir freuen uns, wenn ihr uns Rückmeldungen gebt und einander teilhaben lasst, wie ihr den Weltgebetstag gefeiert habt.

Der Gottesdienst

Lied: „ Eingeladen zum Fest des Glaubens“Lied 1 Eingeladen zum Fest des Glaubens_copyright

Begrüßung und Einleitung

Lied: „Es ist noch Platz“Lied 2 Es ist noch Platz_copyright

Gebet

Informationen zu Slowenien

Lied: „Mein Psalm“Lied 3 Mein Psalm_copyright

Tischgespräch Einleitung

Lied: Wir öffnen unser Herz – Odprimo srceLied 4 Wir öffnen unser Herz_copyright

Frauen aus Slowenien erzählen ihre Geschichten

Lied: Wir öffnen unser Herz – Odprimo srce 2x

Gebet … Alle: Gott, wir sind deine geliebten Kinder. Sie unsere Tränen und die Reue in unseren Herzen! Dank deiner Vergebung dürfen wir auf einen neuen Tag hoffen, an dem wir ein Miteinander in Gerechtigkeit, Frieden und Liebe aufbauen.

Lied:  Gott, dir sei Dank – ZahvalaLied 5 Gott, dir sein Dank_copyright

Lesung

Lied: Du lädst uns ein, wir folgen dirLied 6 Du lädst uns ein, wir folgen dir_copyright

Damals beim Gastmahl … und heute

Lied: Ich bleibe in dirLied 7 Ich bleibe in dir_copyright.jpg

Hier erfahrt ihr mehr über die Kollekte, die wir jetzt einsammeln.

Lied: Wir sind noch nicht im Festsaal angelangt

Lied 8 Wir sind noch nicht im Festsaal angelangt_copyright

Fürbitten. Beteiligt euch mit Twitter und Instagram unter #weltgebetstag … Alle: Gott, du lädst uns ein. Du bringst uns an einem Tisch zusammen. Du führst uns auf dem Weg des Lebens und der Hoffnung. Du hast uns bei unserem Namen gerufen. Wir sind wichtig in deinen Augen. So beten wir als deine geliebten Kinder:

Vaterunser und Segen

Lied: Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder

1. Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder, auch sie, o Herr, ist deine Zeit. Dich priesen unsre Morgenlieder, dir sei die Stille nun geweiht.

2. Wie über Länder, über Meere der Morgen ewig weiterzieht, tönt stets ein Lied zu deiner Ehre, dein Lob, vor dem der Schatten flieht

3. Kaum ist die Sonne uns entschwunden, weckt ferne Menschen schon ihr Lauf, und herrlich neu steigt alle Stunden die Kunde deiner Wunder auf.

4. So mögen Erdenreiche fallen, dein Reich, Herr, steht in Ewigkeit und wächst und wächst, bis endlich allen das Herz zu deinem Dienst bereit.

 

Hier findet ihr ein Liedblatt zum Download und ausdrucken.
> Liedblatt Weltgebetstag Hellmitzheim

Die technischen Voraussetzungen

Zum Mitfeiern braucht ihr einen Internetzugang (LAN oder WLAN, mindestens 16 Mbit im Download wären gut. Wie schnell eure Verbindung ist, könnt ihr mit einem Speedtest überprüfen).

Mit einem Laptop holt ihr euch den Stream vom YouTube-Kanal der Evangelischen Kirche in Bayern und zeigt ihn mit Beamer oder großem Bildschirm. Wichtig ist auch ein guter Ton: schließt den AudioAusgang des Streams an eine Lautsprecheranlage an. Wir planen die Übertragung so, dass ihr auch bei den Liedern gut mitsingen könnt.

Für das GemeinschaftsErleben könnt ihr die Social Wall Weltgebetstag verwenden. Dazu braucht ihr einen weitere Computer/Laptop der die URL https://walls.io/weltgebetstag in einem Browser zeigt. Dieses Bild könnt ihr mit einem zweiten Beamer oder einem Bildschirm zu euch holen. (Wenn ein Beitrag auf der Wall nicht gleich angezeigt wird, hat das technische Gründe, da wir die Wall moderieren müssen.)

Auf diesen Kanälen könnt ihr euch beteiligen.

Twitter: Verwendet in euren Tweets immer den Hashtag #weltgebetstag. Wenn ihr uns Gebete schicken wollt, werden wir sie in den Gottesdienst einbauen. Auf Twitter kann man auch gut Bilder mitschicken.

Instagram: Auch auf Insta postet bitte immer mit dem Hashtag #weltgebetstag. Wenn ihr uns Gebete schicken wollt, werden wir sie in den Gottesdienst einbauen. Alle Bilder und Videos landen auf der Social WallAuf Twitter kann man auch gut Bilder mitschicken.

Facebook-Messenger: Diese Möglichkeit klären wir gerade noch

EMail: Diese Möglichkeit klären wir gerade noch

WhatsApp: Diese Möglichkeit klären wir gerade noch

Threema: Diese Möglichkeit klären wir gerade noch

Wenn ihr über euren Weltgebetstag in den Sozialen Medien berichten wollt, verwendet bitte folgende Hashtags: #weltgebetstag #worlddayofprayer #kommtallesistbereit #esistnochplatz.

Weitere Infos

Zum Weltgebetstag bei Lisa Schürmann, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e. V., 0911-68 06 307, schuermann@weltgebetstag.de

Zum Stream und technischen Fragen bei Christoph Breit, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Publizistik (P.Ö.P.), Projektstelle #KircheDigital, 089 – 55 95 584, christoph.breit@elkb.de

„New Year happy and blessed“ – Musik zum Jahreswechsel

Feuerwerk und Kirchenglocken. Ein altes Jahr verabschieden und das neue Begrüßen. Silvester und Neujahr ist eine Zeit des Übergangs, die die einen eher still feiern und andere überschäumend fröhlich. Auch mit Musik.

Die erste, die wir gefragt haben ist Miriam Groß, Pfarrerin in New York. Miriam hat uns auf die Playlist gesetzt:

Billy Joel: “We Didn’t Start the Fire“ aus “Storm Front” (1989)
Keala Settle: „This Is Me“ aus “The Greatest Showman On Earth” (2017)
Dietrich Bonhoeffer/Siegfried Fietz: “Von guten Mächten wunderbar geborgen” (1944/1970)

Hier der Link zum Video mit Pfarrerin Miriam Groß

Steve Kennedy Henkel ist Vikar an der Münchner Erlöserkirche. Seine Musik-Vorschläge:

Fiddler’s Green: “Never Hide” aus “Winners & Boozers” (2013)
Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox feat. Miche Braden: “Livin‘ on a Prayer” aus “Historical Misappropriation” (2014)
Georg Neumark: “Wer nur den lieben Gott läßt walten” (1641) in einer Aufnahme mit der Heinrich Schütz Kantorei, Freiburg

Hier der Link zum Video mit Steve Kennedy Henkel.

Von Musiker, Moderator und Kabarettist Hannes Ringlstetter kommen diese Titel:

Rainald Grebe: “Silvester” aus “HongKongKonzert” (2009)
Eddie Vedder: “Into the Wild” aus dem gleichnamigen Soundtrack (2007)
Ludwig van Beethoven/Friedrich Schiller: “Freude, schöner Götterfunken” aus 9. Sinfonie in d-Moll op. 125 (1824)

Hier der Link zum Video mit Hannes Ringlstetter.

Theologiestudentin Doro Stürzbecher hört am liebsten ein Lied. Das aber in verschiedenen Versionen:

Die Toten Hosen: „Auld Lang Syne“ aus “Wir warten auf’s Christkind” (1998)
Mairi Campbell: “Auld Lang Syne” aus dem gleichnamigen Album (2018)

Hier der Link zum Video mit Doro Stürzbecher.

Seine Show auf Bayern 3 hat Kultstatus. Wir haben Moderator, Kabarettist und DJ Matthias Matuschik nach seinen Titeln für den Jahreswechsel gefragt. Und sein Musikgeschmack hat uns nicht enttäuscht:

Buckshot LeFonque: “Another Day” aus “Music Evolution” (1997), besser als Remix (2002)
Del Amitri: ”Nothing Ever Happens” aus “Waking Hours” (1989)
Flash And The Pan: “Midnight Man” aus “Early Morning Wake Up Call” (1984)

Hier der Link zum Video mit Matthias Matuschik.

Sabrina Hoppe ist Vikarin in Aschau und Bernau am Chiemsee und für sie ist der Jahreswechsel eine Zeit des Neuanfangs und der Veränderung. Passend dazu die Lieder, die sie uns auf die Playlist gepackt hat:

Tracy Chapman: “Change” aus “Where You Live” (2005)
Ben Kweller: “Sundress” aus “Ben Kweller” (2006)
Annett Louisan: “Verschwinde” aus “In meiner Mitte” (2011)

Hier der Link zum Video mit Sabrina Hoppe.

Thomas Nowack arbeitet beim Popularmusikverband der bayerischen Landeskirche und ist sozusagen Berufsmusiksucher. Seine Tipps bilden den Abschluss unserer kleinen Reihe und unserer Playlist. Fröhliches Lauschen und gutes Hinüberkommen!

Georg Friedrich Händel: “Music for the Royal Fireworks” (HWV 351, 1748) hier in einer Aufnahme der Academy St. Martin in the fields.
Global Kryner: “Something Stupid” aus “Global Kryner” (2004)
Paolo Conte: “Via Con Me” aus “Paris milonga” (1981)
Max Raabe: “Mit Dir möchte ich immer Silvester feiern” aus “Küssen kann man nicht alleine” (2011)
Sissel Kyrkjebø: “Nordisk Vinternatt” (2005)
Brian Doerksen: “Grateful for Another Day” aus “Grateful” (2018).

Hier der Link zum Video mit Thomas Nowack.

Hier der Link zur Spotify-Playlist „New Year happy and blessed“ (Falls der Link nicht funktioniert, sucht bitte auf Spotify nach „bayernevangelisch“

Die Idee

Viele Menschen lassen sich von Playlists auf Spotify inspirieren und durch den Tag begleiten. Auch wir als Evangelische Kirche in Bayern möchten diesen Service anbieten und haben verschiedene Menschen eingeladen, an den Playlists von @bayernevangelisch mitzuwirken und uns Ihre Lieblingslieder zu verraten. Drei Playlists sind bis Jahresende geplant. Für jede soll es kurze Videos geben, in denen bekannte und weniger bekannte Menschen ihre Lieder nennen und die auf unseren Seiten bei Facebook, Instagram und YouTube ausgespielt werden.

Als Teil von #Kirchedigital

Diese Idee eignet sich für Feste, Freizeiten, Ereignisse und Projekte. Was ist der Soundtrack eines Ereignisses? Auf Spotify kann man vielen Menschen damit einen Mehrwert mitgeben. Die Kosten von 10 Euro monatlich sind überschaubar. Einfach einen Account anlegen und Playlists erstellen. Es lassen sich auch ein Bild und eine Beschreibung für jede Playlist hinterlegen. Die Infos zu den Titeln lassen sich in Blogposts wie diesem hier unter bringen.

Jesus Birthday – Musik im Advent und zu Weihnachten

Vier Adventssonntage und das Weihnachtsfest. Ohne Musik lässt sich diese Zeit nicht feiern und jedes Jahr kommen neue Lieder dazu, verbinden sich mit denen, die „schon immer“ gesungen wurden. Denn nicht nur Engel singen.

Wie schon zu November und zum Ewigkeitssonntag haben wir eine Playlist auf Spotify angelegt und fragen bis Weihnachten verschiedene nach ihren Lieblingsliedern in der manchmal gar nicht “staaden” Zeit. Den Anfang macht Steve Kennedy Henkel. Er ist Vikar an der Münchner Erlöserkirche und hat uns folgende Titel auf die Playlist gesetzt:

Silly: “Wo bist du” aus “Paradies” (1996)
Evangelisches Gesangbuch Nr. 7: “O Heiland, reiß’ die Himmel auf”
in einer Aufnahme des VocalConcert Dresden (2013)
H.J. Gauntlett und C.F. Alexander, “Once in Royal Davids city”
in einer Aufnahme des Choir of King’s College

Hier der Link zum Video mit Steve Kennedy Henkel

Hannes Ringlstetter, Musiker, Moderator und Kabarettist setzte auf die Playlist:

Rod Stewart: “Merry Christmas, Baby” (2012) aus der wir ausgewählt haben „Have Yourself A Merry Little Christmas“
Pink Floyd: “Shine On You Crazy Diamond” aus “Wish You Were Here” (1975)
Joseph Mohr / Franz Xaver Gruber: “Stille Nacht, heilige Nacht” (1818)

Hier der Link zum Video mit Hannes Ringlstetter

Thomas Nowack vom Popularmusikverband der ELKB setzte auf die Playlist:

Berlin Voices: “Es kommt ein Schiff geladen” aus “About Christmas” (2010)
Take 6: “Silent Night” aus “He is Christmas” (1991)
Oslo Gospel Choir: “Sweet Jesus”, hier aus “This is the day – Live in Montreaux” (2008)
Bod Dylan: “Must Be Santa” aus “Christmas In Your Heart” (2009)

Hier der Link zum Video mit Thomas Nowack

Theologie-Studentin Doro Stürzbecher setzte auf die Playlist:

Callie Moore & Colette Butler: ”God Rest You Merry Gentlemen” auf YouTube (2014)
Danny Elfman: “Ice dance” aus “Edward Scissorhands” (1990)

Hier der Link zum Video mit Doro Stürzbecher

Matthias Matuschik, B3-Moderator, Kabarettist und DJ setzte auf die Playlist:

Bob Seger and the Silver Bullet Band: “Little Drummer Boy” aus “The Real Love (1992)
The Pogues: “Fairytale Of New York” aus “If I Should Fall from Grace with God” (1988)
Blockflöte des Todes: “Happy Birthday Jesus” (2009)

Hier der Link zum Video mit Matuschke

Karolin Gerleigner, Pfarrerin und Teil unserer Facebook-Redaktion hat uns auf unsere Playlist gesetzt:

Georg Weissel: “Macht hoch die Tür”, (1642) hier gesungen vom Rundfunk-Jugendchor Wernigrode
Queen: “Thank God It’s Christmas” aus “The Works” (1984)
Bad Religion: “O Come All Ye Faithful“ aus “Christmas Songs” (2013)

Hier der Link zum Video mit Karolin Gerleigner

Eine erklärte Weihnachts-Liebhaberin ist Susanne Breit-Keßler, Regionalbischöfin für München und Oberbayern. Hier ihre Titel zur Spotify-Playlist:

Showaddywaddy: “Rock Christmas” (1997)
Neil Diamond: “Little Drummer Boy” aus “The Christmas Album” (1992)
Paul Gerhardt / Michael Praetorius: “Ich steh an deiner Krippen hier”
hier gesungen vom Thomanerchor Leipzig aus “Weihnachten mit dem Thomanerchor” (2014)

Hier der Link zum Video mit Susanne Breit-Keßler

Auch Alexander Seidel gehört zur Facebook-Redaktion der ELKB. Der Dorfpfarrer in Wilhelmsdorf und Brunn ist nebenbei auch Kabarettist bei FKK,dem Fränkischen-Kirchen-Kabarett. Und setzt uns einen echten Klassiker und fränkische Geheintipps auf die Spotify-Playlist:

Karel Svoboda: Filmmusikzu “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” (1973) Check National Symphony Orchestra (2018)
Viva Voce: “Maria durch ein Dornwald ging” aus “Wir schenken uns nix” (2014), auf Spotify leider nur in der Version mit Orchester. Auf YouTube besser. Und die CD lohnt sich sehr!
Wolfgang Buck: “Rutsch aweng her” aus “Flusszigeiner” (2006). Nicht auf Spotify. Kauft die CD! Auf YouTube mit Wolfgang Schmidbauer.

Hier der Link zum Video mit Alexander Seidel.

Hier der Link zur Spotify-Playlist „Jesus Birthday“ (Falls der Link nicht funktioniert, sucht bitte auf Spotify nach „bayernevangelisch“

Die Idee

Viele Menschen lassen sich von Playlists auf Spotify inspirieren und durch den Tag begleiten. Auch wir als Evangelische Kirche in Bayern möchten diesen Service anbieten und haben verschiedene Menschen eingeladen, an den Playlists von @bayernevangelisch mitzuwirken und uns Ihre Lieblingslieder zu verraten. Drei Playlists sind bis Jahresende geplant. Für jede soll es kurze Videos geben, in denen bekannte und weniger bekannte Menschen ihre Lieder nennen und die auf unseren Seiten bei Facebook, Instagram und YouTube ausgespielt werden.

Als Teil von #Kirchedigital

Diese Idee eignet sich für Feste, Freizeiten, Ereignisse und Projekte. Was ist der Soundtrack eines Ereignisses? Auf Spotify kann man vielen Menschen damit einen Mehrwert mitgeben. Die Kosten von 10 Euro monatlich sind überschaubar.

Spotify-Playlist: it’s not the end

„It’s not the end!“ Musik im November

die Spotify-Playlist von @bayernevangelisch

Allerheiligen, Volkstrauertag, Ewigkeitssonntag, die Reihe der „traurigen“ Tage im November erinnert viele Menschen an ihre Lieben, die gestorben sind, die fehlen und an die man sich bei bestimmten Liedern erinnert. Und es gibt Songs, die uns etwas erzählen von der Welt, die noch kommt. Vom neuen Himmel, vom Jenseits, das ganz verschieden aussehen kann.

Hannes Ringlstetter, Musiker, Moderator und Kabarettist, hat uns mit seinem Lied “Himmel” auf die Idee einer Playlist gebracht mit Musik zum Novmber. Und so haben wir ihn gefragt, wie sein Lied entstanden ist und was seine Titel für eine Playlist „It’s not the end“ wären.

Hannes Ringlstetter: “Himmel” aus “Zum Ringlstetter” (2014)
Jonny Cash: “Personal Jesus” und “Hurt” aus  American IV: The Man Comes Around
Guns N‘ Roses: “Live And Let Die” aus Use Your Illusion (1991)
Wolfgang Amadeus Mozart, „Requiem“ (wir haben uns für eine Aufnahme von Nikolaus Harnoncourt entschieden)

Hier der Link zum Video mit Hannes Ringlstetter

Als zweites haben wir Doro Stürzbecher gefragt. Sie studiert Evangelische Theologie in München und hat uns diese Lieder auf die Playlist gesetzt:
Metallica: “Nothing else matters” aus “Metallica” (1991)
Sarah McLachlan: “Wintersong” aus “Wintersong” (2006)

Hier der Link zum Video mit Doro Stürzbecher

Als drittes Rainer Fuchs, Diakon in München-Giesing nach seinen Titeln gefragt. Und er hat uns auf die Playlist gesetzt:

Johnny Cash: “Ain’t No Grave” aus “American VI: Ain’t No Grave” (2010)
Werner Schmidbauer: “Wenn moi der Dog kimmt” aus “Augnschaugn” (1995)

Hier der Link zum Video mit Rainer Fuchs.

Matthias Matuschik, besser bekannt als Matuschke ist Moderator bei Bayern 3 und bezeichnet sich selbst als Atheist. Wir haben ihn trotzdem gefragt, was für ihn Lieder wären, die auf einer Playlist im “Trauer-Monat” nicht fehlen dürfen. Und Matuschke hat uns nicht enttäuscht! Denn diese ziemlich guten Stücke hat er uns auf die Playlist gesetzt:

Glasvegas „Daddy’s gone“ aus „Glasvegas“ (2008)
Ezio „Meet me in the Gods“ aus „Higher“ (2000)
Wolfgang Ambros “Es lebe der Zentralfriedhof” (1975)

Hier der Link zum Video mit Matthias Matuschik.

Sabrina Hoppe ist Vikarin in Aschau und Bernau am Chiemsee. Sie hat uns auf die Playlist gesetzt:

Rio Reiser: “Halt Dich an Deiner Liebe fest” aus “Wenn die Nacht am tiefsten …” von Ton Steine Scherben (1975)
Kettcar: “Zurück aus Ohlsdorf” aus “Zwischen den Runden” (2012)
Ben Harper: “Walk away” aus “Welcome to the Cruel World” (1994)

Hier der Link zum Video mit Sabrina Hoppe.

Nicole Grochowina ist Schwester in der Communität Christusbruderschaft Selbitz und lehrt Geschichte an der Universität Erlangen. Mitten in den Büchern haben wir sie nach ihren Liedern von Tod und Auferstehung gefragt. Nicole hat uns folgende Titel auf die Playlist gesetzt:

The World Quintet featuring Herbert Grönemeyer: “Trauer” aus “The World Quintet” (2003)
Bart Millard / MercyMe: “I Can Only Imagine”  aus The Worship Project (1999)
Ennio Morricone: “Return To Life” aus “Fateless (2004)

Hier der Link zum Video mit Nicole Grochowina.

Steve Kennedy Henkel ist Vikar an der Münchner Erlöserkirche und hat uns folgende Titel auf die Playlist gesetzt:

The Verve: “Bitter Sweet Symphony” aus “Urban Hymns“ (2016)
Fiddler’s Green: “The Night Pat Murphy Died” aus “Drive Me Mad“ (2007)
Johannes Brahms: “Ein Deutsches Requiem”, John Eliot Gardener (2012)

Hier der Link zum Video mit Steve Kennedy Henkel.

Hier geht’s zur Playlist It’s not the end

Weitere Menschen und ihre Titel folgen in Kürze …

Die Idee

Viele Menschen lassen sich von Playlists auf Spotify inspirieren und durch den Tag begleiten. Auch wir als Evangelische Kirche in Bayern möchten diesen Service anbieten und haben verschiedene Menschen eingeladen, an den Playlists von @bayernevangelisch mitzuwirken und uns Ihre Lieblingslieder zu verraten. Drei Playlists sind bis Jahresende geplant. Für jede soll es kurze Videos geben, in denen bekannte und weniger bekannte Menschen ihre Lieder nennen und die auf unseren Seiten bei Facebook, Instagram und YouTube ausgespielt werden.

Als Teil von #Kirchedigital

Diese Idee eignet sich für Feste, Freizeiten, Ereignisse und Projekte. Was ist der Soundtrack eines Ereignisses? Auf Spotify kann man vielen Menschen damit einen Mehrwert mitgeben. Die Kosten von 10 Euro monatlich sind überschaubar.

Digitales Testament – Was bleibt von meinen Daten im Netz?

Schon mal an digitalen Nachlass gedacht? Den Pin vom Smartphone, das Passwort für den Emailaccount oder den Zugang zum Onlinebanking, laufende Verträge über Handys oder Streamindienste, Onlineguthaben und die Urlaubsbilder in der Cloud .. all‘ das kann im Falle des Todes für Familie oder Erben unerreichbar sein. Denn das „digitale Erbe“ ist gesetzlich wenig geregelt und auch das jüngste BGH-Urteil zur Vererbbarkeit eines Facebook-Accounts ist erst der Anfang noch ausstehender Regelungen. Und wer hat schon alles so notiert, dass es auf dem aktuellen Stand nach dem eigenen Tod zugänglich ist für die, die es brauchen.

Digitaler Nachlass

Doch was fällt alles unter den digitalen Nachlass? Zuerst sind  es alle bestehenden einmaligen wie laufenden Verträge, im Wesentlichen also Kaufverträge und Abonnements. Nicht alle enden hier automatisch mit dem Tod und wenn ihre Existenz und die Zugangsdaten den Erben nicht bekannt sind, kann es schwierig sein, sie zu beenden. Zum digitalen Nachlass gehören aber auch alle denkbaren persönlichen Daten: Fotos, ganz gleich ob auf Instagram gepostet oder in Clouds hochgeladen, ob noch in der Kamera oder auf dem Smartphone. Videos zählen dazu und alle Notizen, die auf digitalen Devices abgelegt wurden. Ein großes Feld ist auch Kommunikation, sei es in über Email und in Chats; hier kann auch das Fernmeldegeheimnis betroffen sein. Digital angelegt sind auch viele Kundenkonten, auf denen sich auch Guthaben verbergen können. Nicht wenige Erben fangen deswegen an, den digitalen Nachlass zu bearbeiten.

Viele und nicht nur jüngere Menschen leben einen Teil ihres Lebens im Digitalen. Zu deren Leben und Erinnerung gehören dann auch Profile in Sozialen Medien, Blogs, in denen sie Erlebnisse oder Erkenntnisse schildern. Viele elektronische Geräte legen Bewegungsprofile an, die mit dem Tod nicht verschwinden. Und dann sind ja da noch die meist kommerziellen digitale Gedenk-Orte, in denen sich an einen oder eine Verstorbene erinnern lässt und letzte Worte, Botschaften für die Trauernden, die ein Mensch zu Lebzeiten aufgenommen hat. Also: der digitale Nachlass ist oft größer, als gedacht. Und die umfassende Nutzung digitaler Dienste macht Regelungen notwendig und so manches muss abgewickelt werden.

Fehlt eine Regelung, haben Erben meist keine Möglichkeit, sich Zugang zu bestehenden Konten zu verschaffen. Denn auch wenn ein erstes Urteil gefällt wurde, bisher waren Diensteanbieter nicht verpflichtet, Erben Zugang zu gewähren. Und wenn das Facebook-Urteil des BGH erstmals digitale Daten wie analoge Erbsachen wie zum Beispiel Tagebücher behandelt, es gibt noch keine Optionen in den Facebook-Einstellungen, die das abbilden. Auch wenn es diese einmal gibt, werden Erben den Anbieter kontaktieren müssen und den Erbfall nachweisen. Sie können die Sperrung der Konten    erreichen (wenn sie überhaupt wissen welche) und haben Anspruch auf Inhalt der Konten. Doch wollte das der oder die Verstorbene?

Was ist zu tun?

Digitaler Nachlass beginnt zu Lebzeiten. Eine Liste mit allen Nutzerkonten zusammen mit den email-Adressen, von denen sie eingerichtet wurden ist der Anfang. Auf ihr sind die Benutzernamen und Passwörter zu finden. Das Erstellen dieser Liste kann dann auch ein willkommener Anlass sein, zu entrümpeln und nicht mehr benützte Konten zu löschen.

Nächster Schritt sollte sein, einen Nachlassverwalter zu bestimmen. Diese Person des
Vertrauens kümmert sich nach dem Ableben um Daten, Löschung und Weitergabe. Eingesetzt wird sie oder er zum Beispiel durch eine komplett (!) handschriftliche Vollmacht, in der festgelegt wird, dass diese Person im Todesfall zum digitalen Nachlassverwalter bestimmt wird. Datum und Unterschrift und die Angabe „über den Tod hinaus!“ dürfen nicht fehlen. Konkret wird für diese Person beschrieben, welche Konten sie löschen und welche sie weiterführen soll. Auch bei den Daten muss festgelegt werden, was vollständig löschen und was welcher Erbe bekommen soll. Wenn dann auch klar ist, was mit Fotos und Videos oder den Endgeräten (PCs, Laptop, Tablets, Smartphones, Festplatten …) und den dort gespeicherten Daten passieren soll, sind die wichtigsten Bereiche geklärt.

Einer oder einem digitaler Nachlassverwalter muss die Vollmacht übergeben werden zusammen mit Informationen, wo sich die Übersicht zum digitalen Nachlass befindet, zum Beispiel auf einem USB-Stick oder in einem verschlossenen Umschlag. So hat ein Nachlassverwalter im Sterbefall
die Möglichkeit, sich sofort um den digitalen Nachlass zu kümmern. Bislang wenig geklärt: Was geschieht mit beruflichen Daten und Konten, die beruflich oder von Amts wegen eingerichtet wurden? Hier kann ein Datenverlust auch wirtschaftliche Folgen haben.

Was es schon gibt

Doch ein paar Lösungsansätze gibt es schon. Da ist das Projekt machts-gut.de. Es führt über einfache Fragen und Beispiele zu einer individuellen Nachlassregelung, die am Schluss einer Fragerunde heruntergeladen werden kann. Google bietet einen „Inaktivitätsmanager“, der nach einer einstellbaren Zeit zwischen 3 und 18 Monaten der  Nichtnutzung bis zu zehn Emailadressen anschreibt, die dann den Google-Account verwalten können. Auch für Facebook lässt sich aus den Facebookfreunden ein Nachlassverwalter bestimmen.

Fazit

Die Rechtsprechung ändert sich gerade und verändert sich zu Gunsten der Erben. Konkrete Regelungen fehlen noch. Deswegen zu Lebzeiten um den digitalen Nachlass kümmern. Denn eines ist sicher: Man stirbt deswegen nicht früher.

BlogTipp „Zeilingers Zeilen“

Wer Buchbesprechungen und Information aus dem Fachbereich Ethik finden will, für den ist der Blog des ELKB-Ethik-Beauftragten Thomas Zeilinger. Auf ethik-zeilen.de findet ihr seine Gedanken zu Themen rund um den Dialog zwischen Ethik und Technologie. Im Mittelpunkt seines Nachdenkens stehen derzeit vor allem die Folgen der Digitalisierung für Glauben und Leben.