2020: Gottesdienste zum digital mitfeiern

In diesem Jahr bereitet die Projektstelle „Kirche digital“ der ELKB bis zum Sommer drei Gottesdienste so auf, dass sie an anderen Orten mitfeiert werden können. Der Gottesdienstraum wird also digital erweitert und Menschen an verschiedenen Orten bilden eine feiernde Gemeinde.

Nötig ist dazu nur ein Beamer, eine ausreichende Internetverbindung und eine Soundanlage vor Ort. Möglichkeiten zu Interaktion und bei allen drei Gottesdiensten Liedblätter zum Mitfeiern werden digital zur Verfügung gestellt. Damit der Gema-Rahmenvertrag gilt ist es beim Mitfeiern in Gemeinden notwendig, dass es auch vor Ort einen liturgischen Rahmen gibt. Dazu genügt aber Glockenläuten und Begrüßung am Anfang und Segen am Ende.

6. März – live um 19 Uhr – Weltgebetstag

Den Beginn macht am 6. März um 19 Uhr ein Stream des Weltgebetstags-Gottesdienst aus der Erlöserkirche in Bayreuth. Näheres zum Programm steht Ende Januar fest und wird unter anderem auch hier veröffentlich. Das Material zum Weltgebetstag ist bereits online erhältlich. Auch wird es wieder eine Social Wall zum Weltgebetstag geben, die ihr in eure Gottesdienste oder Abende einbinden könnt.

ab 8. März – live on tape – Frauensonntag

Am Sonntag drauf feiert die Gemeinde in Burgweinting bei Regensburg einen Gottesdienst zum Frauensonntag, der live on tape produziert wird und ab Abend auf YouTube zur Verfügung steht. Der Frauensonntag ist eigentlich am Sonntag Lätare, wird aber in vielen Gemeinden zu anderen Terminen feiert. Der Gottesdienst auf YouTube ist daher zum Mitfeiern gut geeignet. Auch Teile des Gottesdienstes können verwendet werden. Materialien zum bayerischen Frauensonntag findet ihr hier.

1. Juni – live um 10 Uhr  – Pfingstmontag auf dem Hesselberg

Der bayerische Kirchentag auf dem Hesselberg lockt alljährlich tausende nach Franken. Neu ist die Idee, sich als Gemeinde mit dem Kirchentag zu verbinden. Geplant ist, den Gottesdienst ab 10 Uhr so zu streamen, dass Gemeinden ihren Pfingstmontagsgottesdienst damit gestalten und – auch das ein Nebeneffekt – keinen eigenen Gottesdienst vorbereiten müssen.

Hinweis: Zu allen drei Gottesdiensten laufen die Vorbereitungen. Dieser Blogpost wird deswegen laufend erweitert. deswegen laufend erweitert. (Stand 13.1.2020 /chb)

Zentrum Gottesdienst | Sa 16.30–18.00 | Podium „Gottesdienste interaktiv und digital“ | erste Gedanken

Bisherige Erfahrungen mit interaktiven, digitalen  Formaten

Als erste deutschlandweit hat die bayerische Landeskirche bisher dreimal „normale“ Fernsehgottesdienste mit einem SocialMediaDesk kombiniert. Zuschauer und Gottesdienstbesucher vor Ort konnten ihre Gedanken oder Gebete via Social Media einbringen. Einzelne Beiträge wurden im Gottesdienst vorgelesen. Funktioniert hat (zu Überraschung der Fernsehleute), dass Menschen eigene Gebetsanliegen nennen und bereit sind, Inhalte des Gottesdienstes mit eigenem Erlebten zu verknüpfen. Die Ernsthaftigkeit der Beiträge hat beeindruckt.  Wir haben gelernt: Social Media eignet sich als Rückkanal und Störungen sind eher selten. Smartphones und Tablets im Gottesdienst sind nur eine Sache der Gewöhnung. Gottesdienstinhalt für eigene Devices bereitzustellen wäre generell ein guter und papiersparender Service. Menschen freuen sich, wenn sie über die Teilnahme oder das Zusehen sich miteinander verbinden können.

Meine zweite größere Erfahrung ist die Twomplet, die an drei Abenden ja auch auf dem Kirchentag angeboten wird. Das Abendgebet auf Twitter macht Teilnehmende zu einer echten Gebetsgemeinschaft. Die liturgische Funktion Vorbeter*in ist mit Stundengebeten in Kirchen sehr vergleichbar. Das Vorurteil, es würde durch das Medium Twitter so viel an zwischenmenschlicher Botschaft verloren gehen korrespondiert mit der Wahrnehmung, dass auch die zwischenmenschliche Kommunikation in kohlenstofflichen Gemeinschaften nicht immer lückenlos ist, ja ab einer gewissen Teilnehmerzahl nicht mehr gut funktioniert. Die Skalierbarkeit einer Twomplet ist da hilfreich. Im Falle der Twompleten am Abend des GermanWingsAbsturzes und nach den ParisAttentaten haben bis zu 1000 Menschen mitgebetet und mehr als 25.000 einzelne Tweets des Gebets gesehen. Und es war zwischenmenschliches immer noch möglich.

Die dritte Erfahrung ist der Livestream des WeltgebetstagsGottesdienstes 2019 aus Hellmitzheim, einer kleinen Gemeinde in Franken. Hier haben wir zum ersten mal einen Gottesdienst so übertragen, dass er am heimischen Laptop oder mit Beamer in einer anderen Kirche mitgefeiert werden kann und die digitale Teilnahme an einem Gottesdienst möglich ist. Eine der vielen Erfahrungen: der Enkel stellt der Oma im Dorf das Laptop hin und die alte Dame feiert begeistert den Gottesdienst mit, den sie so gerne besucht hätte. Aus einem „besser als nichts“ wird ein „sollte es immer geben!“.

Was spricht dafür, digitale und interaktive Gottesdienste zu feiern?

Ich glaube, das Gottesdienstgeschehen ist im Wandel und muss sich immer wieder anpassen. Das alte Leitbild des Gottesdienstes als Kernpunkt einer örtlichen Gemeinde und Puls ihres gemeinsamen Lebens ist mindestens für die überholt, die ohne einen ständigen Ortsbezug leben und/oder mit der Milieu-Verengung evangelischen Gemeindelebens ihre Schwierigkeiten haben. ottesdienstgemeinde ist für mich die jeweils um Wort uns Sakrament versammelte Gemeinde und digitale Teilnahme ist mit körperlicher gleichzusetzen. Hanna Jacobs hat mit Ihrem Plädoyer, die Predigt abzuschaffen einen weiteren Pfad gewiesen: Menschen wollen nicht mehr zugetextet sondern angeregt werden. Es genügt, wenn einzelne Gedanken berühren. Religiöse Rede als Einbahnstraßenkommunikation fällt hinter den Austausch mehrerer Menschen zurück. Interaktion wäre hier Fortführung der Verkündigung. Und bei Gebeten bleiben in traditionellen Gottesdiensten die Anliegen der Gemeinde meist außen vor.

Wie verändert Interaktivität den Gottesdienst?

Beteiligung und persönliches Liken und Teilen macht aus einem abgeschlossenen Geschehen an einem Ort für bestimmte Menschen ein offenes Beten, Singen und Nachdenken. Die drei großen Möglichkeiten der Digitalisierung 1.Raumunabhängigkeit, 2.Zeitunabhängigkeit und 3.Skalierbarkeit kommen den Gottesdienst als Ort, Zeit und Platz der Verkündigung und möglichen Anwesenheit Gottes sehr entgegen. Eigentlich schade, wenn wir diese Chance nicht nützen.

Journey Blessing #ecic24

L: In the name of the Father, and the Son, and the Holy Spirit.

All: Amen.

Song: In the Lord I’ll be ever thankful,

In the Lord I’ll be ever thankful,
In the Lord I’ll rejoice.
Look to God, do not be afraid,
Lift up your voices, the Lord is near;
Lift up your voices the Lord is near.

Meine Hoffnung und meine Freude,
meine Stärke, mein Licht.
Christus, meine Zuversicht,
auf dich vertrau‘ ich und fürcht‘ mich nicht,
auf dich vertrau‘ ich und fürcht‘ mich nicht

Prayer

All: Lord Jesus Christ my God, be my companion, guide and protector during my journey.
Keep me from all danger, misfortune and temptation.
By Your divine power grant me a peaceful and successful journey and safe arrival.
In You I place my hope and trust and You I praise, honour and glorify, together with Your Father and Holy Spirit, now and forever. Amen.

L: Bible reading: Luke 24: 13-35

The Walk to Emmaus

13 Now on that same day two of them were going to a village called Emmaus, about seven miles from Jerusalem, 14 and talking with each other about all these things that had happened. 15 While they were talking and discussing, Jesus himself came near and went with them, 16 but their eyes were kept from recognizing him. 17 And he said to them, “What are you discussing with each other while you walk along?” They stood still, looking sad. 18 Then one of them, whose name was Cleopas, answered him, “Are you the only stranger in Jerusalem who does not know the things that have taken place there in these days?” 19 He asked them, “What things?” They replied, “The things about Jesus of Nazareth, who was a prophet mighty in deed and word before God and all the people, 20 and how our chief priests and leaders handed him over to be condemned to death and crucified him. 21 But we had hoped that he was the one to redeem Israel. Yes, and besides all this, it is now the third day since these things took place. 22 Moreover, some women of our group astounded us. They were at the tomb early this morning, 23 and when they did not find his body there, they came back and told us that they had indeed seen a vision of angels who said that he was alive. 24 Some of those who were with us went to the tomb and found it just as the women had said; but they did not see him.”

25 Then he said to them, “Oh, how foolish you are, and how slow of heart to believe all that the prophets have declared! 26 Was it not necessary that the Messiah should suffer these things and then enter into his glory?” 27 Then beginning with Moses and all the prophets, he interpreted to them the things about himself in all the scriptures.

28 As they came near the village to which they were going, he walked ahead as if he were going on. 29 But they urged him strongly, saying, “Stay with us, because it is almost evening and the day is now nearly over.” So he went in to stay with them. 30 When he was at the table with them, he took bread, blessed and broke it, and gave it to them. 31 Then their eyes were opened, and they recognized him; and he vanished from their sight. 32 They said to each other, “Were not our hearts burning within us while he was talking to us on the road, while he was opening the scriptures to us?” 33 That same hour they got up and returned to Jerusalem; and they found the eleven and their companions gathered together. 34 They were saying, “The Lord has risen indeed, and he has appeared to Simon!” 35 Then they told what had happened on the road, and how he had been made known to them in the breaking of the bread.

Silence

Prayer

All: Lord Jesus, You traveled with the two disciples after the resurrection and set their hearts on fire with Your grace.
Travel also with me and gladden my heart with Your presence.
I know, Lord, that I am a pilgrim on this earth, seeking the citizenship which is in heaven. During my journey surround me with Your holy angels and keep me safe from seen and unseen dangers.
Grant that I may carry out my plans and fulfill my expectations according to Your will.
Help me to see the beauty of creation and to comprehend the wonder of Your truth in all things.
For You are the Way, the Truth and the Life, and to You I give thanks, praise and glory forever. Amen.

Lord’s Prayer

Song: God, your hands enfold me (Herra, kädelläsi).

God, your hands enfold me, faithfully I live
in the love that only you can give.
ev ’ry heart that’s broken,
ev ’ry wounded soul
comes to peace in you, who makes us whole.
Always I am near you,
God of rest and peace,
all my longing for your care you know.
Always I am near you,
God of rest and peace,
in your love alone my love may grow.

Gott, in deinen Händen ist Vergebung da.
Du baust eine Brücke, die mich trägt.
Sie verbindet Ufer, nichts trennt mich von dir.
Bleib bei mir begleite meinen Weg.
Gott, mit deiner Liebe fängt mein Leben an.
Du bist es, der meinen Sinn ersann.
Gott, mit deiner Liebe fängt mein Leben an.
Dir sing ich mein Lied, solang ich kann.

Blessing

L: May God the Father
prepare your journey,
Jesus the Son
guide your footsteps,
The Spirit of Life
strengthen your body,
The Three in One
watch over you,
on every road
that you may follow.

Common blessing

Was Digitalisierung in der Kirche heißen kann

Es fällt schwer, auf Andreas Mertin und seinen Artikel „Was ‚Digitalisierung‘ in der Kirche nicht heißen kann“ [1] und den nachgeworfenen „Fehdehandschuh“[2] zu antworten. Er zwingt dazu, sich rechtfertigen zu müssen. Theologische Beweise werden eingefordert. Wer so auftritt, will Recht haben. Und wird unterstützt durch eine Schriftleitung, die im Korrespondenzblatt 40.000 Zeichen für Digitalisierungskritik freihält (So in der Ausgabe Januar 2019 und Februar 2019) und einer Antwort 5000 Zeichen zugesteht.
(Update: ich hatte im Februar beim Korrespondenzblatt nachgefragt, ob sie nach drei digitalkritischen Artikeln in zwei Heften an einer Antwort interessiert wären. Antwort war „Ja, aber maximal 5000 Zeichen. Und Mertin machte die Werthaftigkeit ja auch an der Zeichenlänge fest. Deswegen dieses merkwürdige Zeichenzählen)

Was aber heißt Digitalisierung in der Kirche?

Wer dieses Thema reitet, kann auf zwei Seiten vom Pferd fallen. Die einen meinen, man könne sich zur Digitalisierung verhalten, könne und müsse also entscheiden, ob man da mitmacht oder eben nicht. Da ist dann das Persönliche das einzig wahre und wird allein entscheidend: „Gibt es eine Begegnung mit Gott in der Person Jesu Christi? Dann ist die Frage der räumlichen Gestaltung und des Kontextes sekundär. Gibt es diese personale Begegnung nicht, ist alles hinfällig?“ Spannend ist hier die Engführung: Ich kann Gott in der Person Jesu Christi auch im Netz begegnen. Wenn aber nur personale Begegnungen zählen, dann lasst uns Telekommunikation, Medienarbeit und alle moderne Technik abschaffen. Kirche ist dann nur da, wo zwei oder drei … .

Aber auch die andere Seite ist sehr attraktiv, um vom Pferd zu fallen: Digitalisierung würde helfen, Probleme der Kirche zu lösen. Junge Menschen könne man so erreichen oder digital helfen, dass Menschen ihre Gemeinde besser fänden. Auch diese Hoffnung ist ein Irrweg. Meine Erkenntnis nach fünf Jahren Arbeit in Social Media ist: Fast kein Problem in #digitaleKirche war nicht schon mal als altes analoges Problem da. Und was bisher nicht gelöst wurde, löst sich auch digital nicht. Es fällt nur schneller und häufiger auf.

#digitaleKirche als Hilfsmittel

Auf Twitter ist seit einiger Zeit der Hashtag #digitalekirche[3] gebräuchlich, um die aktuelle Diskussion der vielen gut verfolgen zu können. So belegte Carola Scherf kurz und fröhlich[4]: die Zukunft der Kirche ist digital, weil digitale Kirche die lokalen Begrenzungen überwindet und die Gemeinschaft vor Ort ergänzt. Digitale Kirche ist eine sinnvolle Weiterentwicklung, weil sie orts- und zeitunabhängig ist und skalierbar ist[5]. In der Verkündigung des Evangeliums  und der Kommunikation miteinander nicht darauf angewiesen zu sein, dass man körperlich an einem Ort zusammen kommt und der Platz in einer Kirche auch mal nicht ausreicht, ist für mich eine Stärke einer Digitalisierung in Kirche, die das vorhandene sinnvoll ergänzt. Wer behauptet, digitale Kirche wolle althergebrachte Kirche ablösen oder ersetzen, diskeditiert um Pfründe zu sichern. Ich möchte schon deswegen über möglichst viele digitale Felder nachdenken, damit wir wieder Platz und Zeit haben für das, was in Kirche immer im persönlichen Gegenüber und der körperlichen Gemeinschaft bleiben wird. Vieles, was wir da noch analog pflegen, hat keinen theologischen Grund, auf Papier gedruckt oder nicht automatisiert bearbeitet zu werden[6].

So erscheinen viele schöne Geschichten und Bilder in Gemeinden immer noch ausschließlich im Gemeindebrief und als Nachberichte, oft Wochen nach dem Ereignis. Theologisch und publizistisch gibt es dafür keinen Grund. Parusieverzögerung kann auch meist auch ausgeschlossen werden. Digitale Kirche würde Bilder und Bericht zeitnah und online veröffentlichen und den Gemeindebrief wie die „Zeit“ für Themen und längere Artikel nutzen können.

Für Automatisierung könnte das Ausstellen einer Patenbescheinigung ein guter Usecase sein. Das Kirchenmitglied loggt sich in ein MitgliederTool ein und ruft im Portal für Bescheinigungen das gewünschte ab. Da in vielen Gemeinden heute schon dieser Fall nicht dazu genutzt wird, um dem künftigen Paten Gottes Segen bei der bevorstehenden Aufgabe zu wünschen und eine Veranstaltung für werdende Paten anzubieten, kann die Bescheinigung auch automatisiert werden. Wer dies jetzt schon anders behandelt und die Anfrage als Beginn einer Kommunikation nimmt, ist zu beglückwünschen und hat ein Stück analoge Kirche wieder entdeckt. Hier braucht es dann die Automatisierung nicht.

Auch die von Thiede wie einst Cato der Ältere immer wieder hervorgeholte Mahnung, man dürfe die elektrosensiblen Menschen durch freies WLAN angeboten durch godspot nicht aus der Kirche treiben oder gefährden, ist für mich eine Vermischung der Argumentationen. Wenn Kirche sensibel mit Strahlung umgehen will, muss sie Kirchenräume ganz bewusst ohne Induktionssschleifen für Schwerhörige, Strom-Bankheizungen, Funkmikrofone und WLAN anbieten und darin Gottesdienste ohne jede technische Störungen anbieten. Derartige digitale Detox-Kirchen hätten einen besonderen Reiz. Im privaten Umfeld aber Smartphone, Herzschrittmacher, Hörgerät und Navi zu nutzen und beim WLAN „Achtet auf die Strahlung!“ zu rufen, ist für mich inkonsequent. Auch hier bedeutet Digitalisierung für Kirche, sich bewusst und in der jeweiligen Situation für das eine oder das andere zu entscheiden.

Hilfreich in diesem Zusammenhang ist Petra Bahr, die anmerkt: „Das Digitale vor Kirche kann man genauso weglassen wie die Kultur vor Kirche bei Kulturkirche. Wie das weiß vor Schimmel. Aber erst dann, wenn die kritische Verbindung aus beidem sich von selbst versteht[7].“ Ich würde sagen: Bis dahin ist noch viel zu tun. Den Hashtag #digitaleKirche als Hilfsmittel zur Verortung und Kommunikation braucht es noch ein Weilchen.

Digitale Theologie und die Theologie des Digitalen

Seitdem Johanna Haberer 2015 ihre „Digitale Theologie“ veröffentlichte, ist viel geschehen. Eine Kritik, die sich nur an diesem Werk abarbeitet, übersieht kluge Beiträge wie die von Christina Ernst[8] Marcel Saß aus Marburg oder den Berliner Systematiker Florian Höhne[9]. Viele beschäftigen sich klug und aktuell mit Digitalisierung. Die Arbeit von Thomas Zeilinger als Beauftragter der ELKB für Ethik im Dialog mit Technologie und Naturwissenschaften ist aus meiner Sicht nur ein Anfang. Ein ökumenischer (!) Lehrstuhl für digitale Theologie wäre notwendig. Theologisches Denken hilft dabei, jede kleine Veränderungen auf den Glauben und das Leben hin zu befragen. Wer wenn nicht wir hätte dabei eine Ahnung von Freiheit und Rechtfertigung. Damit bis zu einem wie auch immer aussehenden Ende der Digitalisierung zu warten und dann das Ergebnis bewerten, wird m.E. nicht möglich sein. Ebenso wenig, wie vorher schon zu sagen, wohin Digitalisierung uns führen wird und sie deswegen komplett abzulehnen.

Auch eine Theologie des Digitalen ist notwendig. Digitale Vordenker im Silicon Valley entwerfen Visionen, die viel Verheißung und Weltverbesserung atmen. Wir sind als Christ*innen sind nicht mehr die einzigen, die von einer besseren Welt träumen. Gerade deshalb können Theolog*innen gute Mitdenker sein und so manchen verheißenen Fortschritt als noch nicht verwirklicht anmahnen.

Gerne übernehmen möchte ich aber das Silicon-Valley-Mindset: eine Idee erst einmal auf ihre Möglichkeiten und Chancen hin zu überprüfen und zu fragen „Wie kann ich dir helfen, deine Idee zu verwirklichen?“ und nicht – typisch deutsch – mit „Da fallen mir aber viele Probleme ein, weswegen das nicht möglich ist“ zu reagieren.

Was ist der Mehrwert? Gefällt dir das?

Mit einer Entwicklung in der Digitalisierung tut sich Kirche besonders schwer: mit der allgegenwärtigen Frage nach dem Mehrwert. Für viele Menschen ist ein Inhalt oder eine Institution nicht deswegen wertvoll, weil es sie schon lange gibt oder sie in der Vergangenheit Verdienste erworben hat. Sie entscheiden von Fall zu Fall, was dies oder jenes Ihnen bringt oder ob es weiterhilft. Alles Bemühen von Kirche, Tradition um ihrer selbst zu wahren und damit zu punkten, ist vergeblich. Die Chance liegt darin, das Evangelium immer wieder neu zu formulieren, auszulegen und auf das jeweilige Leben hin zu deuten. Digitalisierung ist damit immer auch Institutionenkritik. Unternehmen, die auf diesen Mentalitätswandel reagieren, überleben. Wer in „bewährten“ Strukturen verharrt, verpasst diese Chance. Viele Probleme waren früher mal eine Lösung.

Wesentlich mehr als früher sind Menschen auch bereit, sich zu einem Inhalt persönlich zu verhalten oder einen Kommentar abgeben und diesen im Internet zu veröffentlichen. Nichts anderes ist Liken und Kommentieren in sozialen Medien. Besonders bei kirchlichen Entscheidungsträgern stößt dieses Verhalten auf Unverständnis, weil sie selbst damit nicht leben. Kirche verpasst hier viele Gelegenheiten, mit den ihr anvertrauten Daten zu arbeiten. Die Besonderheit des DSG-EKG, das kirchliche Arbeit als legitimen Grund für Datenverarbeitung vorsieht, wird vielfach nicht ausgeschöpft. Dabei könnte Kirche in der Datennutzung Vorbild sein: wir wissen, dass Menschen nicht die Summe unserer Likes sind und kennen die Grenzen von Inszenierung. Die Botschaft von Freiheit und Rechtfertigung wirft ein völlig anderes Licht auf den Wert von Daten.

Die Mär vom Ersetzen der Pfarrer

Zu den berührendsten Rückmeldungen auf den Segensroboters BlessU bei der Weltausstellung in Wittenberg gehört die eines Besuchers: „Ich wurde noch nie so viel gefragt wie von diesem Roboter. Der interessiert sich mehr für mich als mein Pfarrer“. Gedacht war das Roboter-Projekt als Anstoß, um über Segen nachzudenken. Deswegen war immer ein Mensch neben der Maschine, um sich über den gerade erlebten Segen austauschen zu können. Dass Defizite im analogen Handeln von Kirche offensichtlich wurden, überraschte viele. So teile ich die von Mertin und Thiede befeuerte Angst nicht, geistliches Handeln könne und solle bald von Maschinen übernommen werden. Es gibt sicher Arbeiten, die bald oder jetzt schon von Robotern übernommen werden. Doch möchte ich vor allem bei stupiden oder gefährlichen Arbeiten schon fragen dürfen, ob es immer besser ist, wenn Menschen diese Jobs machen (müssen).

Ein für viele nicht nahe liegendes Beispiel ist der Telefondienst in Pfarrämtern. Der Einsatz digitaler Technik könnte außerhalb der Öffnungszeiten eines Pfarramtes dazu führen, dass Menschen an die Mitarbeitenden des EKD-Service-Telefons weiter verbunden werden oder mittels (klar aus solchem gekennzeichneten) Chatbot ihr Anliegen differenzieren können. Wenn das nicht hilft, kann die Nachricht auf dem Anrufbeantworter, die Nummer der Telefonseelsorge oder das Notfalltelefon im Dekanat weiter helfen. Alles digitale Entlastung der Mitarbeitenden in den Pfarrämtern, die heute schon technisch möglich ist.

Problematisch finde ich es beides: Digitalisierung zuerst als Mittel der Kostenminimierung zu sehen oder das Nachdenken über Digitalisierung vorschnell als Bevormundung oder mutwilliges Zerstören des Althergebrachten abzustempeln. So kommen wir nicht weiter. Auch hier kann Kirche zeigen, dass sie manche Muster der Wirtschaft nicht übernimmt: wir nützen Digitalisierung, um unsere Arbeit leichter zu machen und um dann mehr Zeit für Menschen zu haben.

Mit Mertins Ausflug in seine anscheinend sorgfältig gepflegte Science-Fiction-Sammlung kann ich wenig anfangen. Wenn man jede Zukunftsvision als „Spiegel der Sehnsüchte einer Gesellschaft begreift“, diskreditiert man Menschen, die einfach nur Probleme von Menschen lösen wollen und deswegen Lösungen neu denken. So macht es mich schon nachdenklich, wenn immer mehr Menschen die evangelische Kirche verlassen, weil sie keinen konkreten Mehrwert in der Kirche sehen. Böte eine MitgliederApp den freien Zugang zur Ortskirche mittels digitalem Schlüssel, die Reservierung eines Sitzplatzes im Weihnachtsgottesdienst und die Abomöglichkeit für Predigten und Andachten als Podcast an, wäre das ein konkreter Mehrwert digitaler Anwendung. Aber schon diese wenigen Beispiele dürften aber bei vielen in der Kirche nur Gelächter auslösen. Da kratzt manche Fiction dann doch zu sehr an den Lieblingsfragen kirchlicher Entwicklung „wo kämen wir dahin?“.

Ebenfalls nicht genügen kann ich der Anforderung, man müsse sich erst akademisch bewährt haben um sich an einem Diskurs zu beteiligen. Wie Mertin sich aber über Kollegen wie den von mir sehr verehrten Lutz Neumeier auslässt, verträgt sich nicht mit dem Miteinander unter Christinnen und Christen.

Mein Fazit

Digitalisierung in der Kirche ist kein Sonderfall sondern Normalität. Heutige Öffentlichkeit ist das Internet. Wenn wir als Kirche Menschen erreichen wollen, dann müssen wir da sein, wo die Menschen sind. Dass schließt nicht aus, das wir besondere Räume und Zeiten anbieten, die sich von der Welt abheben. Aber es bedeutet auch nicht, dass wir uns auf diese heiligen Räume und Zeiten beschränken, ja Kirche als nur dort möglich verstehen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott uns nicht auch im Internet begegnet. Ich bin dankbar für viele Gottesbegegnung und  wunderbare, berührende Freundschaften mit Menschen, digital und analog. Und könnte es nicht sein, dass Gott die Digitalisierung schickte, um uns zu bewegen?

[1] In Korrespondenzblatt Jan und Feb 2019, erstveröffentlicht in https://www.theomag.de/112/am623.htm

[2] https://www.theomag.de/117/am658.htm. Andreas Mertin hat mich eingeladen, in seinem Magazin „Tà katoptrizómena“, der Plattform für Kunst, Kultur, Theologie und Ästhetik zu antworten. Auch die Länge war vorgegeben. Alles darunter sei „dahingerotzt“. Man mag mir verzeihen, dass ich dieser „wertschätzenden“ Einladung nicht folge und deswegen hier und länger in meinem Blog antworte.

[3] #digitaleKirche wird hauptsächlich auf Twitter verwendet. Andreas Mertin verwendet ihn wohl absichtlich falsch mit Leerzeichen, wohl um nicht „maschinenlesbar“ zu werden. Dieses nette akademische Mimikry sorgt aber auch dafür, dass seinen Artikel sich in der aktuellen Diskussion schwer einbinden lässt. Ein vielleicht gewollter Versuch, sich „nicht gemein zu machen“. Zur Verständigung trägt es wenig bei.

[4] http://carola-scherf.de/2019/01/11/kirche-in-der-vernetzten-welt-digitale-kirche-als-beziehungsnetz/

[5] Der Gedanke finden sich auch bei Harald Schirmer, der in der Conti AG für digitale Transformation verantwortlich ist. Zu lesen z.B. hier http://harald-schirmer.de/tag/veranderung/

[6] Beispiele dafür in der Langform dieses Beitrages auf https://kirchedigital.blog/2019/02/07/was-digitalisierung-in-der-kirche-heissen-kann

[7] In ihrem Tweet vom 6.2.2019 als @bellabahr

[8] „Mein Gesicht zeig ich nicht auf Facebook. Social Media als Herausforderung theologischer Anthropologie“, 2015, Edition Ethik, Band: 15

[9] Siehe dazu https://kirchedigital.blog/2018/06/26/heilig-christlich-smart/

„New Year happy and blessed“ – Musik zum Jahreswechsel

Feuerwerk und Kirchenglocken. Ein altes Jahr verabschieden und das neue Begrüßen. Silvester und Neujahr ist eine Zeit des Übergangs, die die einen eher still feiern und andere überschäumend fröhlich. Auch mit Musik.

Die erste, die wir gefragt haben ist Miriam Groß, Pfarrerin in New York. Miriam hat uns auf die Playlist gesetzt:

Billy Joel: “We Didn’t Start the Fire“ aus “Storm Front” (1989)
Keala Settle: „This Is Me“ aus “The Greatest Showman On Earth” (2017)
Dietrich Bonhoeffer/Siegfried Fietz: “Von guten Mächten wunderbar geborgen” (1944/1970)

Hier der Link zum Video mit Pfarrerin Miriam Groß

Steve Kennedy Henkel ist Vikar an der Münchner Erlöserkirche. Seine Musik-Vorschläge:

Fiddler’s Green: “Never Hide” aus “Winners & Boozers” (2013)
Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox feat. Miche Braden: “Livin‘ on a Prayer” aus “Historical Misappropriation” (2014)
Georg Neumark: “Wer nur den lieben Gott läßt walten” (1641) in einer Aufnahme mit der Heinrich Schütz Kantorei, Freiburg

Hier der Link zum Video mit Steve Kennedy Henkel.

Von Musiker, Moderator und Kabarettist Hannes Ringlstetter kommen diese Titel:

Rainald Grebe: “Silvester” aus “HongKongKonzert” (2009)
Eddie Vedder: “Into the Wild” aus dem gleichnamigen Soundtrack (2007)
Ludwig van Beethoven/Friedrich Schiller: “Freude, schöner Götterfunken” aus 9. Sinfonie in d-Moll op. 125 (1824)

Hier der Link zum Video mit Hannes Ringlstetter.

Theologiestudentin Doro Stürzbecher hört am liebsten ein Lied. Das aber in verschiedenen Versionen:

Die Toten Hosen: „Auld Lang Syne“ aus “Wir warten auf’s Christkind” (1998)
Mairi Campbell: “Auld Lang Syne” aus dem gleichnamigen Album (2018)

Hier der Link zum Video mit Doro Stürzbecher.

Seine Show auf Bayern 3 hat Kultstatus. Wir haben Moderator, Kabarettist und DJ Matthias Matuschik nach seinen Titeln für den Jahreswechsel gefragt. Und sein Musikgeschmack hat uns nicht enttäuscht:

Buckshot LeFonque: “Another Day” aus “Music Evolution” (1997), besser als Remix (2002)
Del Amitri: ”Nothing Ever Happens” aus “Waking Hours” (1989)
Flash And The Pan: “Midnight Man” aus “Early Morning Wake Up Call” (1984)

Hier der Link zum Video mit Matthias Matuschik.

Sabrina Hoppe ist Vikarin in Aschau und Bernau am Chiemsee und für sie ist der Jahreswechsel eine Zeit des Neuanfangs und der Veränderung. Passend dazu die Lieder, die sie uns auf die Playlist gepackt hat:

Tracy Chapman: “Change” aus “Where You Live” (2005)
Ben Kweller: “Sundress” aus “Ben Kweller” (2006)
Annett Louisan: “Verschwinde” aus “In meiner Mitte” (2011)

Hier der Link zum Video mit Sabrina Hoppe.

Thomas Nowack arbeitet beim Popularmusikverband der bayerischen Landeskirche und ist sozusagen Berufsmusiksucher. Seine Tipps bilden den Abschluss unserer kleinen Reihe und unserer Playlist. Fröhliches Lauschen und gutes Hinüberkommen!

Georg Friedrich Händel: “Music for the Royal Fireworks” (HWV 351, 1748) hier in einer Aufnahme der Academy St. Martin in the fields.
Global Kryner: “Something Stupid” aus “Global Kryner” (2004)
Paolo Conte: “Via Con Me” aus “Paris milonga” (1981)
Max Raabe: “Mit Dir möchte ich immer Silvester feiern” aus “Küssen kann man nicht alleine” (2011)
Sissel Kyrkjebø: “Nordisk Vinternatt” (2005)
Brian Doerksen: “Grateful for Another Day” aus “Grateful” (2018).

Hier der Link zum Video mit Thomas Nowack.

Hier der Link zur Spotify-Playlist „New Year happy and blessed“ (Falls der Link nicht funktioniert, sucht bitte auf Spotify nach „bayernevangelisch“

Die Idee

Viele Menschen lassen sich von Playlists auf Spotify inspirieren und durch den Tag begleiten. Auch wir als Evangelische Kirche in Bayern möchten diesen Service anbieten und haben verschiedene Menschen eingeladen, an den Playlists von @bayernevangelisch mitzuwirken und uns Ihre Lieblingslieder zu verraten. Drei Playlists sind bis Jahresende geplant. Für jede soll es kurze Videos geben, in denen bekannte und weniger bekannte Menschen ihre Lieder nennen und die auf unseren Seiten bei Facebook, Instagram und YouTube ausgespielt werden.

Als Teil von #Kirchedigital

Diese Idee eignet sich für Feste, Freizeiten, Ereignisse und Projekte. Was ist der Soundtrack eines Ereignisses? Auf Spotify kann man vielen Menschen damit einen Mehrwert mitgeben. Die Kosten von 10 Euro monatlich sind überschaubar. Einfach einen Account anlegen und Playlists erstellen. Es lassen sich auch ein Bild und eine Beschreibung für jede Playlist hinterlegen. Die Infos zu den Titeln lassen sich in Blogposts wie diesem hier unter bringen.

Jesus Birthday – Musik im Advent und zu Weihnachten

Vier Adventssonntage und das Weihnachtsfest. Ohne Musik lässt sich diese Zeit nicht feiern und jedes Jahr kommen neue Lieder dazu, verbinden sich mit denen, die „schon immer“ gesungen wurden. Denn nicht nur Engel singen.

Wie schon zu November und zum Ewigkeitssonntag haben wir eine Playlist auf Spotify angelegt und fragen bis Weihnachten verschiedene nach ihren Lieblingsliedern in der manchmal gar nicht “staaden” Zeit. Den Anfang macht Steve Kennedy Henkel. Er ist Vikar an der Münchner Erlöserkirche und hat uns folgende Titel auf die Playlist gesetzt:

Silly: “Wo bist du” aus “Paradies” (1996)
Evangelisches Gesangbuch Nr. 7: “O Heiland, reiß’ die Himmel auf”
in einer Aufnahme des VocalConcert Dresden (2013)
H.J. Gauntlett und C.F. Alexander, “Once in Royal Davids city”
in einer Aufnahme des Choir of King’s College

Hier der Link zum Video mit Steve Kennedy Henkel

Hannes Ringlstetter, Musiker, Moderator und Kabarettist setzte auf die Playlist:

Rod Stewart: “Merry Christmas, Baby” (2012) aus der wir ausgewählt haben „Have Yourself A Merry Little Christmas“
Pink Floyd: “Shine On You Crazy Diamond” aus “Wish You Were Here” (1975)
Joseph Mohr / Franz Xaver Gruber: “Stille Nacht, heilige Nacht” (1818)

Hier der Link zum Video mit Hannes Ringlstetter

Thomas Nowack vom Popularmusikverband der ELKB setzte auf die Playlist:

Berlin Voices: “Es kommt ein Schiff geladen” aus “About Christmas” (2010)
Take 6: “Silent Night” aus “He is Christmas” (1991)
Oslo Gospel Choir: “Sweet Jesus”, hier aus “This is the day – Live in Montreaux” (2008)
Bod Dylan: “Must Be Santa” aus “Christmas In Your Heart” (2009)

Hier der Link zum Video mit Thomas Nowack

Theologie-Studentin Doro Stürzbecher setzte auf die Playlist:

Callie Moore & Colette Butler: ”God Rest You Merry Gentlemen” auf YouTube (2014)
Danny Elfman: “Ice dance” aus “Edward Scissorhands” (1990)

Hier der Link zum Video mit Doro Stürzbecher

Matthias Matuschik, B3-Moderator, Kabarettist und DJ setzte auf die Playlist:

Bob Seger and the Silver Bullet Band: “Little Drummer Boy” aus “The Real Love (1992)
The Pogues: “Fairytale Of New York” aus “If I Should Fall from Grace with God” (1988)
Blockflöte des Todes: “Happy Birthday Jesus” (2009)

Hier der Link zum Video mit Matuschke

Karolin Gerleigner, Pfarrerin und Teil unserer Facebook-Redaktion hat uns auf unsere Playlist gesetzt:

Georg Weissel: “Macht hoch die Tür”, (1642) hier gesungen vom Rundfunk-Jugendchor Wernigrode
Queen: “Thank God It’s Christmas” aus “The Works” (1984)
Bad Religion: “O Come All Ye Faithful“ aus “Christmas Songs” (2013)

Hier der Link zum Video mit Karolin Gerleigner

Eine erklärte Weihnachts-Liebhaberin ist Susanne Breit-Keßler, Regionalbischöfin für München und Oberbayern. Hier ihre Titel zur Spotify-Playlist:

Showaddywaddy: “Rock Christmas” (1997)
Neil Diamond: “Little Drummer Boy” aus “The Christmas Album” (1992)
Paul Gerhardt / Michael Praetorius: “Ich steh an deiner Krippen hier”
hier gesungen vom Thomanerchor Leipzig aus “Weihnachten mit dem Thomanerchor” (2014)

Hier der Link zum Video mit Susanne Breit-Keßler

Auch Alexander Seidel gehört zur Facebook-Redaktion der ELKB. Der Dorfpfarrer in Wilhelmsdorf und Brunn ist nebenbei auch Kabarettist bei FKK,dem Fränkischen-Kirchen-Kabarett. Und setzt uns einen echten Klassiker und fränkische Geheintipps auf die Spotify-Playlist:

Karel Svoboda: Filmmusikzu “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” (1973) Check National Symphony Orchestra (2018)
Viva Voce: “Maria durch ein Dornwald ging” aus “Wir schenken uns nix” (2014), auf Spotify leider nur in der Version mit Orchester. Auf YouTube besser. Und die CD lohnt sich sehr!
Wolfgang Buck: “Rutsch aweng her” aus “Flusszigeiner” (2006). Nicht auf Spotify. Kauft die CD! Auf YouTube mit Wolfgang Schmidbauer.

Hier der Link zum Video mit Alexander Seidel.

Hier der Link zur Spotify-Playlist „Jesus Birthday“ (Falls der Link nicht funktioniert, sucht bitte auf Spotify nach „bayernevangelisch“

Die Idee

Viele Menschen lassen sich von Playlists auf Spotify inspirieren und durch den Tag begleiten. Auch wir als Evangelische Kirche in Bayern möchten diesen Service anbieten und haben verschiedene Menschen eingeladen, an den Playlists von @bayernevangelisch mitzuwirken und uns Ihre Lieblingslieder zu verraten. Drei Playlists sind bis Jahresende geplant. Für jede soll es kurze Videos geben, in denen bekannte und weniger bekannte Menschen ihre Lieder nennen und die auf unseren Seiten bei Facebook, Instagram und YouTube ausgespielt werden.

Als Teil von #Kirchedigital

Diese Idee eignet sich für Feste, Freizeiten, Ereignisse und Projekte. Was ist der Soundtrack eines Ereignisses? Auf Spotify kann man vielen Menschen damit einen Mehrwert mitgeben. Die Kosten von 10 Euro monatlich sind überschaubar.

Spotify-Playlist: it’s not the end

„It’s not the end!“ Musik im November

die Spotify-Playlist von @bayernevangelisch

Allerheiligen, Volkstrauertag, Ewigkeitssonntag, die Reihe der „traurigen“ Tage im November erinnert viele Menschen an ihre Lieben, die gestorben sind, die fehlen und an die man sich bei bestimmten Liedern erinnert. Und es gibt Songs, die uns etwas erzählen von der Welt, die noch kommt. Vom neuen Himmel, vom Jenseits, das ganz verschieden aussehen kann.

Hannes Ringlstetter, Musiker, Moderator und Kabarettist, hat uns mit seinem Lied “Himmel” auf die Idee einer Playlist gebracht mit Musik zum Novmber. Und so haben wir ihn gefragt, wie sein Lied entstanden ist und was seine Titel für eine Playlist „It’s not the end“ wären.

Hannes Ringlstetter: “Himmel” aus “Zum Ringlstetter” (2014)
Jonny Cash: “Personal Jesus” und “Hurt” aus  American IV: The Man Comes Around
Guns N‘ Roses: “Live And Let Die” aus Use Your Illusion (1991)
Wolfgang Amadeus Mozart, „Requiem“ (wir haben uns für eine Aufnahme von Nikolaus Harnoncourt entschieden)

Hier der Link zum Video mit Hannes Ringlstetter

Als zweites haben wir Doro Stürzbecher gefragt. Sie studiert Evangelische Theologie in München und hat uns diese Lieder auf die Playlist gesetzt:
Metallica: “Nothing else matters” aus “Metallica” (1991)
Sarah McLachlan: “Wintersong” aus “Wintersong” (2006)

Hier der Link zum Video mit Doro Stürzbecher

Als drittes Rainer Fuchs, Diakon in München-Giesing nach seinen Titeln gefragt. Und er hat uns auf die Playlist gesetzt:

Johnny Cash: “Ain’t No Grave” aus “American VI: Ain’t No Grave” (2010)
Werner Schmidbauer: “Wenn moi der Dog kimmt” aus “Augnschaugn” (1995)

Hier der Link zum Video mit Rainer Fuchs.

Matthias Matuschik, besser bekannt als Matuschke ist Moderator bei Bayern 3 und bezeichnet sich selbst als Atheist. Wir haben ihn trotzdem gefragt, was für ihn Lieder wären, die auf einer Playlist im “Trauer-Monat” nicht fehlen dürfen. Und Matuschke hat uns nicht enttäuscht! Denn diese ziemlich guten Stücke hat er uns auf die Playlist gesetzt:

Glasvegas „Daddy’s gone“ aus „Glasvegas“ (2008)
Ezio „Meet me in the Gods“ aus „Higher“ (2000)
Wolfgang Ambros “Es lebe der Zentralfriedhof” (1975)

Hier der Link zum Video mit Matthias Matuschik.

Sabrina Hoppe ist Vikarin in Aschau und Bernau am Chiemsee. Sie hat uns auf die Playlist gesetzt:

Rio Reiser: “Halt Dich an Deiner Liebe fest” aus “Wenn die Nacht am tiefsten …” von Ton Steine Scherben (1975)
Kettcar: “Zurück aus Ohlsdorf” aus “Zwischen den Runden” (2012)
Ben Harper: “Walk away” aus “Welcome to the Cruel World” (1994)

Hier der Link zum Video mit Sabrina Hoppe.

Nicole Grochowina ist Schwester in der Communität Christusbruderschaft Selbitz und lehrt Geschichte an der Universität Erlangen. Mitten in den Büchern haben wir sie nach ihren Liedern von Tod und Auferstehung gefragt. Nicole hat uns folgende Titel auf die Playlist gesetzt:

The World Quintet featuring Herbert Grönemeyer: “Trauer” aus “The World Quintet” (2003)
Bart Millard / MercyMe: “I Can Only Imagine”  aus The Worship Project (1999)
Ennio Morricone: “Return To Life” aus “Fateless (2004)

Hier der Link zum Video mit Nicole Grochowina.

Steve Kennedy Henkel ist Vikar an der Münchner Erlöserkirche und hat uns folgende Titel auf die Playlist gesetzt:

The Verve: “Bitter Sweet Symphony” aus “Urban Hymns“ (2016)
Fiddler’s Green: “The Night Pat Murphy Died” aus “Drive Me Mad“ (2007)
Johannes Brahms: “Ein Deutsches Requiem”, John Eliot Gardener (2012)

Hier der Link zum Video mit Steve Kennedy Henkel.

Hier geht’s zur Playlist It’s not the end

Weitere Menschen und ihre Titel folgen in Kürze …

Die Idee

Viele Menschen lassen sich von Playlists auf Spotify inspirieren und durch den Tag begleiten. Auch wir als Evangelische Kirche in Bayern möchten diesen Service anbieten und haben verschiedene Menschen eingeladen, an den Playlists von @bayernevangelisch mitzuwirken und uns Ihre Lieblingslieder zu verraten. Drei Playlists sind bis Jahresende geplant. Für jede soll es kurze Videos geben, in denen bekannte und weniger bekannte Menschen ihre Lieder nennen und die auf unseren Seiten bei Facebook, Instagram und YouTube ausgespielt werden.

Als Teil von #Kirchedigital

Diese Idee eignet sich für Feste, Freizeiten, Ereignisse und Projekte. Was ist der Soundtrack eines Ereignisses? Auf Spotify kann man vielen Menschen damit einen Mehrwert mitgeben. Die Kosten von 10 Euro monatlich sind überschaubar.