Audios von Gottesdiensten und Predigten erstellen

„Predigt des Wortes Gottes ist Wort Gottes“ sagt Martin Luther. Mit Audios kann man mehr Menschen mit einer Predigt oder einem Gottesdienst erreichen. Hier eine Anleitung.

Audio aufnehmen

Nur wenige Kirchen haben eine Tonanlage, die den Mitschnitt ermöglicht. Auch wenn das möglich ist, empfiehlt es sich die Tonqualität einer solchen Anlage zu prüfen. Leichter und im Ergebnis besser sind Audiorecorder, zum Beispiel den Zoom H2n oder H4n. Die Preise dafür sind erträglich. Mit dem H4n lassen sich auch externe Mirkophone anschließen. Wer es dauerhaft und etwas einfacher haben will, nimmt eine Funkstrecke wie die von Rode und nimmt mit dem H4n auf.

Die Geräte nehmen im im MP3- (genügt für Sprache) und WAV-format auf,  ermöglichen auch gute Aufnahmen der Atmosphäre in einem Gottesdienst und kommt im teils Bundle mit wavelab le daher. Natürlich ist auch eine Aufnahme mit einem Smartphone möglich. Die Qualität ist hier aber weniger gut.

Zur Aufnahme empfiehlt sich eine kleine Halterung an der Kanzel oder ein Stativ. Dann anschalten, auf „Aufnahme“ drücken und fertig ist die Datei, die Sie mit einer SD-Karte auf jeden Rechner übertragen können.

Audio Schneiden

Mit dem kostenlosen Programm Audacity (oder mit beim Zoom im Bundle oft enthaltenen wavelab le) importieren Sie die Audio-Datei. Schneiden Sie den Bereich, den Sie ins Netz bringen wollen, mindestens am Anfang und am Ende. Wenn Sie mehr Zeit haben, können Sie auch Huster, Versprecher oder Umbaugerumpel rausschneiden.

Online stellen

Dann auf Soundcloud hochladen. Der Account ist unproblematisch und derzeit bis 180 Minuten kostenlos. Vorteil dieser Plattform: die Daten werden verarbeitet und gepuffert wiedergegeben. Auch auf YouTube lassen sich Audios als Videos mit Standbild hochladen. Der Nachteil ist viel unnötiger Traffic.

Der Link zur Audio-Datei kann dann auf weiteren Plattformen eingebunden werden. Das ist auch der deutliche Vorteil gegenüber dem Einstellen des Audios auf einer Website.

Rechtliches

Achtung, das ist keine Rechtsauskunft sondern nur nach bestem Wissen zusammengestellt: Um das Urheberrecht zu beachten, ist es wichtig, dass Rechteinhaber an Musik und Texten (auch Prediger*innen) der digitalen Veröffentlichung zustimmen. Das sollte ggf. auch schriftlich gemacht werden. GEMA-Gebühren werden von dieser von den Plattformbereibern erhoben. Die AGBs verlangen in der Regel, dass nur Inhalte hochgeladen werden, für die die Rechte eingeholt werden. Wer etwas auf eine Plattform stellt, muss also das Recht dafür haben.

Hier hilft auch, was die Gema hat auf eine Anfrage zum Livestream von Gottesdiensten auf YouTube geantwortet hat:

Für alle Nutzungen, bei denen die Inhalte mit GEMA Werken über YouTube öffentlich zugänglich gemacht werden, rechnen wir die Vergütung derzeit mit dem Betreiber direkt ab. Anmeldung und Lizenzerwerb bei der GEMA durch den Uploader ist nicht erforderlich.

Bitte beachten Sie, dass Sie unabhängig von der Lizenzierung durch die GEMA, weitere gegebenenfalls nötige Rechte direkt bei den Berechtigten einholen müssten. Beispielhaft seien hier das Leistungsschutzrecht (Label) bei der Verwendung von Originalaufnahmen und das Filmherstellungsrecht (i.d.R. Musikverlag) genannt. Zu diesen Rechten können wir leider keine weiterführende Beratung anbieten, da wir diese Rechte nicht wahrnehmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Welche Rechteinhaber an den Werken beteiligt sind, erfahren Sie mit unserer Repertoiresuche unter https://online.gema.de/werke/search.faces Suchen Sie mithilfe der Kriterien Titel + Urheber/Verlag oder der Werknummer. Die Kontaktinformationen werden mit Klick auf die rot hinterlegte Beteiligtenrolle angezeigt.

Die Repertoiresuche ist ein sehr sinnvoller Hinweis. In der Regel dürften bei Musik aber die Kirchenmusiker Bescheid wissen.

Für die Aufnahme von Liedern aus dem Gesangbuch gilt: veröffentlichte Interpretationen (und das ist auch der Gemeindegesang) bedürfen der Einwilligung des Rechteinhabers. Dies entfällt 70 Jahre nach dessen Tod. Bitte beachten Sie dass es oft verschiedene Autoren für Melodie und Text gibt. Das gilt auch für Orgelvorspiele und andere Werke der Literatur. Auch das Orgelspiel oder anderes Musizieren ist mit Urheberrechten versehen. Hier müssen bei einer Aufnahme auch die Musiker*innen dem zustimmen.

Was kostet das an Zeit und Geld

Ca 145 Euro für Recorder, keine laufenden Kosten (außer bei Soundcloud Pro, hier 99 Euro im Jahr), 15 Minuten für Bearbeiten und Upload. Nutzen: Mit wenig Mehraufwand bis 50 Prozent mehr Zuhörer für einen schon vorbereiteten Content.

Gottesdienste und Veranstaltungen live streamen

Grundlage dieses Artikels sind unsere Erfahrungen bei Livestreams, konkret der Livestreams der #elkbsynode in 2016 bis 2019, des #weltgebetstag im März 2019, den wir zum ersten Mal in Deutschland live als Gottesdienst gestreamt haben, des #weltgebetstag im März 2020 und des LiveOnTape Gottesdienstes zum Frauensonntag 2020. Hinzu kommen derzeit viele Beratungen von Gemeinden, die in der Corona-Krise mit dem Livestream beginnen. Wir wollen euch helfen, manche Fehler nicht zu machen und Livestream dort wo er sinnvoll ist anzubieten.

Kurzfassung

Livestream ist die digitale Erweiterung des Kirchenraums. Er ermöglicht Menschen das Mitfeiern mit der Technik, die sie zu hause oder dabei haben. Das einfachste Setup ist: Nimm ein Smartphone. Sorge für guten Ton. Informiere die Gemeinde. Leg auf YouTube los (Update: YouTube hat seine Einstellungen geändert. Wer aus der App streamen will, braucht mindestens 1000 Follower auf dem Kanal. Über Laptop und Software gilt die Beschränkung nicht).

Und mit Wasser im Wein: hast du kein gutes Internet in der Kirche und eine technik-kritische Gemeinde, die auf jeden Fall nicht im Bild sein will … Lass es! (Wer nichts zu sagen hat, sollte es übrigens auch lassen.)

Update: viele fragen nach rechtlichen Rahmenbedingungen. Der Abschnitt dazu (s.u.) wird laufend aktualisiert.

Aktuell: die zehn schlimmsten Fehler

Viele Gemeinden streamen gerade ihre Gottesdienste oder planen es in der Karwoche und zu Ostern. Nachdem ich viele Videos mir ansehe hier die häufigsten Fehler:

Schlechter Ton

Wenn sie mit einem Handy filmen, ist alles ab zwei Meter Abstand ohne zusätzliche Mikrophone sinnlos. Es gibt auch für Handy Mikros zum Anstecken mit langem Kabel. Oder zeichnen Sie den Ton separat auf und fügen Sie ihn im Schnitt hinzu.

Depressive Grundhaltung

Ja, die Lage ist ernst und die Krise fordert einiges. Aber beginnen Sie doch nicht damit. Wir verkünden die frohe Botschaft. Wenn Sie das nicht können, lassen Sie’s!

Keine Gemeinde da

Das ist ein ähnliches Problem wie der lamoryante Ton. Doch warum darüber klagen. Jetzt sind halt noch weniger da als sonst. Aber viele an Smartphones und Laptops. Freuen Sie sich und gehen Sie kreativ damit um. Und ja, man kann auch mal die leere Kirche und Aufnahmesituation zeigen.

Nur eine Einstellung

Pfarrer oder Pfarrerin am Altar ist nicht das einzige, was sie zeigen können. Lesen Sie vom Ambo aber predigen Sie doch mal in der Bank. Oder am Ausgang, bei der Orgel, am Taufstein … entdecken Sie ihre Kirche neu.

Keine Kommunikation

Gerade jetzt brauchen die Menschen das Gespräch. Wieso streamt jede Gemeinde einzeln? Besser ist es, wären Stream oder Videopremiere auch ein Telefon in der Kirche anzubieten, an dem auch jemand sitzt. Oder einen Chat auf YouTube. Oder man erreicht Sie über Messenger.

Vergessene Zielgruppe

„Alte Menschen haben kein Internet“ höre ich oft. Ja, dann bringen Sie es halt hin. Den Gottesdienst auf älteren Tablets speichern und vorbeibringen. Oder als Audio verteilen. Es mangelt in Deutschland nicht an elektronischen Geräten.

Keine Werbung gemacht

Auf YouTube lässt sich ein Video vorab einstellen und als Premiere planen. Dieser Link lässt sich vorab schon bekannt geben. In „Evangelische Termine“ gibt es den Kanal „digitales Angebot“ der ab PalmMontag auch EKD-weit ausgespielt wird. Auch ein Video-Post ist ein Termin.

Kein kritischer Blick

Das Beffchen ist (erstaunlich oft) schief, die Kirche schlecht ausgeleuchtet, die Frisur ist ungepflegter als nötig … lassen Sie doch andere Menschen kritisch draufsehen. Die meisten Fehler entdeckt man schnell. Auch ein Spiegel hilft.

Keine Relevanz

Überlegen Sie, warum Menschen das, was Sie machen sehen sollten und was die eine Botschaft ist, die diesen Menschen heute glücklicher macht. Wenn Sie das nicht beantworten können, lassen Sie das mit dem Video.

10. und letztens:

freuen Sie sich über Erfolge und lassen Sie das auch andere spüren.

Und jetzt zum eigentlichen und ausführlichen Blogpost:

Sinn und Zweck eines Livestreams

Video wächst, und mit ihm auch der Livestream. Die technischen Hürden sind genommen, das Equipment ist vergleichsweise günstig. Oft genügt schon ein Smartphone, um einen recht ordentlichen Stream ins Netz zu schicken. Was liegt näher als der Wunsch vieler Kirchengemeinden, ihre Gottesdienste live zu streamen, um – so oft die Formulierung in entsprechenden Anfragen – „mehr Menschen zu erreichen“. Leitbild ist der „tolle Gottesdienst vor Ort“, der via Internet mehr Menschen erreichen soll mit dem heimlichen Ziel, mehr Menschen in die Kirche zu locken. Ein anderer Grund ist oft, man wolle den Livestream anbieten für die, die nicht kommen können. Also Kranke, Ältere oder Menschen, die eben sonstwie verhindert sind, in die heiligen Hallen einer Kirche zu kommen.

Nach meiner Überzeugung greift dieses Denken zu kurz und bevormundet Menschen. Wieso soll ein gestreamter Gottesdienst nicht einfach so angeboten werden, wenn er sich für das Mitfeiern im Internet eignet (Dazu später mehr)? Denn Livestream ist zuerst einmal die Beseitigung der räumlichen Einschränkung eines Kirchengebäudes: du kannst teilnehmen, ohne den Ort aufzusuchen und ohne vielleicht keinen Platz zu finden. Die digitale Erweiterung eines Geschehens vor Ort ins Netz. Dahinter einen Zweck zu verstecken, hilft nicht.

Anders ist bei den Übertragungen der Landessynode. Hier ist der Livestream Folge und Ausdruck der Öffentlichkeit. Das Kirchenparlament tagt öffentlich und tut dies an wechselnden Orten in Bayern, um keine Region Bayerns zu vernachlässigen. Die wenigsten Menschen haben dabei die Zeit, von den immer vorhandenen Zuschauerplätzen die Beratungen mit zu verfolgen. Das gilt auch für Journalisten, die selten von Montag bis Donnerstag nach Lindau, Berchtesgaden oder Bayreuth reisen können, um über die Landessynode zu berichten. Selbst wenn sie es wollen. Die grundsätzliche Öffentlichkeit dieser Veranstaltung bedingt fast schon einen Livestream.

Livestream ist also die Herstellung räumlicher und – wenn er als video on demand angeboten wird – zeitlicher Unabhängigkeit bei großer Skalierbarkeit. Wann und wo 5 oder 5000 Menschen zuschauen, ist im Livestream unwichtig. Über 5000 sollte man dann über eine Sendererlaubnis nachdenken.

Gottesdienste als inszeniertes Geschehen.

Sind Livestreams von Tagungen wie der Landessynode meist abgefilmtes Geschehen, braucht es bei Gottesdiensten ein gewisses Maß an Inszenierung, wenn sie online mitgefeiert werden sollen. Dabei sollte man vorher gut überlegen, wie welche Inhalte für User im Stream wie präsentiert werden. Lieder brauchen den Text zum Mitsingen online verfügbar, entweder als Downloadangebot oder eingeblendet. Bei Gebeten sollte man vorher überlegen, was man als Bild zeigt, denn betende Gottesdienstteilnehmer sollten nicht gezeigt werden. Wir den Teilnehmern im Netz zum Beispiel bei Fürbitten oder der Predigt eine Beteiligungsmöglichkeit angeboten, sollten hereinkommende Inhalte sowohl für LiturgInnen oder PredigerInnen wie auch für das StreamBild aufbereitet werden. Das erfordert eine kleine Redaktion.

Wer zum ersten mal einen Gottesdienst streamt, sollte auch an die Möglichkeit einer heißen Probe denken. Ein Durchlauf unter Livebedingungen erhöht die Qualität des Livestreams beträchtlich.

Die wichigsten liturgischen und inhaltlichen Überlegungen hat für diesen Blog die ELKB-Rundfunkbeauftragte Melitta Müller-Hansen so zusammen gefasst.

  1. Gestreamte Gottesdienste bedienen sicher das Bedürfnis der sogenannten Kerngemeinde, die in ihrer Kirche mit ihrer/m Pfarrer*in Gottesdienst feiert und die auch so begrüßt werden wollen: „Wir treffen uns in unserem vertrauten Kirchenraum und wissen uns verbunden …“ etc
  2. Deswegen wäre es wichtig, den Menschen diesen Raum zu zeigen, wenn Kameratechnisch möglich, meditativ zu verweilen auf Fenstern, Bildern, Kreuz …
  3. Liturgisch Handelnde in halbnahen Einstellungen zeigen, zu nah bewirkt das Gegenteil, dass man wieder auf Abstand gehen will. Anders in der Predigt, wenn erzählt, argumentiert wird: da will man Gesicht sehen.
  4. Rückgriff auf Psalmen, auf klassische Texte, die tragen, scheint mir wichtig in der Konzeption
  5. Fürbittengebet braucht Kerzen
  6. Beim Beten Hände zeigen,  auf Kerzen zoomen, auf Kreuz, Bilder, die das Gebet ikonografisch unterstützen.

Was braucht man also für einen Livestream?

Eine motivierte Gemeinde

Auch wenn rechtlich (siehe unten) die Lage klar ist, ein Livestream betrifft auch eine Gemeinde. Wenn nach dem Gottesdienst besorgte Gottesdienstbesucher*innen kommen und sagen, sie wollen fei nicht im Internet gesehen werden, habt ihr ein Problem. Und wir sind so evangelisch, dass der Verweis auf die Rechtslage nichts hilft.

Nach unseren Erfahrungen ist auch die jeweile Einschätzung der vorhandenen Technik falsch. „Wir haben eine gute Anlage in der Kirche“ heißt noch nicht, dass sie funktioniert und man daraus den Ton für den Stream abnehmen kann. Jede sorgfältige Klärung hilft da, auch die Absprachen schriftlich fest zu halten.

Der gute Ton

Es mag überraschen, dass an erster Stelle nicht Bild sondern Ton stehen. Auch geringe Auflösungen wie 720p oder gar 480p sind zu ertragen, wenn der Ton passt. Es hat sich bewährt, für den Livestream den Ton dabei selbst abzumischen. Auch wenn in Kirchen oder Tagungsorten meist ein Audiosignal zur Verfügung steht, ist die Lautstärke der Redenden so unterschiedlich, dass ein Mischer wie zum Beispiel dieser gut angelegtes Geld ist. Für größere Sets und viele Akteure haben wir auch mit größeren Mischern gute Erfahrungen gemacht. Denn Livestreamplattformen können mit unterschiedlichen Lautstärken nur schlecht umgehen. Ein eingebauter Kompressor und Limiter ist ebenfalls hilfreich. Phantomspeisung erspart viele Netzkabel.

Wenn im Raum gesungen wird, fangen ein oder zwei Saalmikrofone die Stimmung gut ein. Instrumente sollten, wenn sie nicht in der AudioSumme eingebunden sind, direkt abgenommen werden. DI-Boxen beseitigen lästiges Netzbrummen. Wer das Geschehen live kommentieren will, sollte bei der Anschaffung eines Kopfhörers zum Abmischen gleich über ein Headset nachdenken, das Kopfhörer und Mikrofon vereint. Generell sind die Anschaffungen im Bereich Ton weniger kostenintensiv und bringen viel.

Der fertig gemischte Ton wird dann dem Stream hinzugefügt. Bei der Übertragung via Smartphone mit Interfaces wie die von IRig, bei aufwändigeren Streams über USB oder eine XLR-Steckerverbindung in die jeweilige Hardware. Es hilft, den rausgehenden Ton auch immer wieder einmal während des Streams zu kontrollieren.

Verschiedene Wege führen zum Bild

Von Smartphone über Webcam bis zur professionellen Videokamera eigene  sich viele Geräte zum Livestream. Wenn man sich langfristig für Livestream entscheidet, kann es sinnvoll sein, dazu auch in etwas hochwertigere und spezialisierte Geräte und Programme zu investieren. Eine Erfahrung von amerikanischen Gemeinden, die viele ihrer Gottesdienste streamen ist auch, dass meist Haupt- oder Ehrenamtliche fehlen, die Kameras bedienen können. Auch bei der Tagung einer Synode, sind wenige bereit, vier Tage an einer Kamera zu stehen, um jede Wortmeldung einer Synode einzufangen. Da muss Technik oft menschliche Ressourcen ersetzen.

Software und Kameras

Das einfachste Setup ist ein Smartphone (mit Stromversorgung!), das auf einem Stativ direkt zum Beispiel mit der YouTubeApp streamt. Schwierig ist aber dabei die parallele und weitere Bearbeitung des Streams sowie des gleichzeitig möglichen Chats.

Gute Erfahrungen haben wir mit Wirecast gemacht. Das Programm, das für Windows und IOS verfügbar ist, schlägt in der Vollversion mit rund 600 Euro zu Buche und bietet nahezu alles für einen gelungenen Livestream. Die kostenlose Soft OBS kann auch viel, setzt aber eine größere Bastelbereitschaft voraus. Für Wirecast gibt es unzählige Videos für alle möglichen Probleme. Die häufige Anwendung in Gottesdiensten greifen Tutorials auch die damit verbundenen Probleme auf. Es gibt in den USA sogar spezielle YouTubeChanel für streamende Gemeinden wie diesen.

Wirecast kann viele Signale verarbeiten und auch die Inhalte von Browserfenstern als „Kameras“ verarbeiten. Wer Videos in den Stream einbinden will, braucht allerdings sehr viel Rechenleistung. Das von uns verwendete HP ZBook kommt regelmäßig an 100 Prozent CPU-Auslastung, wenn im Stream ein Video eingespielt wird. Bisher ist das System aber immer stabil gelaufen.

Der günstigste Weg für Kameras sind Webcams wie die C920 von Logitech. Sie können über USB 3.0 an den Rechner angeschlossen werden. Manchmal gibt es aber dann Probleme mit der Kapazität des USB-Busses. Wir haben bei den ersten Synode zwei dieser Kamera mit einer über Thunderbold angeschlossenen Videokamera laufen lassen und hatten mit drei Videoquellen genug Blickwinkel, um das Geschehen im Saal abzubilden. Die Qualität der Webcams hatten allerdings bei schwachem Licht ihre Probleme.

Als Videokamera eignet sich alles, was das Signal über HDMI ausgibt. Wir haben uns für eine Sony NX 100 entschieden, die auch als Kamera für Reportagen gute Dienste leistet. Sie verfügt auch über zwei Buchsen für externen Ton, die im Notfall auch vorhandene Audioquellen einbinden können oder an die sich externe Mikrofone oder Funkstrecken anschließen lassen. Für die Verbindung zu Wirecast wird eine CaptureHardware benötigt. Produkte von BlackMagicDesign sind zwar nicht billig, aber haben sich in der Praxis bewährt. Das einfachste Set wäre ein Laptop mit Wirecast und eine Kamera über ein HDMI-Interface.

Einen Schritt weiter gehen PTZ –Kameras, die sich auf verschiedene Arten fernsteuern lassen. Sie sind klein und haben bis zu 30-fachen optischen Zoom. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit dieser PTZ-Kamera Zoom gemacht und für Totalen einer kleinen Boxkamera, beides von die PTZOptics, die neben anderen von picturetools in Hamburg vertrieben werden. Deren Support ist sehr hilfreich! Der Clou bei einer PTZ –Kamera sind programmierbare Kamerapositionen, die sich über eine Fernbedienung, über Softwaresteuerung oder über ein Kontrollpult mit Joystick abrufen lassen. Für Kirchengemeinden, die Gottesdienste regelmäßig übertragen wollen, könnte es sich lohnen, eine solche Kamera fest in der Kirche zu installieren (Hier ein Video dazu) und die wichtigsten Einstellungen abzuspeichern. Für den Livestream genügt dann ein Mensch, der die Technik bedient.

Ein kleines Set könnte aus einer Webcam und einer PTZ-Kamera bestehen, die in Wirecast direkt angesteuert werden kann. Hier kann sogar jede Kameraposition als „einzelne“ Kamera hinterlegt werden. Wer beim motorgesteuerten Motivwechsel nicht „mitschauen“ will, kann auf eine Totale umschalten.

Wer es noch komfortabler haben will, der kann über die Anschaffung eines eigenständigen Bildmischers nachdenken. Produkte wie der ATEM Television Studio HD können das gemischte Signal an die Streamingsoftware weitergeben und zusätzlich noch an Bildschirme im Vorraum weitergeben. Auch das Audiosignal kann über dieses Gerät gemischt werden.

HDMI als Videostandart kommt bei längeren Kabelwegen dabei schnell an seine Grenzen. Mehr als 10 Meter sind kaum zu machen. Bei USB-Kameras kann mit einem aktiv verstärkten Kabel maximal 20 Meter schaffen. Wer jedoch größere Entfernungen überbrücken muss, kommt an SDI oder dem Stream über Netzwerk nicht vorbei. Wir haben gute Erfahrung damit gemacht, das Videosignal über SDI zu übertragen und für Fernsteuerung und Stromversorgung Ethernet und PowerOverEthernet zu nutzen.

Die Reichweite

Es gehört zu den überraschenden Erfahrungen eines livestreamenden Onliners, dass kaum dass die Kameras abgeschaltet sind erstaunliche viele Menschen wissen wollen, wie viele denn zugesehen hätten. Jesus, der dem einen verirrten Schaf hinterhergeht scheint nicht das Leitbild beim Stream. Abhängig von der verwendeten Plattform sollte man sich auf diese Frage vorbereiten. Dabei ist es hilfreich, auf den meist großen Unterschied der Zahlen der Livezuseher und der Nutzung im Video on demand hinzuweisen. Bei der Tagung der Landessynode haben wir live „nur“ zwischen 40 und 150 Zuseher, innerhalb von 24 Stunden für ein Video dann aber regelmäßig zwischen 500 und 1.000 Views. Jede Sendeminute der in Lindau produzierten 22 ½ Stunden wurde 150 mal angesehen. Das heißt, wichtige Tagesordnungspunkt hatten zwischen 400 und 600 Zuseher.

Der Rückkanal

Livestream ohne einen Rückkanal hieße, nicht alle Möglichkeiten der Technik zu nutzen. Denn wer einen Gottesdienst oder eine Sitzung nicht vor Ort verfolgt, kann ohne Rückkanal nicht mitfeiern oder rückfragen. Bewährt haben sich dabei Social Wall und Livechat.

Eine Social Wall sammelt aus Twitter und Instagram alle Beiträge, die zu einem Hashtag gepostet werden. Posts aus YouTube und Facebook werden eingebunden, wenn die Kanäle als Quelle mit der Wall verbunden wurden. Für die Landessynode haben wir die Wall zu #elkbsynode auf der Homepage der ELKB eingebunden und spielen sie nach Möglichkeit auch auf einem Monitor im Foyer aus. Durch die URL lässt sie sich auch auf jeden Rechner holen. Beim Weltgebetstaggottesdienst war die Wall mit Beamer in der Kirche zu sehen. Anbieter wie walls.io bieten den Softwaredienst zu überschaubaren Tarifen für Events oder monatsweise.

Ein Chat lässt sich in YouTube leicht nutzen, denn das Programm bietet parallel zum Stream auch eine Chatfunktion, die von Usern leicht als Rückkanal genutzt werden kann. Aber auch eigenständige Chatprogramme sind als Rückkanal vorstellbar. Man muss sicher aber im Klaren sein, dass diese Kommunikation weitere Personalressourcen benötigt. Wert ist sie es alle mal!

Internetleitung

Daran scheitern die meisten Livestreams: in der Kirche gibt es kein Internet. Und auch die Anbindung über ein Nachbarhaus ist schwierig. Denn ab 50 Meter Leitungslänge kann es schwierig. Zwar ist es möglich, über WLAN zu streamen. Wenn aber mehrere Nutzer im WLAN sind, kann die Qualität des Streams leiden oder der Stream abbrechen. LAN ist hier zuverlässiger, 1 Mbit/s die Untergrenze für Streams in 720p50. 1080p25 brauchen da gerne mal zwischen bis 5 Mbit/s im Upload. Ein Speedtest am Beginn der Übertagung schafft da Klarheit. Noch ungetestet von uns ist ein Tipp von Sammy Wintersohl: LiveU ist in der Lage, WLAN, LAN und Mobilfunknetze zu einer Übertragungsleitung zusammen bündelt. Klingt ziemlich gut! Aber auch ziemlich teuer.

Streamingdienste

Am Anfang des Synodenstreams haben wir Bambuser als Dienstleister genutzt. Dieser schwedische Anbieter hatte unter anderem beim „arabischen Frühling“ dafür gesorgt, dass Menschen live von verschiedenen Orten der Welt berichten konnten. Guter Support und gute Performance zeichneten ihn aus. Zwischenzeitlich hatte Bambuser seinen Dienst eingestellt, da Anbieter wie YouTube Livestream kostenlos anbietet. Jetzt ist Bambuser wieder da, aber wir nicht mehr dort.

YouTube hat sich mittlerweile gut bewährt. Die Verbindung zwischen wirecast und der Streamschnittstelle ist problemlos. Etwas Sorgfalt sollte man auf das hochladbare Thumbnail und den Infotext verwendet. Er stellt Usern schon vor Beginn alle notwendigen Informationen zur Verfügung und erscheint auch, wenn der Link zum Stream auf anderen Plattformen geteilt wird. YouTube stellt nach Beendigung des Streams das Material je nach Einstellung als Video zur Verfügung, das auch noch rudimentär bearbeitet werden kann. Mindestens den Vorlauf sollte man da abschneiden, was bei längeren Videos eine beachtliche Rechenzeit verursacht. Bei einem nachträglich verkürzten vier-Stunden-Video braucht YouTube bis zu sechs Stunden, um die neue Fassung in der Videosammlung zur Verfügung zu stellen. So lange ist die alte Fassung zu sehen.

Gut ist auch die Funktion, einzelne Szenen oder die Tagesordnung des entsprechenden Videos mit Zeiten in der Videobeschreibung anzugeben. Wer das Format Stunden:Minuten:Sekunden verwendet, macht die angegebenen Zeiten zu Sprungmarken. Diese lassen sich aber auf Mobilgeräte nicht abrufen.

Multistream … ein Stream auf mehreren Kanälen

Recht neu auf dem Markt sind Anbieter wie restream. Sie erlauben den Stream gleichzeitig auf mehreren Plattformen laufen zu lassen, ohne dass dazu größere Uploadkapazität von Nöten ist. Auch wirecast könnte ja zwei Streams gleichzeitig senden, bräuchte dann aber auch doppelte Netzkapazität. Auf der Synode in Lindau 2019 haben wir erstmals auf YouTube und Facebook gestreamt und die Reichweite damit verdoppelt, in Bayreuth 2019 haben wir neben YouTube und Facebook auch Twitter (Periskope) bespielt und hatten wiederum eine Reichweitensteigerung. Die Kosten sind mit rund 90 Euro pro Monat überschaubar.

Bauchbinden und Laufpläne

Natürlich genügt es für den Anfang, einen Stream mit gutem Ton und Bild anzubieten. Nachdem aber alle Streamprogramme Einblendungen leicht ermöglichen, sollte man auch diese Informationen zur Verfügung stellen. Bewährt haben sich Angaben zur Veranstaltung und ein Hashtag für die Sozialen Medien am oberen linken Bildrand. Wer will, kann rechts oben auch ein Logo einblenden. Am unteren Bildrand kann man in Bauchbinden weitere Informationen unterbringen: Programmhinweise, Namen gerade gezeigter Personen oder Aufrufe zur Interaktion.

Der redaktionelle Aufwand dafür ist aber nicht zu unterschätzen. Denn was im Stream eingeblendet ist, kann nicht (oder im Video nur mit großem Aufwand) nachträglich verändert werden. Bewährt hat sich hier, die Texte aller Bauchbinden vorzuproduzieren und zum Beispiel in einer Google Dokument bereit zu halten. So können auch andere mitarbeiten. Als Fehlerquelle taugen Bauchbinden aber auch.

Hilfreich ist auch ein Laufplan einer Veranstaltung. Für den Stream eines Gottesdienstes ist er fast unerlässlich. Aus ihm lassen sich Programmhinweise zur Einblendung, die vorkommende Texte oder Inhalte oder beteiligte Akteure unterbringen. Alle Informationen zu Kameraeinstellungen oder zu geplanten Aktionen innerhalb einer Veranstaltung lassen sich hier gut zusammen stellen … während des Streams eine große Hilfe!

Weitere Tipps

Nicht nur die ELKB ist in Sachen Livestream unterwegs. Ich verweise gerne auf meinen lieben Kollegen Wolfgang Loest aus der Lippischen Landeskirche und seinen Blog zum Livestream sowie Lutz Neumeier aus der EKHN mit seinem Blog.

Datenschutz

DSG-EKD

Wider Erwarten ist das Thema Datenschutz beim Livestream ein leichtes. Die Macher des DSGEKD haben mit §53 dem Livestream einen eigenen Paragraphen gewidmet: „Die Aufzeichnung oder Übertragung von Gottesdiensten oder kirchlichen Veranstaltungen ist datenschutzrechtlich zulässig, wenn die Teilnehmenden durch geeignete Maßnahmen über Art und Umfang der Aufzeichnung oder Übertragung informiert werden.“ Viele katholische KollegInnen beneiden uns um diesen Paragraphen, da er im katholischen Datenschutzrecht fehlt.

Gute Formulierungsvorschläge finden sich bei den Kollegen der Hannoverischen Landeskirche. Den Aushang Livestream im Gottesdienst beim Livestream des Eröffnungsgottesdienstes der Synode könnt ihr als Vorlage verwenden.

Sendererlaubnis

Nicht das erste Problem aber doch wichtig. Bei höheren Zuschauerzahlen ist zu beachten: ab 500 Livezusehern wird man zur Sendeanstalt und muss ein Sender-Erlaubnis einholen, die weitere Kosten mit sich bringt. Eine Ausnahme gibt es nur, wenn der Livestream nicht redaktionell bearbeitet wird, also durch Moderator und vorproduzierte Inhalte aufgewertet wird. Heißt: ein „nur“ gestreamter Gottesdienst macht hier kein Problem.

Corona-Update: Hierzu gibt es aktuell ein Medienanstalten_Infoblatt_Live-Streaming_Corona-Epidemieschutz der Landesmedienanstalten.

Rechtliches

Zu Gema und VG Wort hat mittlerweile der Popularmusikverband die wichtigsten Infos zusammengetragen. Ihr findet sie hier.

Auf der sicheren Seite ist man – daran hat sich nichts geändert – wenn man gemeinfreie Musik verwendet. Weiter ist zu beachten, was die GEMA München freundlicher Weise zu bedenken gegeben hat:

Bitte beachten Sie, dass Sie unabhängig von der Lizenzierung durch die GEMA, weitere gegebenenfalls nötige Rechte direkt bei den Berechtigten einholen müssten. Beispielhaft seien hier das Leistungsschutzrecht (Label) bei der Verwendung von Originalaufnahmen und das Filmherstellungsrecht (i.d.R. Musikverlag) genannt. Zu diesen Rechten können wir leider keine weiterführende Beratung anbieten, da wir diese Rechte nicht wahrnehmen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Welche Rechteinhaber an den Werken beteiligt sind, erfahren Sie mit unserer Repertoiresuche unter https://online.gema.de/werke/search.faces Suchen Sie mithilfe der Kriterien Titel + Urheber/Verlag oder der Werknummer. Die Kontaktinformationen werden mit Klick auf die rot hinterlegte Beteiligtenrolle angezeigt.

Soll heißen: nur weil die Sache mit der Gema geklärt ist, könnt ihr nicht alle anderen Rechte nicht klären. Der geniale Musiker, der euren Gottesdienst gestaltet muss nach wie vor der Nutzung seines Werkes zustimmen.

Weiterführende Links

Sehr lesenswert ist der Blog von Wolfgang Loest. Er ist mein Lieblings-Nerd und großartiger Kreativer der Lippischen Landeskirche. Er findet auch meist günstigere Lösungen als ich.

Churchfront ist ein Channel nur für streamende Gemeinden. Jake Gosselin hat große Erfahrungen und hat auch Grundsatzfragen (Warum überhaupt streamen?) im Programm. Technisch arbeitet er viel mit PTZOtptics und Wirecast zusammen.

Zum Schluss

Alle Aussagen dieses Blogpost sind nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und sind keine verlässlichen Rechtsauskünfte. Verlinkte Produkte sind nur beispielhafte Empfehlungen. Wer nach Fragen hat, nutze bitte die Kommentarfunktion. Viel Erfolg beim Streamen!

2020: Gottesdienste zum digital mitfeiern

In diesem Jahr bereitet die Projektstelle „Kirche digital“ der ELKB bis zum Sommer drei Gottesdienste so auf, dass sie an anderen Orten mitfeiert werden können. Der Gottesdienstraum wird also digital erweitert und Menschen an verschiedenen Orten bilden eine feiernde Gemeinde.

Nötig ist dazu nur ein Beamer, eine ausreichende Internetverbindung und eine Soundanlage vor Ort. Möglichkeiten zu Interaktion und bei allen drei Gottesdiensten Liedblätter zum Mitfeiern werden digital zur Verfügung gestellt. Damit der Gema-Rahmenvertrag gilt ist es beim Mitfeiern in Gemeinden notwendig, dass es auch vor Ort einen liturgischen Rahmen gibt. Dazu genügt aber Glockenläuten und Begrüßung am Anfang und Segen am Ende.

6. März – live um 19 Uhr – Weltgebetstag

Den Beginn macht am 6. März um 19 Uhr ein Stream des Weltgebetstags-Gottesdienst aus der Erlöserkirche in Bayreuth. Näheres zum Programm steht Ende Januar fest und wird unter anderem auch hier veröffentlich. Das Material zum Weltgebetstag ist bereits online erhältlich. Auch wird es wieder eine Social Wall zum Weltgebetstag geben, die ihr in eure Gottesdienste oder Abende einbinden könnt.

ab 8. März – live on tape – Frauensonntag

Am Sonntag drauf feiert die Gemeinde in Burgweinting bei Regensburg einen Gottesdienst zum Frauensonntag, der live on tape produziert wird und ab Abend auf YouTube zur Verfügung steht. Der Frauensonntag ist eigentlich am Sonntag Lätare, wird aber in vielen Gemeinden zu anderen Terminen feiert. Der Gottesdienst auf YouTube ist daher zum Mitfeiern gut geeignet. Auch Teile des Gottesdienstes können verwendet werden. Materialien zum bayerischen Frauensonntag findet ihr hier.

1. Juni – live um 10 Uhr  – Pfingstmontag auf dem Hesselberg

Der bayerische Kirchentag auf dem Hesselberg lockt alljährlich tausende nach Franken. Neu ist die Idee, sich als Gemeinde mit dem Kirchentag zu verbinden. Geplant ist, den Gottesdienst ab 10 Uhr so zu streamen, dass Gemeinden ihren Pfingstmontagsgottesdienst damit gestalten und – auch das ein Nebeneffekt – keinen eigenen Gottesdienst vorbereiten müssen.

Hinweis: Zu allen drei Gottesdiensten laufen die Vorbereitungen. Dieser Blogpost wird deswegen laufend erweitert. deswegen laufend erweitert. (Stand 13.1.2020 /chb)

„New Year happy and blessed“ – Musik zum Jahreswechsel

Feuerwerk und Kirchenglocken. Ein altes Jahr verabschieden und das neue Begrüßen. Silvester und Neujahr ist eine Zeit des Übergangs, die die einen eher still feiern und andere überschäumend fröhlich. Auch mit Musik.

Die erste, die wir gefragt haben ist Miriam Groß, Pfarrerin in New York. Miriam hat uns auf die Playlist gesetzt:

Billy Joel: “We Didn’t Start the Fire“ aus “Storm Front” (1989)
Keala Settle: „This Is Me“ aus “The Greatest Showman On Earth” (2017)
Dietrich Bonhoeffer/Siegfried Fietz: “Von guten Mächten wunderbar geborgen” (1944/1970)

Hier der Link zum Video mit Pfarrerin Miriam Groß

Steve Kennedy Henkel ist Vikar an der Münchner Erlöserkirche. Seine Musik-Vorschläge:

Fiddler’s Green: “Never Hide” aus “Winners & Boozers” (2013)
Scott Bradlee’s Postmodern Jukebox feat. Miche Braden: “Livin‘ on a Prayer” aus “Historical Misappropriation” (2014)
Georg Neumark: “Wer nur den lieben Gott läßt walten” (1641) in einer Aufnahme mit der Heinrich Schütz Kantorei, Freiburg

Hier der Link zum Video mit Steve Kennedy Henkel.

Von Musiker, Moderator und Kabarettist Hannes Ringlstetter kommen diese Titel:

Rainald Grebe: “Silvester” aus “HongKongKonzert” (2009)
Eddie Vedder: “Into the Wild” aus dem gleichnamigen Soundtrack (2007)
Ludwig van Beethoven/Friedrich Schiller: “Freude, schöner Götterfunken” aus 9. Sinfonie in d-Moll op. 125 (1824)

Hier der Link zum Video mit Hannes Ringlstetter.

Theologiestudentin Doro Stürzbecher hört am liebsten ein Lied. Das aber in verschiedenen Versionen:

Die Toten Hosen: „Auld Lang Syne“ aus “Wir warten auf’s Christkind” (1998)
Mairi Campbell: “Auld Lang Syne” aus dem gleichnamigen Album (2018)

Hier der Link zum Video mit Doro Stürzbecher.

Seine Show auf Bayern 3 hat Kultstatus. Wir haben Moderator, Kabarettist und DJ Matthias Matuschik nach seinen Titeln für den Jahreswechsel gefragt. Und sein Musikgeschmack hat uns nicht enttäuscht:

Buckshot LeFonque: “Another Day” aus “Music Evolution” (1997), besser als Remix (2002)
Del Amitri: ”Nothing Ever Happens” aus “Waking Hours” (1989)
Flash And The Pan: “Midnight Man” aus “Early Morning Wake Up Call” (1984)

Hier der Link zum Video mit Matthias Matuschik.

Sabrina Hoppe ist Vikarin in Aschau und Bernau am Chiemsee und für sie ist der Jahreswechsel eine Zeit des Neuanfangs und der Veränderung. Passend dazu die Lieder, die sie uns auf die Playlist gepackt hat:

Tracy Chapman: “Change” aus “Where You Live” (2005)
Ben Kweller: “Sundress” aus “Ben Kweller” (2006)
Annett Louisan: “Verschwinde” aus “In meiner Mitte” (2011)

Hier der Link zum Video mit Sabrina Hoppe.

Thomas Nowack arbeitet beim Popularmusikverband der bayerischen Landeskirche und ist sozusagen Berufsmusiksucher. Seine Tipps bilden den Abschluss unserer kleinen Reihe und unserer Playlist. Fröhliches Lauschen und gutes Hinüberkommen!

Georg Friedrich Händel: “Music for the Royal Fireworks” (HWV 351, 1748) hier in einer Aufnahme der Academy St. Martin in the fields.
Global Kryner: “Something Stupid” aus “Global Kryner” (2004)
Paolo Conte: “Via Con Me” aus “Paris milonga” (1981)
Max Raabe: “Mit Dir möchte ich immer Silvester feiern” aus “Küssen kann man nicht alleine” (2011)
Sissel Kyrkjebø: “Nordisk Vinternatt” (2005)
Brian Doerksen: “Grateful for Another Day” aus “Grateful” (2018).

Hier der Link zum Video mit Thomas Nowack.

Hier der Link zur Spotify-Playlist „New Year happy and blessed“ (Falls der Link nicht funktioniert, sucht bitte auf Spotify nach „bayernevangelisch“

Die Idee

Viele Menschen lassen sich von Playlists auf Spotify inspirieren und durch den Tag begleiten. Auch wir als Evangelische Kirche in Bayern möchten diesen Service anbieten und haben verschiedene Menschen eingeladen, an den Playlists von @bayernevangelisch mitzuwirken und uns Ihre Lieblingslieder zu verraten. Drei Playlists sind bis Jahresende geplant. Für jede soll es kurze Videos geben, in denen bekannte und weniger bekannte Menschen ihre Lieder nennen und die auf unseren Seiten bei Facebook, Instagram und YouTube ausgespielt werden.

Als Teil von #Kirchedigital

Diese Idee eignet sich für Feste, Freizeiten, Ereignisse und Projekte. Was ist der Soundtrack eines Ereignisses? Auf Spotify kann man vielen Menschen damit einen Mehrwert mitgeben. Die Kosten von 10 Euro monatlich sind überschaubar. Einfach einen Account anlegen und Playlists erstellen. Es lassen sich auch ein Bild und eine Beschreibung für jede Playlist hinterlegen. Die Infos zu den Titeln lassen sich in Blogposts wie diesem hier unter bringen.

Jesus Birthday – Musik im Advent und zu Weihnachten

Vier Adventssonntage und das Weihnachtsfest. Ohne Musik lässt sich diese Zeit nicht feiern und jedes Jahr kommen neue Lieder dazu, verbinden sich mit denen, die „schon immer“ gesungen wurden. Denn nicht nur Engel singen.

Wie schon zu November und zum Ewigkeitssonntag haben wir eine Playlist auf Spotify angelegt und fragen bis Weihnachten verschiedene nach ihren Lieblingsliedern in der manchmal gar nicht “staaden” Zeit. Den Anfang macht Steve Kennedy Henkel. Er ist Vikar an der Münchner Erlöserkirche und hat uns folgende Titel auf die Playlist gesetzt:

Silly: “Wo bist du” aus “Paradies” (1996)
Evangelisches Gesangbuch Nr. 7: “O Heiland, reiß’ die Himmel auf”
in einer Aufnahme des VocalConcert Dresden (2013)
H.J. Gauntlett und C.F. Alexander, “Once in Royal Davids city”
in einer Aufnahme des Choir of King’s College

Hier der Link zum Video mit Steve Kennedy Henkel

Hannes Ringlstetter, Musiker, Moderator und Kabarettist setzte auf die Playlist:

Rod Stewart: “Merry Christmas, Baby” (2012) aus der wir ausgewählt haben „Have Yourself A Merry Little Christmas“
Pink Floyd: “Shine On You Crazy Diamond” aus “Wish You Were Here” (1975)
Joseph Mohr / Franz Xaver Gruber: “Stille Nacht, heilige Nacht” (1818)

Hier der Link zum Video mit Hannes Ringlstetter

Thomas Nowack vom Popularmusikverband der ELKB setzte auf die Playlist:

Berlin Voices: “Es kommt ein Schiff geladen” aus “About Christmas” (2010)
Take 6: “Silent Night” aus “He is Christmas” (1991)
Oslo Gospel Choir: “Sweet Jesus”, hier aus “This is the day – Live in Montreaux” (2008)
Bod Dylan: “Must Be Santa” aus “Christmas In Your Heart” (2009)

Hier der Link zum Video mit Thomas Nowack

Theologie-Studentin Doro Stürzbecher setzte auf die Playlist:

Callie Moore & Colette Butler: ”God Rest You Merry Gentlemen” auf YouTube (2014)
Danny Elfman: “Ice dance” aus “Edward Scissorhands” (1990)

Hier der Link zum Video mit Doro Stürzbecher

Matthias Matuschik, B3-Moderator, Kabarettist und DJ setzte auf die Playlist:

Bob Seger and the Silver Bullet Band: “Little Drummer Boy” aus “The Real Love (1992)
The Pogues: “Fairytale Of New York” aus “If I Should Fall from Grace with God” (1988)
Blockflöte des Todes: “Happy Birthday Jesus” (2009)

Hier der Link zum Video mit Matuschke

Karolin Gerleigner, Pfarrerin und Teil unserer Facebook-Redaktion hat uns auf unsere Playlist gesetzt:

Georg Weissel: “Macht hoch die Tür”, (1642) hier gesungen vom Rundfunk-Jugendchor Wernigrode
Queen: “Thank God It’s Christmas” aus “The Works” (1984)
Bad Religion: “O Come All Ye Faithful“ aus “Christmas Songs” (2013)

Hier der Link zum Video mit Karolin Gerleigner

Eine erklärte Weihnachts-Liebhaberin ist Susanne Breit-Keßler, Regionalbischöfin für München und Oberbayern. Hier ihre Titel zur Spotify-Playlist:

Showaddywaddy: “Rock Christmas” (1997)
Neil Diamond: “Little Drummer Boy” aus “The Christmas Album” (1992)
Paul Gerhardt / Michael Praetorius: “Ich steh an deiner Krippen hier”
hier gesungen vom Thomanerchor Leipzig aus “Weihnachten mit dem Thomanerchor” (2014)

Hier der Link zum Video mit Susanne Breit-Keßler

Auch Alexander Seidel gehört zur Facebook-Redaktion der ELKB. Der Dorfpfarrer in Wilhelmsdorf und Brunn ist nebenbei auch Kabarettist bei FKK,dem Fränkischen-Kirchen-Kabarett. Und setzt uns einen echten Klassiker und fränkische Geheintipps auf die Spotify-Playlist:

Karel Svoboda: Filmmusikzu “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” (1973) Check National Symphony Orchestra (2018)
Viva Voce: “Maria durch ein Dornwald ging” aus “Wir schenken uns nix” (2014), auf Spotify leider nur in der Version mit Orchester. Auf YouTube besser. Und die CD lohnt sich sehr!
Wolfgang Buck: “Rutsch aweng her” aus “Flusszigeiner” (2006). Nicht auf Spotify. Kauft die CD! Auf YouTube mit Wolfgang Schmidbauer.

Hier der Link zum Video mit Alexander Seidel.

Hier der Link zur Spotify-Playlist „Jesus Birthday“ (Falls der Link nicht funktioniert, sucht bitte auf Spotify nach „bayernevangelisch“

Die Idee

Viele Menschen lassen sich von Playlists auf Spotify inspirieren und durch den Tag begleiten. Auch wir als Evangelische Kirche in Bayern möchten diesen Service anbieten und haben verschiedene Menschen eingeladen, an den Playlists von @bayernevangelisch mitzuwirken und uns Ihre Lieblingslieder zu verraten. Drei Playlists sind bis Jahresende geplant. Für jede soll es kurze Videos geben, in denen bekannte und weniger bekannte Menschen ihre Lieder nennen und die auf unseren Seiten bei Facebook, Instagram und YouTube ausgespielt werden.

Als Teil von #Kirchedigital

Diese Idee eignet sich für Feste, Freizeiten, Ereignisse und Projekte. Was ist der Soundtrack eines Ereignisses? Auf Spotify kann man vielen Menschen damit einen Mehrwert mitgeben. Die Kosten von 10 Euro monatlich sind überschaubar.

Spotify-Playlist: it’s not the end

„It’s not the end!“ Musik im November

die Spotify-Playlist von @bayernevangelisch

Allerheiligen, Volkstrauertag, Ewigkeitssonntag, die Reihe der „traurigen“ Tage im November erinnert viele Menschen an ihre Lieben, die gestorben sind, die fehlen und an die man sich bei bestimmten Liedern erinnert. Und es gibt Songs, die uns etwas erzählen von der Welt, die noch kommt. Vom neuen Himmel, vom Jenseits, das ganz verschieden aussehen kann.

Hannes Ringlstetter, Musiker, Moderator und Kabarettist, hat uns mit seinem Lied “Himmel” auf die Idee einer Playlist gebracht mit Musik zum Novmber. Und so haben wir ihn gefragt, wie sein Lied entstanden ist und was seine Titel für eine Playlist „It’s not the end“ wären.

Hannes Ringlstetter: “Himmel” aus “Zum Ringlstetter” (2014)
Jonny Cash: “Personal Jesus” und “Hurt” aus  American IV: The Man Comes Around
Guns N‘ Roses: “Live And Let Die” aus Use Your Illusion (1991)
Wolfgang Amadeus Mozart, „Requiem“ (wir haben uns für eine Aufnahme von Nikolaus Harnoncourt entschieden)

Hier der Link zum Video mit Hannes Ringlstetter

Als zweites haben wir Doro Stürzbecher gefragt. Sie studiert Evangelische Theologie in München und hat uns diese Lieder auf die Playlist gesetzt:
Metallica: “Nothing else matters” aus “Metallica” (1991)
Sarah McLachlan: “Wintersong” aus “Wintersong” (2006)

Hier der Link zum Video mit Doro Stürzbecher

Als drittes Rainer Fuchs, Diakon in München-Giesing nach seinen Titeln gefragt. Und er hat uns auf die Playlist gesetzt:

Johnny Cash: “Ain’t No Grave” aus “American VI: Ain’t No Grave” (2010)
Werner Schmidbauer: “Wenn moi der Dog kimmt” aus “Augnschaugn” (1995)

Hier der Link zum Video mit Rainer Fuchs.

Matthias Matuschik, besser bekannt als Matuschke ist Moderator bei Bayern 3 und bezeichnet sich selbst als Atheist. Wir haben ihn trotzdem gefragt, was für ihn Lieder wären, die auf einer Playlist im “Trauer-Monat” nicht fehlen dürfen. Und Matuschke hat uns nicht enttäuscht! Denn diese ziemlich guten Stücke hat er uns auf die Playlist gesetzt:

Glasvegas „Daddy’s gone“ aus „Glasvegas“ (2008)
Ezio „Meet me in the Gods“ aus „Higher“ (2000)
Wolfgang Ambros “Es lebe der Zentralfriedhof” (1975)

Hier der Link zum Video mit Matthias Matuschik.

Sabrina Hoppe ist Vikarin in Aschau und Bernau am Chiemsee. Sie hat uns auf die Playlist gesetzt:

Rio Reiser: “Halt Dich an Deiner Liebe fest” aus “Wenn die Nacht am tiefsten …” von Ton Steine Scherben (1975)
Kettcar: “Zurück aus Ohlsdorf” aus “Zwischen den Runden” (2012)
Ben Harper: “Walk away” aus “Welcome to the Cruel World” (1994)

Hier der Link zum Video mit Sabrina Hoppe.

Nicole Grochowina ist Schwester in der Communität Christusbruderschaft Selbitz und lehrt Geschichte an der Universität Erlangen. Mitten in den Büchern haben wir sie nach ihren Liedern von Tod und Auferstehung gefragt. Nicole hat uns folgende Titel auf die Playlist gesetzt:

The World Quintet featuring Herbert Grönemeyer: “Trauer” aus “The World Quintet” (2003)
Bart Millard / MercyMe: “I Can Only Imagine”  aus The Worship Project (1999)
Ennio Morricone: “Return To Life” aus “Fateless (2004)

Hier der Link zum Video mit Nicole Grochowina.

Steve Kennedy Henkel ist Vikar an der Münchner Erlöserkirche und hat uns folgende Titel auf die Playlist gesetzt:

The Verve: “Bitter Sweet Symphony” aus “Urban Hymns“ (2016)
Fiddler’s Green: “The Night Pat Murphy Died” aus “Drive Me Mad“ (2007)
Johannes Brahms: “Ein Deutsches Requiem”, John Eliot Gardener (2012)

Hier der Link zum Video mit Steve Kennedy Henkel.

Hier geht’s zur Playlist It’s not the end

Weitere Menschen und ihre Titel folgen in Kürze …

Die Idee

Viele Menschen lassen sich von Playlists auf Spotify inspirieren und durch den Tag begleiten. Auch wir als Evangelische Kirche in Bayern möchten diesen Service anbieten und haben verschiedene Menschen eingeladen, an den Playlists von @bayernevangelisch mitzuwirken und uns Ihre Lieblingslieder zu verraten. Drei Playlists sind bis Jahresende geplant. Für jede soll es kurze Videos geben, in denen bekannte und weniger bekannte Menschen ihre Lieder nennen und die auf unseren Seiten bei Facebook, Instagram und YouTube ausgespielt werden.

Als Teil von #Kirchedigital

Diese Idee eignet sich für Feste, Freizeiten, Ereignisse und Projekte. Was ist der Soundtrack eines Ereignisses? Auf Spotify kann man vielen Menschen damit einen Mehrwert mitgeben. Die Kosten von 10 Euro monatlich sind überschaubar.

Digitales Testament – Was bleibt von meinen Daten im Netz?

Schon mal an digitalen Nachlass gedacht? Den Pin vom Smartphone, das Passwort für den Emailaccount oder den Zugang zum Onlinebanking, laufende Verträge über Handys oder Streamindienste, Onlineguthaben und die Urlaubsbilder in der Cloud .. all‘ das kann im Falle des Todes für Familie oder Erben unerreichbar sein. Denn das „digitale Erbe“ ist gesetzlich wenig geregelt und auch das jüngste BGH-Urteil zur Vererbbarkeit eines Facebook-Accounts ist erst der Anfang noch ausstehender Regelungen. Und wer hat schon alles so notiert, dass es auf dem aktuellen Stand nach dem eigenen Tod zugänglich ist für die, die es brauchen.

Digitaler Nachlass

Doch was fällt alles unter den digitalen Nachlass? Zuerst sind  es alle bestehenden einmaligen wie laufenden Verträge, im Wesentlichen also Kaufverträge und Abonnements. Nicht alle enden hier automatisch mit dem Tod und wenn ihre Existenz und die Zugangsdaten den Erben nicht bekannt sind, kann es schwierig sein, sie zu beenden. Zum digitalen Nachlass gehören aber auch alle denkbaren persönlichen Daten: Fotos, ganz gleich ob auf Instagram gepostet oder in Clouds hochgeladen, ob noch in der Kamera oder auf dem Smartphone. Videos zählen dazu und alle Notizen, die auf digitalen Devices abgelegt wurden. Ein großes Feld ist auch Kommunikation, sei es in über Email und in Chats; hier kann auch das Fernmeldegeheimnis betroffen sein. Digital angelegt sind auch viele Kundenkonten, auf denen sich auch Guthaben verbergen können. Nicht wenige Erben fangen deswegen an, den digitalen Nachlass zu bearbeiten.

Viele und nicht nur jüngere Menschen leben einen Teil ihres Lebens im Digitalen. Zu deren Leben und Erinnerung gehören dann auch Profile in Sozialen Medien, Blogs, in denen sie Erlebnisse oder Erkenntnisse schildern. Viele elektronische Geräte legen Bewegungsprofile an, die mit dem Tod nicht verschwinden. Und dann sind ja da noch die meist kommerziellen digitale Gedenk-Orte, in denen sich an einen oder eine Verstorbene erinnern lässt und letzte Worte, Botschaften für die Trauernden, die ein Mensch zu Lebzeiten aufgenommen hat. Also: der digitale Nachlass ist oft größer, als gedacht. Und die umfassende Nutzung digitaler Dienste macht Regelungen notwendig und so manches muss abgewickelt werden.

Fehlt eine Regelung, haben Erben meist keine Möglichkeit, sich Zugang zu bestehenden Konten zu verschaffen. Denn auch wenn ein erstes Urteil gefällt wurde, bisher waren Diensteanbieter nicht verpflichtet, Erben Zugang zu gewähren. Und wenn das Facebook-Urteil des BGH erstmals digitale Daten wie analoge Erbsachen wie zum Beispiel Tagebücher behandelt, es gibt noch keine Optionen in den Facebook-Einstellungen, die das abbilden. Auch wenn es diese einmal gibt, werden Erben den Anbieter kontaktieren müssen und den Erbfall nachweisen. Sie können die Sperrung der Konten    erreichen (wenn sie überhaupt wissen welche) und haben Anspruch auf Inhalt der Konten. Doch wollte das der oder die Verstorbene?

Was ist zu tun?

Digitaler Nachlass beginnt zu Lebzeiten. Eine Liste mit allen Nutzerkonten zusammen mit den email-Adressen, von denen sie eingerichtet wurden ist der Anfang. Auf ihr sind die Benutzernamen und Passwörter zu finden. Das Erstellen dieser Liste kann dann auch ein willkommener Anlass sein, zu entrümpeln und nicht mehr benützte Konten zu löschen.

Nächster Schritt sollte sein, einen Nachlassverwalter zu bestimmen. Diese Person des
Vertrauens kümmert sich nach dem Ableben um Daten, Löschung und Weitergabe. Eingesetzt wird sie oder er zum Beispiel durch eine komplett (!) handschriftliche Vollmacht, in der festgelegt wird, dass diese Person im Todesfall zum digitalen Nachlassverwalter bestimmt wird. Datum und Unterschrift und die Angabe „über den Tod hinaus!“ dürfen nicht fehlen. Konkret wird für diese Person beschrieben, welche Konten sie löschen und welche sie weiterführen soll. Auch bei den Daten muss festgelegt werden, was vollständig löschen und was welcher Erbe bekommen soll. Wenn dann auch klar ist, was mit Fotos und Videos oder den Endgeräten (PCs, Laptop, Tablets, Smartphones, Festplatten …) und den dort gespeicherten Daten passieren soll, sind die wichtigsten Bereiche geklärt.

Einer oder einem digitaler Nachlassverwalter muss die Vollmacht übergeben werden zusammen mit Informationen, wo sich die Übersicht zum digitalen Nachlass befindet, zum Beispiel auf einem USB-Stick oder in einem verschlossenen Umschlag. So hat ein Nachlassverwalter im Sterbefall
die Möglichkeit, sich sofort um den digitalen Nachlass zu kümmern. Bislang wenig geklärt: Was geschieht mit beruflichen Daten und Konten, die beruflich oder von Amts wegen eingerichtet wurden? Hier kann ein Datenverlust auch wirtschaftliche Folgen haben.

Was es schon gibt

Doch ein paar Lösungsansätze gibt es schon. Da ist das Projekt machts-gut.de. Es führt über einfache Fragen und Beispiele zu einer individuellen Nachlassregelung, die am Schluss einer Fragerunde heruntergeladen werden kann. Google bietet einen „Inaktivitätsmanager“, der nach einer einstellbaren Zeit zwischen 3 und 18 Monaten der  Nichtnutzung bis zu zehn Emailadressen anschreibt, die dann den Google-Account verwalten können. Auch für Facebook lässt sich aus den Facebookfreunden ein Nachlassverwalter bestimmen.

Fazit

Die Rechtsprechung ändert sich gerade und verändert sich zu Gunsten der Erben. Konkrete Regelungen fehlen noch. Deswegen zu Lebzeiten um den digitalen Nachlass kümmern. Denn eines ist sicher: Man stirbt deswegen nicht früher.

BlogTipp „Zeilingers Zeilen“

Wer Buchbesprechungen und Information aus dem Fachbereich Ethik finden will, für den ist der Blog des ELKB-Ethik-Beauftragten Thomas Zeilinger. Auf ethik-zeilen.de findet ihr seine Gedanken zu Themen rund um den Dialog zwischen Ethik und Technologie. Im Mittelpunkt seines Nachdenkens stehen derzeit vor allem die Folgen der Digitalisierung für Glauben und Leben.

#derGlaubeistnichtjedermannsSache

Hier finden Sie alle Informationen zum Fernsehgottesdienst aus der NeuPfarrKirche in Regensburg, der am 8. Juli 2018 von 10 bis 11 Uhr im BR Fernsehen übertragen wurde und jetzt in der BR Mediathek zu sehen ist.

Viele haben den Gottesdienst auch auf Twitter und Facebook mitfeiern: auf der Facebookseite der Evangelischen Kirche in Bayern (www.facebook.com/evangelischlutherischekircheinbayern) und bei Twitter mit dem Hashtag #derGlaubeistnichtjedermannsSache

Der Ablauf

Raselius-Chor: Heinrich Schütz, „Ich weiß, woran ich glaube“

Begrüßung

Lied: All Morgen ist ganz frisch und neu (Evangelisches Gesangbuch: 440,1-4)

Besinnung – Der Mensch vor Gott

Raselius-Chor: „Kyrie“ von Dietrich Buxtehude aus der Messe „Missa brevis“

Zuspruch

Lied: Du meine Seele, singe (Evangelisches Gesangbuch – 302,1-3+8)

Gebet

Lesung aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 14: „Warum hast du gezweifelt?“

„Postludium festivo“ von Sigfrid Karg-Elert (Trompete Christian Höcherl und Prof. Stefan Baier (Orgel)

Jürgen Klopp: „Über Glaube und Gott“ gelesen von Manuel Karadeniz

„Cantilena“ aus „Fantasia Gregoriana“ von Hans Uwe Hielscher (Trompete Christian Höcherl, Orgel Prof. Stefan Baier)

Beatrice von Weizsäcker: „Ist da jemand?“ gelesen von Clara Sindel

„The Dance of Life“ von Anthony Plog  (Trompete Christian Höcherl, Orgel Prof. Stefan Baier)

Robert Seethaler: „Ein ganzes Leben“ gelesen von Larissa Bader

„Festliches Postludium“ von Wolfram Graf  (Trompete Christian Höcherl, Orgel Prof. Stefan Baier)

Predigt: „Der Glaube ist nicht jedermanns Sache“ (siehe unten)

Lied: Ich glaube, Gott ist Herr der Welt (Evangelisches Gesangbuch – 704)

Fürbittengebet

Lied nach jeder Fürbitte: Ubi caritas et amor (Evangelisches Gesangbuch – 651)
Ubi caritas et amor. Ubi caritas. Deus ibi est.

Vaterunser

„Cantate Dominum“ von Vytautas Miškinis (Raselius-Chor)

Segen

Lied: Der Herr segne dich und behüte dich EG 570

Musik zum Schluß: Georg Friedrich Händel „Suite in D-Dur“

Die Mitwirkenden

Die Liturgie im Gottesdienst haben Pfarrerin Dr. Gabriele Kainz und Dekan Eckhard Herrmann, der auch die Predigt hält. Lektorin ist Johanna Wannack. Die Texte lesen Larissa Bader, Clara Sindel und Manuel Karadeniz, alle Studierende der Akademie für Darstellende Kunst, Regensburg. Es singt der Raselius-Chor, ein Kammerchor der Regensburger Kantorei unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Roman Emilius. Weiter musizieren Christian Höcherl (Trompete) und Prof. Stefan Baier (Orgel).

Der Prediger

Dekan Eckhard Herrmann ist gebürtiger Hannoveraner und in Oberschwaben aufgewachsen. Sein Theologiestudium führt ihn nach München und Wien. Herrmann war Gemeindepfarrer in Burghausen und Burgkirchen, in Würzburg und Baldham. Er ist verheiratet und hat drei Söhne. Als Dekan leitet er das Donaudekanat seit dem 1. April 2006. Im Fernsehgottesdienst hält er die Predigt.

Die Liturgin

Dr. Gabriele Kainz ist gebürtige Regensburgerin und hat am dortigen Werner-von-Siemens-Gymnasium Abitur gemacht. Theologie studierte sie in Neuendettelsau und München. Nach ihrem Vikariat in München war Sie bei der BMW AG zu einem Wirtschaftsvikariat in der Abteilung „Politische Kommunikation“ und arbeitete dabei auch im BMW Konzernbüro in Berlin. Mit halben Stellen war sie ab 2011 sie Pfarrerin in der Münchner Kirchengemeinde St. Lukas und ab 2014 in der Personalabteilung der Landeskirche tätig. Gleichzeitig promovierte sie bis 2015 über „Der Briefwechsel zwischen Franz Marc und Pfarrer Otto Schlier in den Jahren 1894-1900. Eine Studie zum protestantischen Hintergrund des Künstlers.“ Seit 2017 ist Kainz Hochschul- und Studierendenpfarrerin in Regensburg und seit 2018 auch Kunstbeauftragte im Kirchenkreis Regensburg sowie seit Mai 2018 nach dreijähriger Ausbildung Hakomi®-Therapeutin, einer erfahrungsorientierten Körperpsychotherapie. Als Pfarrerin wird sie im Fernsehgottesdienst die Liturgie gestalten.

Die Predigt

Dekan Eckhard Herrmann über 2. Thessalonicher 3,2

Eigentlich wollte ich nur ein bisschen aufräumen. Aber dann ist mir diese Karte in die Hände gekommen. Mein Onkel hat sie mir geschickt. Der einzige, den ich hatte. Und den ich sehr gern gehabt habe. Und er mich. Das weiß ich noch. Über fünfzig Jahren ist das jetzt her. Vorn drauf ein Schwarz-Weiß-Foto. Ein Mecki. Eine Igelfigur. Damals das Maskottchen einer großen Fernsehzeitschrift. Ich hatte auch einen als Stofftier. Ich war damals zehn. Und mein Onkel fünfundzwanzig. Und schwerkrank. Mit zittriger Hand hat er mir geschrieben. Liebe Grüße. Ob er gewusst hat, dass es letzte Grüße sein würden? Dass er hofft, mich bald wieder zu sehen, hat er geschrieben. Und dass er sich darauf freut. Nur wenige Tage später ist er gestorben.

Ich frage mich, wie das damals wohl gewesen sein mag. Für ihn. Sein nahes Ende vor Augen. Und in Gedanken bei mir. Seinem kleinen Neffen, einem fröhlichen Kind, das das Leben noch vor sich hat. Und ich frage mich, wie das für ihn damals wohl mit dem Glauben gewesen sein mag. Als Konfirmand hatte ihn der Pfarrer gefragt, ob er denn das alles glaubt, was sie da im Unterricht lernen. „Nein“, hat er gesagt. Ganz ehrlich! „Dann kann ich dich auch nicht konfirmieren“, hat der Pfarrer daraufhin entschieden. Und so war’s dann auch. Entweder, oder. Sehr konsequent. Das schon. Aber nicht besonders einfühlsam. Einem Jugendlichen gegenüber. Jahre später durfte mein Onkel deswegen nicht Pate werden. Strenge Regeln. Damals. Heute immer noch. Theoretisch. In der Praxis gehen wir lockerer damit um.

Ich weiß nicht, wie’s später für ihn mit dem Glauben war. Auf dem Krankenbett. Und kurz vor dem Tod. Ob er noch zu Gott gefunden hat? Zu ihm gebetet? In seiner Verzweiflung, seiner Angst, seiner Not? Oder ob er versucht hat, mit seinem Schicksal allein fertig zu werden? Ich weiß es nicht. Aber ich wünschte mir und ich hoffe, dass er – mit oder ohne Gott – am Ende für sich noch etwas gefunden hat, das ihm geholfen hat, getrost und gelassen gehen zu können.

„Der Glaube ist nicht jedermanns Sache.“ Klingt wie die Überschrift der Ergebnisse einer aktuellen repräsentativen Umfrage. Das gibt’s ja … alle Jahre wieder, mal von der Kirche selbst in Auftrag gegeben, mal von einer großen Zeitschrift. Ist es aber nicht. „Der Glaube ist nicht jedermanns Sache.“ Das hat der Apostel Paulus erkannt und geschrieben. Oder, wenn nicht er selbst, dann einer, der ihm nahestand. Einer, der dachte, fühle, redete, schrieb wie er. Schon vor zweitausend Jahren. An die Christinnen und Christen in der kleinen Gemeinde in Thessalonich, dem heutigen Thessaloniki in der griechischen Region Makedonien. „Der Glaube ist nicht jedermanns Sache.“ Ganz unaufgeregt. Ganz sachlich. Ganz nüchtern. Nein, nicht dass das egal wäre. Das nicht. Dafür haben Paulus und seine Mitstreiter sich selbst viel zu sehr für die Verbreitung der Botschaft Gottes, für die Weitergabe der Worte und Taten Jesu eingesetzt. Haben Spott und Hohn einstecken und so manchen Ärger aushalten müssen, bis hin zu Gefängnisaufenthalten.

Aber gerade deshalb, weil sie mit ihrem Einsatz für den Glauben immer wieder an Grenzen gestoßen sind, gerade deshalb wissen sie auch, wie schwer es ist für den Glauben zu werben. Und vielleicht, weil der Glaube für sie selbst in einer früheren Lebensphase auch nicht selbstverständlich war. Weil sie gezaudert, gezögert, gezweifelt haben. „Betet dafür“, heißt es im Brief an die Thessalonicher, … „betet dafür, dass mehr und mehr Menschen erkennen, dass der Glaube ihnen guttun, dass er ihnen helfen, dass er sie in kritischen Lebenssituationen geradezu heilen kein.“ Betet! Das entlastet. Nicht wir sind es, die den Glauben schaffen. Sondern Gott ist es, der ihn schenkt. Und wir haben die Freiheit, dieses Geschenk anzunehmen. Oder auch nicht. „Der Glaube ist nicht jedermanns Sache.“ So ist das. So war das damals. Und so ist das auch heute. Nicht nur bei uns Christinnen und Christen. Sondern in allen Religionen.

Welche Rolle spielt der Glaube im Leben? Mein Glaube. Dein Glaube. Der ganz persönliche Glaube. Welche Rolle spielt dieser Glaube in unserem Leben? Kann er – sprichwörtlich – Berge versetzen? Berge von Schwierigkeiten, von Hindernissen, von Ängsten, die uns den Weg verstellen? Kann er uns helfen, Mauern zu überwinden? Mauern des Misstrauens und der Vorurteile? Kann er uns selig machen? Nein, nicht im Sinne eines spöttisch-ironischen „Wer’s glaubt, wird selig!“. Sondern wirklich selig. Zufrieden mit dem, was wir sind und haben. Dankbar, glücklich. Gesegnet. Jeder Mensch hat eine Geschichte. Seine Geschichte. Seine Lebensgeschichte. Und seine Glaubensgeschichte. Auch wenn er nicht glaubt, … nie geglaubt hat, weil er nie mit dem Glauben in Berührung gekommen ist, … nie etwas über den Glauben gehört hat, oder wenn er nicht mehr glaubt, nicht mehr glauben kann oder will, weil besondere Ereignisse seinen Glauben infrage gestellt und erschüttert und ihm seinen Glauben genommen haben. Auch kein Glaube hat – so paradox das klingen mag –auch kein Glaube hat etwas mit dem Glauben zu tun.

Der Glaube kann einem Menschen helfen, sich und sein Leben mit anderen Augen zu sehen. Wie schön, wenn einer sagen kann: „Es geht mir gut“ und weiß, dass das nicht allein sein Verdienst ist, dass er hier und nicht in einem von Hunger und Not, von Kriegen und Katastrophen gebeutelten Land lebt, dass er gesund ist und dass er Arbeit und Auskommen hat. Dass um ihn herum Menschen sind, denen er etwas bedeutet und die ihm etwas bedeuten! Wie schön, wenn einer das alles nicht als selbstverständlich hinnimmt! Und dabei sieht, dass andere – ohne ihr Versagen, ohne eigene Schuld – das alles nicht haben. Dann hat das für mich auch etwas mit dem Glauben zu tun. Mit dem Glauben an ein Leben, das mir geschenkt ist, und an einen, der es mir geschenkt hat. Der es mir geschenkt hat und der es mich genießen lässt. So, wie es ist. Und mich in meiner Dankbarkeit ihn und die, denen es nicht so gut geht, wie mir, nicht vergessen lässt.

Aber es gibt auch das andere. Dass einer glaubt, nicht, weil es ihm gut geht, sondern dass er glaubt, obwohl es ihm schlecht geht. Ich bin in meinem Dienst vielen Menschen begegnet, meistens waren es Frauen, alte Frauen, die den Krieg überstanden haben, die mit ihren Kindern vertrieben wurden, die flüchten mussten, die Angst um den Mann und die Söhne hatten und oft vergeblich auf ihre Rückkehr gewartet haben, die woanders von den Einheimischen alles andere als mit offenen Armen empfangen praktisch mit nichts wieder anfangen und sich ihr ganzes Leben neu aufbauen mussten. Und die sagten: „Ohne meinen Glauben hätte ich das nicht geschafft.“ Ohne den Glauben daran, dass da einer ist, „der mich durch die tiefen und tiefsten Täler meines Lebens hindurch trägt.“ Ohne den Glauben, der ihnen geholfen hat nicht nur zu leben, sondern zu überleben. Und der ihnen eines Tages auch helfen wird, zu sterben. Weil sie auf den vertrauen, der sagt: „Ich bin bei dir.“ Und: „Ich bleibe bei dir. Komme, was da wolle.“

Ich konnte das oft nicht verstehen. Wenn ich die Geschichten dieser Frauen gehört habe, schlimme Geschichten, traurige Geschichten, dann habe ich mich oft gefragt: „Wie kann man da noch glauben? Wie kann man da noch an einen guten, einen liebenden Gott glauben? Wenn man so etwas erlebt?“ Ich habe diese Frauen oft für ihren Glauben bewundert und auch ein bisschen um ihren Glauben beneidet. Ich weiß nicht, ob ich dazu fähig wäre. Ob ich in meiner Verzweiflung nicht am Ende doch zweifeln würde und einfach nicht mehr glauben könnte.

Von Andreas Egger heißt es: „Er war nie in die Verlegenheit gekommen, an Gott zu glauben.“ Die Bilanz eines ganzen Lebens. Eines einfachen, eines bescheidenen, eines oft schweren und harten und manchmal sogar unbarmherzigen Lebens. Und das dennoch ein erfülltes und deshalb ein gutes Leben war. Erfüllt von der Gewissheit, niemandem geschadet und selbst nach Kräften vielleicht nicht alles, aber doch vieles richtig gemacht zu haben. Eines Lebens nicht gegen den Glauben. Aber der Glaube – so wichtig er für andere sein mag – ist für Andreas Egger nicht lebensnotwendig. Mich beeindruckt diese Ehrlichkeit. Diese Aufrichtigkeit. Diese Ehrlichkeit und diese Aufrichtigkeit sich selbst, anderen und – im Grunde genommen auch – Gott gegenüber.

Am Ende des Matthäusevangeliums steht der so genannte Missionsbefehl. „Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern!“ Jesu Auftrag für uns. Für alle Christinnen und Christen. „Gewinnt die Menschen für meine Sache. Helft ihnen, so zu leben, wie ich es euch gezeigt habe.“ Menschen den Glauben nahebringen. Ihnen helfen, zu vertrauen. Gott zu vertrauen. Gewissermaßen sein Testament. Aber, davon bin ich überzeugt, es ist auch im Sinne Jesu, Menschen den Glauben nicht aufzuzwingen. Zu akzeptieren, wenn der Glaube eben nicht ihre Sache ist. So wie der Schreiber des Briefes an die Thessalonicher das damals akzeptiert hat.

Der Glaube macht einen ja nicht zu einem besseren Menschen. Zu einem anderen vielleicht. Der Glaube als Richtschnur. Als Geländer, das einem Halt geben kann. Wenn man will. Wer auch so genügend Halt hat, der braucht es eben nicht. Vielleicht später einmal. Das Geländer bleibt. Bis zum letzten Schritt. Es ist nie zu spät, sich daran festzuhalten. Es ist nie zu spät, den Glauben – irgendwann – doch noch zu seiner Sache zu machen.

Amen.

Heilig, christlich, smart?

Häufig begegnet man auf Tagungen zu Kirche und digitalen Wandel dem täglich grüßenden Murmeltier, das die scheinbar schwer zu überwindende Liturgie der Frage nach der ethischen Bewertung der Digitalisierung anstimmt. Mit dem Kyrieruf, das Kirche ja gerne mal zu spät sei, technischen Wandel verschlafe und man das mit der Digitalisierung jetzt nicht auch noch machen könnte. Und dem Gloria, dass in Wirklichkeit anderes zähle, dass ja im Digital auch so viele Chancen liegen, die darauf warten von uns zur Kommunikation des Evangeliums in Dienst genommen werden. Die Tagung „Heilig, christlich, smart? Digitale Kommunikation als kirchliche Herausforderung“ in der Evangelischen Akademie Loccum schaffte es wohltuend, erstmals einen oder – das wird sich noch zeigen – mehrere Schritte weiter zu kommen. Verantwortlich waren dafür Dr. Julia Koll, Jonas Bedford-Strohm und Prof. Alexander Filipovic, die ein hochkarätiges und kluges Panel zusammengestellt haben und das Programm gut gelaunt und motivierend durchzogen. Der Schatz der Heiligen der #digitalenKirche wurde größer. Danke!

UPDATE: Mittlerweile haben auch andere über die Tagung berichtet:

Philipp Greifenstein im Magazin „die Eule“
Markus Bechtold auf evangelisch.de
und nicht als Bericht sondern als Kommentar Knut Dahl-Ruddies in einem Pastorenstückchen

Und hier nun ein paar meiner privaten Aufzeichnungen und Erkenntnisse:

Mediatisierung und Digitalisierung

Der Einstieg erschien mir noch etwas murmeltierig. Da ich „Mediatisierung der Kommunikation und ihre Folgen für Religion und Religiosität von PD Dr. Kristin Merle verpasst hatte (Ich hoffe, ich kann das in diesem Blogpost noch nachtragen), war das Podium zu „Digitalisierung als kirchlicher Kulturwandel: Über Hindernisse, Hoffnungen und theologische Kriterien“ mit Prof. Dr. Johanna Haberer, Kirchenpräsident Dr. Volker Jung und Klaus Motoki Tonn mein Einstieg. Bei aller Wertschätzung war da viel Bekanntes zu hören. Dass Digitalisierung jetzt so neu nicht sei. Dass trotzdem die Gefahren nicht zu unterschätzen seien. Dass in #digitaleKirche schon viel Gutes sei. Und dass Kirche da ihre ethische Stimme erheben müsse. Ja. Amen. Und? Vielleicht bin ich da mittlerweile etwas ungeduldig …

TwitterNeuLand

Ziemlich nahtlos folgte an die Diskussion die allabendliche Twomplet, diesmal aus der Kapelle in Loccum gebetet und auch da live und analog mitgefeiert. Für so manche war das eine Erstbegegnung mit OnlineGebet, erstaunlich, ungewohnt, seltsam. Und für einige auch interessant und berührend. Sind doch Twomplet und Twaudes seit vielen Jahren aktive Gebetsräume im Digitalen. Besonders die Selbstorganisation und die ökumenische Selbstverständlichkeit überzeugten dann manche.

Was bisher geschah und schon ist

Der Dienstag startete mit vier Workshops zu je einem Handlungsfeld unter der Überschrift „Wie verändern sich Kirche und Kirchenbilder durch digitale Formen der Kommunikation?“: „Mitbestimmung und politische Partizipation“ mit dem Hannoveraner OKR Fabian Spier, Kirchenentwicklung mit Sandra Bils von KircheHoch2, Einblicke in die Aktion „Kirchenbotschafter mit Kornelius Fürst, dem Thema „Seelsorge im virtuellen Raum“ mit Daniel Tietjen von der TelefonSeelsorge Elbe-Weser und einem Workshop zu Öffentlichkeitsarbeit mit meiner Wenigkeit. Beobachter*innen formulierten danach ihre Aha-Erlebnisse. Wenn sich in der Loccumer Dokumentation etwas dazu findet, trage ich das hier noch nach.

Saß und Höhne

Mein persönliches Highlight (außer dem Sieg der deutschen Mannschaft am Abend) war aber der Nachmittag mit drei äußerst klugen und inspirierenden Vorträgen, die das anfänglich erwähnte Murmeltier völlig vertrieben.

Prof. Dr. Marcel Saß aus Marburg lieferte „Christianity in the Digital Age – von Walnüssen, dem Vesuv und Johannes“ und erdete den theologischen Diskurs schon in der Vorbemerkung: „Was könnten Theologen zur Digitalisierung sagen? Wir wissen ja noch nicht einmal, wohin das führt!“ Auch wenn jeder technische Wandel immer auch Folgen für Glauben und Christentum hat, lägen wir am „Ende des Gutenbergzeitalters“ beim Thema Digitalisierung oft zwischen „Erlösung und Weltuntergang“. Wobei wir Evangelischen gerne und oft sehr zum Weltuntergang neigen würden. Treffer versenkt! Und weil er mit der Serie Startrek aufgewachsen ist, folgte als anschauliches Beispiel ein Ausschnitt, in der Captain Picard den Androiden „Data“ in einem Verfahren verteidigen muss, bei dem es um Datas Ende durch Zerlegung dieser Maschine und Analyse geht mit dem Ziel, aus den gewonnenen Erkenntnisse in die Massenproduktion von androider künstlicher Intelligenz-Wesen zu ermöglichen. Man könne Data doch mit Recht zerlegen, er sei ja kein Mensch. Hätte kein Selbstbewusstsein und könne nicht reflektieren. Hat er! Wies Picard nach und stellte in seiner Verteidigungsrede alle aktuell verhandelten Kritierien von KI und was der Mensch sei in Frage. In einer Fernsehserie der 90ger. Für Saß, der noch ein anderes Beispiel anführte der Beleg, dass philosophisches und theologisches Denken immer auch gebunden sei an die aus der Vergangenheit kommenden Kriterien und Strukturen. Und jede Veränderung eben auch die Kriterien des Denkens und Urteilens in Frage stelle.

Beschrieb man in der Renaissance verschiedene Dinge anhand ihrer Ähnlichkeit (Walnüsse waren auf Grund ihrer Ähnlichkeit gut fürs Gehirn), würden im Digitalen Zeitalter die klassischen Humanistischen Vorstellungen in Frage gestellt. „Epistemologisch geraten im Digital Age für eine theologische Anthropologie grundlegende Kategorien wie Mensch, Subjekt, Individualität unter Druck. Sie wurden allesamt wesentlich in der Aufklärung geformt – wie übrigens auch der Begriff Religion.“

Dass die Reformation durch Johannes Gutenberg auch eine Medienrevolution war, zitierte auch Saß. Neu für mich war die Erkenntnis, dass statt der erhofften und proparierten Verbreitung des Wortes Gottes eigentlich die Bedeutung des Buches vergrößert wurde. Eine Entwicklung, die aus meiner Sicht im Priorat des Gedruckten heute noch in der Kirche vorfindlich ist. Seine Schlussfolgerungen: „Religion ist ein kommunikatives Phänomen. Statt verfallstheoretisch zu argumentieren, gilt es beherzt, die Chancen kommunikativer Transformation zu entdecken.“ Denn: „Religion ist immer medial vermittelt. Das müssen wir ernst nehmen.“ Und: „Gemeinschaft verändert sich. Kirchliche Verbindlichkeitsmodelle stehen in Frage. Dem müssen wir uns stellen.

Durch die rosa Brille

Unabgesprochen kongenial schloss sich Florian Höhne mit seinem Impuls „Kirche im digitalen Wandel“ an. Er setzte sich die rosa Brille auf und sah in Facebook eigentlich das Idealbild von Evangelischer Kirche: Alle wären vernetzt, teilten das Leben und beglückten sich gegenseitig. Eine achtsame weltweite Gemeinschaft von Millionen Menschen. Aber: Warum ist dann Facebook keine Erfindung der Evangelische Kirche? (NB: Initiativen für ein „evangelisches Facebook“ gab es schon. Sie sind aber gescheitert). Für die Beschäftigung mit dem Thema diagnostizierte Höhne das Gegenüberstehen von Medien und Kirche als leitendes Bild. Das falsch sei. Denn Kirchliches Handeln ist immer schon mediales Handeln und das Gegenüber muss immer konstruiert, werden um sich dazu verhalten zu können. Wer auf dem Gegenüber beharre, suche nur  nach einer Legitimation der eigene kritischen Position.

„Kirche“ habe, so Höhne mit Reuter, in theologischer Perspektiven einen dreifachen Sinn: im dogmatischen Sinn bezieht sich Kirche auf die Gemeinschaft der Glaubenden versammelt um das Evangelium bezeugt durch Jesus Christus. So ist Kirche immer auch schon mediale Kirche und geistgewirktes Medienereignis. Kirche im ethischen Sinn beziehe sich auf Gemeinschaften zeige sich in deren Lebensvollzügen, die Teil des „Dienstes der Versöhnung“ sei. In dieser Dimension könne Kirche heute zum Beispiel zum Bildungslabor einer medialen Gesellschaft werden. Der im Blick auf die Digitalisierung widersprüchlichste Sinn von Kirche sei aber rechtliche. Als „partikularer christlicher Bekenntnisverband“ gewährten Kirchen hier Handlungsfähigkeit und trügen zur Verwirklichung des christlichen Auftrags bei. Kirche im juristischen Sinn sei aber eine Organisationsform, in der die anderen zwei Sinne von Kirche nicht aufgehen! Und gerade zur Kirche im rechtlichen Sinn ergeben sich Spannungen durch das Veränderungspotential des digitalen Wandels!

Positive Folgen des Digitalen Wandels waren für Höhne (im Anschluss an Felix Stalder, Kultur der Digitalität), dass Bedeutung hier entsteht durch Referenzialität, also durch das Teilen gemeinsamer Überzeugungen und das sich beziehen auf andere, auch auf andere Glaubenszeugen. Positiv auch die Gemeinschaftlichkeit, wie sie sich in Wikipedia. Wenn wie Kirche da als Netzwerk denken, würden pfarrerzentrierte Gemeindebilder verblassen und – was für ein Bezug! – Ernst Lange mit seinem „Gottesdienst als Gespräch“ wieder aktuell werden.

Herausforderungen für Kirche seien Algorithmizität und Sichtbarkeit. Denn dynamische Algorithmen  liefern jedem User sein eigenes Universum. Filterblasen schließen aber von Teilhabe aus. Hier ist Gerechtigkeitsauftrage der Kirche gefragt. In medialer Sichtbarkeit wird User*in im eignen Verhalten potentiell durch andere User*innen beobachtet und darin beurteilt. Die Rechtfertigungslehre gesteht diese Letztbeurteilung aber nur Gott zu. Kirche muss also Schutzräume für den Einzelnen schaffen.

Seine fünf Thesen zum Schluss:
1. Kommunikation in der Kirche entsteht und besteht, ist immer schon medial
2. Die Gegenüberstellung von Kirche einerseits und digitalen Medien andererseits lässt sich sinnvoll auf das Gegenüber von Kirche im Rechtssinn und digitalen Medien beziehen. Hier kommt es zu „Vibationen“, „Fremdprophetie“ und Gestaltungsmöglichkeiten.
3. Das Bild der „Kirche als Netzwerk“ kann partizipative Netzkommunikation im Digitalen befördern und steht gleichzeitig in der Gefahr, Machtverhältnisse und Exklusionen unsichtbar zu machen.
4. Vom Auftrag der Kommunikation des Evangeliums und zu einem entsprechenden Gerechtigkeits-, Solidaritäts- und Bildungshandeln her werden die Gemeinschaftlichkeit und Referenzialität in Netzkommunikationen vor allem zur Chancen, ihre Algorithmizität und Sichtbarkeit aber zur Gefahr.
5. Zukunftschancen der Kirche liegen nicht nur digitalen Techniken, sondern vor allem im Wuchern mit vorhandenen Pfunden der Präsenzkommunikation … schöner habe ich meine Forderung, Digitalisierung wo immer zu gestalten und dann das was analog bleiben wird und muss sorgfältig und liebevoll zum Blühen zu bringen im wissenschaftlichen Kontext noch nie gehört. Danke!

Vom Salz in der Digitalisierung

Noch vor dem Fußballabend und auch zur Beruhigung seiner eigenen Nerven wurde Prof. Dr. Alexander Filipovic vom Münchnen Zentrum für Ethik der Medien und der digitalen Gesellschaft ins Tagungsprogramm eingewechselt und lieferte mit „Das Salz der Digitalität?“ eine Einordnung der Rolle der Kirchen als Akteure im medienethischen Diskurs. Selten habe ich so einen unaufgeregten Beobachter kirchlicher Stellungnahmen und Positionen erlebt. Nach einem Überblick über katholische und evangelische Medienpapier (Besonders das jüngste katholische Papier ist sehr konkret und lesenswert) beschrieb Filipovic die Rollen von Kirche in der Digitalisierung dreifach: Kirche nutzen digitale Medien. Kirchen sind betroffen von digitalen Medien und technischen Innovationen. Und Kirchen reflektieren kritisch auf anthropologische und soziale Folgen der digitalen Medien im Rahmen ihres diakonischen Vollzugs. Jede der drei Rollen habe für Kirche Folgen für ihr Handeln in den anderen Rollen. So sei eine aktive Rolle der Kirche unerlässlich. Christen können „sich nicht auf der Tribüne der Geschichte aufstellen und ihren Heilsauftrag durch moralische Zwischenrufe in die Arena der scheinbar von allen guten Geistern verlassenen Zeitgenossenschaft abgelten.“ (Auer 1986, S. 434).

Fallstriche des kritischen öffentlichen Sprechens sind für Filipovic „die Idealisierung alter Zeiten, die eigene Rolle als kritische Instanz zu sehen, als apokalyptischer Verführer aufzutreten, in hilfloser Dialektik der „Chancen und Grenzen“ zu verbleiben (guter Punkt!) und als Kirche keine scharfen Profile zu entwickeln. Kritisches öffentliches Sprechen kann gelingen, wenn man niemals „früher …“ sagt, man Kritik aus den Potentialen einer guten Entwicklung ableiten kann und sich nicht vor den Karren von Bedenkenträgern spannen lässt und stattdessen in Szenarios denkt in der Unsicherheit, wie es ausgehen wird.  Ich denke an diesen Prämissen lässt sich künftiger kritischer Umgang mit der Digitalisierung leichter entwickeln.

Es geht weiter

Nach einem aufregenden Fußballabend startete Tag drei mit Ingo Dachwitz, der einen unter „Digital Roadmap – strategisch und theologisch“ einen Blick auf die Empfehlungen der EKD-Jugenddelegierten warf. Er forderte nach einem „Was bisher geschah“ und einer Kurzfassung der Jugendimpulse (zu finden auch auf dem Blog der EKDJugend http://ekdjugend.tumblr.com/) nun endlich Richtungsentscheidungen zu treffen: Transformieren wir ein bisschen oder richtig? Setzen wir auf Kontrolle oder auf Öffnung, auf Hierarchie oder Netzwerke? Arbeiten wir zusammen oder weiter jede nur für sich? Gestalten wir auch selbst oder reden wir nur? Wollen wir das Silicon Valley sein oder Berlin (als derzeit gefühlte Hauptstadt der Netzaktiven)? Und entwickeln wir eine Theologie des Digitalen oder nur Apps und Projekte? Deutlich dabei seine Forderung endlich nach einem ökumenischen Lehrstuhl für digitale Theologie.

Das in Richtung Konkretion zuführen übernahmen dann Hannovers Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr und Dr. Michael Brinkmann. , Leiter der Stabsstelle Kommunikation im Kirchenamt der EKD. Eine unlösbare Aufgabe, in der ein bisschen wieder das Murmeltier grüßte, die aber jetzt (endlich einmal) digital aktive Protagonisten aufscheinen ließ. Brinkmann lieferte den hilfreichen Blick auf laufende EKD Prozesse und Bahr dokumentierte, dass auch in Leitungsverantwortlichkeit digitale Selbstverständlichkeit gibt. Ach wären doch mehr leitende Geistliche so up to date.

Fazit: Diese Loccumer Tagung kann #digitaleKirche weiterbringen. Man wird sehen, wie weit!